{"id":219,"date":"2015-08-17T13:37:29","date_gmt":"2015-08-17T06:37:29","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.duanemorris.com\/vietnam\/?p=219"},"modified":"2015-08-17T14:17:20","modified_gmt":"2015-08-17T07:17:20","slug":"vietnam-das-investor-freundlichste-land-in-asean-eine-analyse-aus-investorensicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.duanemorris.com\/vietnam\/2015\/08\/17\/vietnam-das-investor-freundlichste-land-in-asean-eine-analyse-aus-investorensicht\/","title":{"rendered":"Anwalt in Vietnam Oliver Massmann Vietnam \u2013 das Investor freundlichste Land in ASEAN \u2013 eine Analyse aus Investorensicht"},"content":{"rendered":"<p>Vietnam ist der beste Ort in ASEAN um Investitionen zu t\u00e4tigen \u2013 das ist die weit verbreitete Antwort von Investoren, wenn Sie gefragt werden, wo sie in der n\u00e4chsten Zeit planen Gesch\u00e4fte zu t\u00e4tigen. Das ist keine \u00dcberzeichnung der Lage in Vietnam, denn das Investitionsumfeld in Vietnam hat Potential und basiert auf einer soliden Grundlage, verbesserter wirtschaftlichen Diversifizierung, internationaler Anpassung, reformierter Investitionsgesetzgebung und guter Wirtschaftspolitik. <\/p>\n<p><strong>Wirtschaftliche Erholung und stabiles Wachstum<\/strong><\/p>\n<p>Den neusten Statistiken zufolge hat sich das BIP in Vietnam in den letzten Monaten stark erh\u00f6ht, es ist um 6,28% gestiegen. Das ist der gr\u00f6\u00dfte Anstieg der letzten f\u00fcnf Jahre und k\u00f6nnte weit \u00fcber dem angestrebten Ziel f\u00fcr 2015 liegen. Nicht nur die vietnamesische Regierung ist optimistisch bzgl. der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes im letzten Jahr, auch internationale Organisationen kommen zu dem Schluss, dass das BIP 2015 erheblich steigen wird. ANZ hat ein BIP-Wachstum von ungef\u00e4hr 6,5% f\u00fcr Vietnam in den Jahren 2015 und 2016 vorausgesagt. Diese Voraussage basiert vor allem auf den positiven Signalen aus Vietnam, wie zum Beispiel, einer verst\u00e4rkten Binnennachfrage, steigender Anziehung ausl\u00e4ndischer Direktinvestitionen der verarbeitenden Industrie und der Konsumklima-Index erreichte einen neuen H\u00f6hepunkt im Juni diesen Jahres. Vietnam ist das einzige Land innerhalb der neun Ostasiatischen Staaten, bei dem die Weltbank die vorhandene Prognose nochmals erh\u00f6ht hat, nachdem die Zahlen Ende 2014 vorlagen. In der PwC-Untersuchung &#8220;The world in 2050&#8221; wird Vietnam bescheinigt, weltweit an 2. Stelle hinsichtlich des durchschnittlichen j\u00e4hrlichen GDP-Wachstums zu liegen. Im Schnitt 5,3% p.a. von 2014 bis 2050. Damit ist Vietnams Wirtschaft die am schnellsten wachsende in ganz Asien, bis 2050. Dar\u00fcber hinaus wird die Inflationsrate von der Regierung kontrolliert, indem der Verbraucher-Preis-Index gesteuert wird, dadurch liegt die Inflationsrate zwischen 3-5% w\u00e4hrend des kompletten Jahres, was unter dem maximal erlaubten von 5% f\u00fcr das Jahr 2015 liegt. Diese zwei wichtigen makro\u00f6konomischen Indizien sind ein Anzeichen daf\u00fcr, dass die Bem\u00fchungen der vietnamesischen Regierung erfolgreich sind und dass sich die Wirtschaft erholt und stabilisiert.<br \/>\n<strong><br \/>\nSolide Wirtschaftspolitik der Regierung und deren positive Ergebnisse<\/strong><\/p>\n<p>Zusammen mit der makro\u00f6konomischen Stabilit\u00e4t und der kontrollierten Inflation schafft es die vietnamesische Regierung das Gesch\u00e4fts-und Investitionsklima erheblich zu verbessern. Sie versucht au\u00dferdem Vietnam bis 2016 an die Spitze der Region zu bringen indem die wirtschaftlichen Kennzahlen verbessert werden sollen. Die am 12. M\u00e4rz 2015 von der Regierung herausgegebene Resolution Nr. 19 \/ NQ-CP \/ 2015 zeugt von dem starken Engagement und den positiven Ver\u00e4nderungen die die Regierung bereit ist zu t\u00e4tigen um die wirtschaftlichen F\u00e4higkeiten Vietnams f\u00fcr die Jahre 2015 und 2016 zu st\u00e4rken. Es sollen Reformen erlassen werden bzgl. der zeitaufwendigen und l\u00e4stigen Verwaltungsvorschriften, Verbesserung der Transparenz und der Verantwortlichkeit staatlicher Stellen und indem internationale Standards eingef\u00fchrt werden sollen. Seit dem 1. Januar 2015 ist die Zeit, die man damit verbringt Steuervorschriften einzuhalten von 872 Stunden pro Jahr im Jahr 2013 auf 370 Stunden gesunken, die Erarbeitung der Steuererkl\u00e4rung dauert nur noch 121,5 Stunden, diese kann dann sowohl online eingereicht werden als auch online bezahlt werden. 2014 haben ca. 95% der Unternehmen ihre Steuererkl\u00e4rung online eingereicht, 2013 waren es im Vergleich nur 65%.<br \/>\nMit der Einf\u00fchrung des \u201eSingle-Window-Regime\u201c an internationalen H\u00e4fen wird erwartet dass sich die Warenabfertigung beim Export von 21 Tagen auf 14 Tage und beim Import auf 13 Tage reduziert. Unternehmen w\u00fcrden dadurch 10-20% ihrer Kosten und 30% der Zollkosten einsparen.<br \/>\nNicht nur im Steuer-und Zoll Sektor hat die vietnamesische Regierung Reformen vorangetrieben, sondern auch im Verwaltungsbereich der Versicherungen, der Zeitaufwand f\u00fcr die Zahlung der Versicherung hat sich um 100 Stunden pro Jahr von 335 auf 235 reduziert.<\/p>\n<p><strong>Vietnams regionale und internationale Integration<\/strong><\/p>\n<p>Investoren sind der Ansicht, dass Vietnams aktuelle Bem\u00fchen um ein Freihandelsabkommen dazu f\u00fchren, dass sich Vietnam immer besser in die Weltwirtschaft einf\u00fcgt und immer bessere Investitionsm\u00f6glichkeiten bietet. Konkret sieht das folgenderma\u00dfen aus, Vietnam verhandelt zur Zeit mit 12 anderen L\u00e4ndern, darunter sind unter anderem Vietnams Haupthandelspartner, Japan und USA, \u00fcber das Transpazifische Partnerschaftsabkommen (TPP), wobei dieses Abkommen aus einem Markt von 800 Millionen Menschen besteht und somit 38% des weltweiten BIP stellt. Vietnam w\u00e4re einer der gr\u00f6\u00dften Nutznie\u00dfer dieses Abkommens, als Folge der engen Handelsbeziehungen mit den USA sowie der guten wettbewerbsf\u00e4higen Situation in Bezug auf den Fertigungssektor, da China momentan dort immer mehr an Boden verliert. Statistiken zeigen, dass Vietnams BIP sich durch die Teilnahme am TPP um 13,6% steigen wird.<br \/>\nNeben dem TPP verhandelt Vietnam \u00fcber ein Freihandelsabkommen mit der EU, welches auch eine Vielzahl an M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet, z.B. Zollsenkungen, Handelserleichterungen, Investitionsanziehungskraft, die Erweiterung des Marktes um die 27 EU-L\u00e4ndern, nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Umstrukturierung. Auf 99% der vietnamesischen Exporte in die EU wird kein Zoll mehr anfallen, was dazu f\u00fchren wird, dass sich der Export um ca. 30-40% erh\u00f6hen wird und ca. 20-25% mehr importiert werden wird.<br \/>\nVietnam und neun andere ASEAN L\u00e4nder haben geplant die ASEAN Wirtschaftsgemeinschaft (AEC) bis zum Ende dieses Jahres zu gr\u00fcnden. Dieser Markt ist dynamisch und besteht aus \u00fcber 620 Millionen Verbrauchern, wobei mehr als 60% davon unter 35 Jahre alt sind. Wenn diese Gemeinschaft einmal gegr\u00fcndet ist, ist sie zurzeit die siebtgr\u00f6\u00dfte Wirtschaftsgemeinschaft weltweilt und wird die viert gr\u00f6\u00dfte im Jahre 2050 sein, falls sich der aktuelle Wachstumstrend fortsetzt. AEC wird einer der Knotenpunkte f\u00fcr Produktion und internationalen Handel sein. Das Ziel ist es, Investitionsbarrieren abzubauen und die Freiz\u00fcgigkeit von Arbeitnehmer zu f\u00f6rdern. Investoren k\u00f6nnen ihre Produktion in einem Land haben und ihre Produkte dann in allen anderen L\u00e4ndern der AEC vertreiben. Viele ausl\u00e4ndische Investoren haben angefangen dem Trend zu folgen und verlegen ihre Produktionsst\u00e4tten aus anderen L\u00e4ndern, meist aus China, nach Vietnam.<br \/>\nAndere Freihandelsabkommen sind in Arbeit, wie Vietnam \u2013 Korea FTA und Vietnam \u2013 Eurasia Economic Union. Diese Abkommen \u00f6ffnen f\u00fcr Vietnam die T\u00fcr um Textilien, Leder, Holzm\u00f6bel und landwirtschaftliche Produkte zu exportieren. Sie schaffen es aber auch, dass ausl\u00e4ndische Investoren ihr Kapital in Vietnam erh\u00f6hen und ihre Gesch\u00e4fte in Vietnam ausbreiten. Es wird erwartet, dass durch diese Freihandelsabkommen eine zweite Investitionswelle in Vietnam entstehen wird, der ersten, nach dem WTO Beitritt Vietnams im Jahre 2007, folgend.<\/p>\n<p><strong>Zweite Investitionswelle in Vietnam<\/strong><\/p>\n<p>Es ist nicht l\u00e4nger blo\u00dfe Theorie, Vietnam profitiert wirklich von dem Lohnanstieg in China und der damit verbundenen Produktionsverlagerung nach Vietnam. Eine Vielzahl von High-Tech Investmentprojekten haben entschieden ihr Investitionskapital in Vietnam zu steigern und ihre Produktion zu erweitern um rechtzeitig fertig f\u00fcr die Chancen, die sich mit den diversen Freihandelsabkommen auftun werden, fertig zu sein.<br \/>\nK\u00fcrzlich hat Bel Vietnam, ein ber\u00fchmter Produzent von franz\u00f6sischem K\u00e4se in Vietnam, eine neue Fabrik in Binh Duong mit 17.000m2  Produktionsfl\u00e4che erbaut, mit einem Investitionskapital von 17 Mio. US$. Die Fabrik soll 2016 in Betrieb genommen werden und bis 2020 eine Auslastung haben, die neunmal so gro\u00df ist als die alte. Dem Generaldirektor von Bel Vietnam entsprechend, soll das neue Werk als Regionalversorgungszentrum f\u00fcr den kompletten s\u00fcdostasiatischen Markt dienen und somit die Vorteile der AEC voll ausnutzen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem soll das Werk auch als Forschungs- und Entwicklungszentrum f\u00fcr neue Produkte der Unternehmensgruppe dienen.<br \/>\nEin weiteres Beispiel kommt von der LG Gruppe, deren urspr\u00fcngliches Investitionskapital lag bei 300 Mio. US$ um eine neue Fabrik in Hai Phong zu errichten, welches schlie\u00dflich auf 1,5 Mrd. US$ aufgestockt worden ist. Das Werk ist der gr\u00f6\u00dfte Komplex der Region, innerhalb von 800.000m2, und wird High-Tech-Produkte, wie Fernseher, Staubsauer, Handys, usw. f\u00fcr den Export und den lokalen Markt produzieren.<br \/>\n2014 hat Mercedes-Benz 10 Mio. US$ in eine der weltweit modernsten und umweltfreundlichsten Elektrotauchbeschichtungsanlage investiert. Au\u00dferdem wurden in das \u201eDer-Sterne-System\u201c weitere 10 Mio. US$ investiert, um eine neue Produktlinie f\u00fcr 5 Mio. US$ zu fertigen sowie das Netz in Vietnam f\u00fcr 5 Mio. US$ auszubauen.<br \/>\nAm 10. November 2014 hat Samsung verk\u00fcndet, dass in Bezug auf ihre Export orientierte Strategie das Investitionskapital in Vietnam um 3 Mrd. US$ erh\u00f6ht wird. Samsung hat momentan drei Werke in Thai Nguyen und Bac Ninh Province mit einem Investitionskapital von 1 Mrd. US$, 2,5 Mrd. US$ und 2 Mrd. US$, wobei letzteres Headsets produziert und die zus\u00e4tzlichen 3 Mrd. US$ in dieses investiert werden. Dies ist nur ein weiteres Beispiel f\u00fcr die Verschiebung der Produktionsst\u00e4tten, weg aus China nach Vietnam, da S\u00fcdkorea eine immer geringere Importrate nach China hat.<br \/>\nAndere Investoren im Textilsektor bereiten sich auf einen Markteintritt in Vietnam vor um von den Vorteilen des kommenden TPP zu profitieren. Dadurch, dass China, Thailand und Indien, welche direkte Konkurrenten in der Textilindustrie f\u00fcr Vietnam sind, nicht Teil der TPP Verhandlungen sind, hat Vietnam einen Wettbewerbsvorteil in der Preisgestaltung bedingt durch Steuervorteile in den teilnehmenden L\u00e4ndern. Dies ist ein entscheidender Faktor, besonders, da China und  die EU noch in m\u00f6glichen Verhandlungen bzgl. eines Freihandelsabkommens stehen. Bis jetzt hat die Itochu Gruppe aus Japan 3% der Vinatex Aktien gekauft f\u00fcr 9,25 Mio. US$ und hat in einige Textilprojekte in Vietnam investiert. Eine taiwanesische Textilgruppe hat ebenfalls ihr Investmentkapital um 320 Mio. US$ erh\u00f6ht und f\u00fchrt damit eine kompletten Produktionsstrecke in Vietnam ein. Es wird erwartet, dass durch das TPP Vietnams Textilexporte im Jahr 2020 30 Mrd. US$ und im Jahr 2030 55 Mrd. US$ erreichen werden. Nicht nur in der Textilindustrie, auch im Niedrigpreissegment  hat es in letzter Zeit eine Umverteilung der Produktionsst\u00e4tten gegeben, z.B. Schuhproduktionsunternehmen verlagern ihre Produktionsst\u00e4tten von China nach Vietnam aufgrund der geringeren Produktionskosten. Den Statistiken von 2014 entsprechend waren mehr als 70% der ausl\u00e4ndischen Direkt-Investitionen im Produktions- und Montagesektor. Diese Zahl beinhaltet bereits den Niedrigpreissektor von Textil- und Materialherstellung aus China.<\/p>\n<p><strong>Neue Investitionsgesetzgebung<\/strong><\/p>\n<p>Gleichzeitig ist sich die Regierung bewusst, wie wichtig die Reformen sind, die zur Verbesserung des Gesch\u00e4ftsklimas beitragen. Es gewinnt sogar noch an Bedeutung, wenn die neuen Freihandelsabkommen in Kraft treten, da diese teilweise institutionelle Reformen in Vietnam als Bedingungen zur Unterzeichnung voraussetzen. Die neuen Gesetze gelten als die liberalsten und Investor freundlichsten in der Region, wie zum Beispiel das neue Unternehmensrecht, das Investmentrecht und das Dekret \u00fcber Public Private Partnerships, welche umgesetzt worden sind. Barrieren f\u00fcr Unternehmen und Investitionen wurden entfernt um den Weg f\u00fcr ein offenes, transparentes und \u201ealles-ist-m\u00f6glich\u201c- Umfeld f\u00fcr Investoren zu ebenen. Das Investmentrecht von 2014 reduziert die verbotenen und die beschr\u00e4nkt erlaubten Gesch\u00e4ftsarten erheblich im Vergleich zum alten Investmentrecht. Wichtiger ist jedoch, dass im selben Gesetz erstmalig Vorschriften bzgl. M&amp;A enthalten sind. Dementsprechend gilt ab dem 1. Januar 2015, dass ausl\u00e4ndische Investoren bei dem Kauf von vietnamesischen Aktien nicht mehr ein langes Zertifizierungsprogramm durchlaufen m\u00fcssen. Die Ver\u00e4nderung wird hoffentlich eine jahrelange Unsicherheit und Frustration bei den Investoren, die in den vietnamesischen Markt eintreten wollten um zu expandieren oder M&amp;A zu t\u00e4tigen, beenden. Die zweite Welle der M&amp;A startete im Jahr 2014, als sechs Deals pro Tag gemeldet worden sind. 2014 wurden insgesamt 313 M&amp;A Transaktionen in Vietnam get\u00e4tigt, mit einem Volumen von 2,5 Mrd. US$, was einen Anstieg um 15% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Bemerkenswerte Abschl\u00fcsse aus dem Jahr 2014 sind die folgenden Beispiele: der Erwerb von 19 Handelsm\u00e4rkten und dem damit verbunden Eigentum von Metro durch Berli Jucker, wobei dieses Gesch\u00e4ft einen Wert von 879 Mio. US$ hatte, die Vingruppe kaufte 70% der Aktien von Ocean Retail Companys, Mondelez Internation kaufte 80% der Aktien von Kinh Do JSC\u2019s S\u00fc\u00dfigkeiten Sparte f\u00fcr 370 Mio. US$, und Standard Chartered Private Equity hat eine signifikante Mehrheit an An Giang Plant Protection JSC Aktien f\u00fcr 90 Mio. US$ erworben. Die Gesch\u00e4ftswelt hofft, dass der Gesamtwert der M&amp;A Transaktionen, im Rahmen der zweiten Welle (2014-2018) 20 Mrd. US$ betragen wird.<br \/>\nInzwischen r\u00e4umt das Unternehmensrecht von 2014 den Investoren eine gewisse Flexibilit\u00e4t ein, um ihre Unternehmen in Vietnam zu verwalten, indem mehrere gesetzliche Vertreter benannt werden k\u00f6nnen, sowie die Erlaubnis, dass jegliche Art von Gesch\u00e4ften durchgef\u00fchrt werden d\u00fcrfen, sofern sie nicht explizit verboten sind.<\/p>\n<p><strong>Potentialer Privatisierungsmarkt<\/strong><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus will die Regierung im Jahr 2015 289  der staatlichen Unternehmen privatisieren und betont die inhaltliche Wichtigkeit und deren effiziente Umsetzung. Die Zahl der Handelsbanken soll auf 13-15 reduziert werden und kleinere Banken werden aufgrund des Wettbewerbsdrucks und der Kapitalanforderungen nach neuen ausl\u00e4ndischen Investoren suchen m\u00fcssen um expandieren zu k\u00f6nnen. Die Regierung ist sich dessen bewusst, dass bei der Privatisierung die Anzahl der zu verkaufenden Aktien gr\u00f6\u00dfer werden muss um sicher zu stellen, dass es eine Win-Win Situation sowohl f\u00fcr die Regierung als auch die Investoren ist. In der Zeit von 2000-2013 sank die Zahl der staatlichen Unternehmen um fast die H\u00e4lfte von 5.800 auf 3.135. Berichten zufolge war die Privatisierungsphase erfolgreich, da die Gewinne um mehr als 80% gestiegen sind, wobei 40% eine Gewinnsteigerung von 10% nach der Privatisierung festgestellt haben. Diese Erfolge haben einen positiven Einfluss auf den Zufluss von Investoren in den erfolgreichen Bereichen.<br \/>\nMehr Raum f\u00fcr ausl\u00e4ndische Beteiligungen in b\u00f6rsennotierten Unternehmen<br \/>\nIn dem Versuch Belastungen von ausl\u00e4ndischen Investoren zu nehmen wurde am 26. Juni 2015 das Dekret Nr. 60\/2015 \/ ND-CP erlassen, welches es erlaubt, dass b\u00f6rsennotierte Unternehmen bis zu 100% in ausl\u00e4ndischer Hand sein k\u00f6nnen und schafft somit wesentlich mehr Flexibilit\u00e4t. Dekret Nr. 60 erlaubt es ausl\u00e4ndischen Investoren auch unbegrenzte Investitionen in Staatsanleihen, in Anleihen die von der Regierung gew\u00e4hrleistet werden, sowie in Anleihen von Landesbeh\u00f6rden oder Unternehmen zu machen. Ausl\u00e4ndische Investoren k\u00f6nnen jetzt gesichert in Investmentzertifikate, Aktien von Investmentgesellschaften, in nicht stimmberechtigten Aktien b\u00f6rsennotierter Unternehmen, sowie derivative Wertpapiere und Hinterlegungsscheinen ohne Limit investieren.<\/p>\n<p><strong>Regierung reduziert Monopol \u00fcber Verteilung und Erzeugung von Strom, Benzin und Kohle<\/strong><\/p>\n<p>Vietnams Energiemarkt war lange Zeit vor allem dadurch bekannt, dass das staatliche Unternehmen EVN (Electricity of Vietnam), welches eine Monopolstellung hatte, die Strom\u00fcbertragung und -verteilung bestimmte. Investoren finden es schwierig Strom-Kauf-Vertr\u00e4ge abzuschlie\u00dfen bzw. diese \u00fcberhaupt mit der EVN zu verhandeln. Problematisch ist vor allem, dass die EVN mit Verlusten arbeitet und riesige Schulden bei Petrovietnam und Vinacomin hat.<br \/>\nDie vorgeschlagene Liste mit Waren und Dienstleistungen, welche in staatlicher Hand sind, ist noch in der Entwicklungsphase aber es steht jetzt schon fest, dass dieses Dekret die Vormachtstellung von EVN einschr\u00e4nken wird. Der Staat wird seine Monopolstellung nur in Bezug auf  Betriebe mit sogenannten \u201eMulti-Zwecken\u201c  wie Wasserkraft- und Kernkraftwerke, \u00dcbertragungswerke, sowie die Aufsicht der Betriebe des nationalen Elektrizit\u00e4tssystems im Bereich der Gro\u00dfkraftwerke und solche mit besonderer Bedeutung in Bezug auf die sozio\u00f6konomische und die nationale Verteidigung und Sicherheit, behalten. Der Handel mit Erd\u00f6l und \u00d6l wird nicht l\u00e4nger in staatlicher Hand sein.<br \/>\nMit einem offenen und wettbewerbsorientierten Markt ist es einfacher ausl\u00e4ndische Investoren zu finden und der Sektor wird attraktiv genug um in ihn zu investieren. Die Stromerzeuger sind nicht mehr l\u00e4nger gezwungen ihren Strom an EVN zu verkaufen, sie k\u00f6nnen ihn an andere Stromanbieter weiterverkaufen oder aber ihn selbst in das Netz einspeisen.<br \/>\nAusl\u00e4ndische Investoren werden auch nicht mehr mit dem Hindernis konfrontiert, dass sie den Strompreis mit der EVN verhandeln m\u00fcssen. Laut einem aktuellen Bericht von Ban Viet Securities Joint Stock Company, hat sich der Stromeinzelhandelspreis in Vietnam in den letzten zehn Jahren verdoppelt, von 781 VND \/ kWh (3,5 US-Cent \/ kWh) im Jahr 2005 auf VND1,622 \/ kWh (7,3 US Cent \/ kWh) im Jahr 2015. Im Vergleich mit anderen L\u00e4ndern, wie Kambodscha, Thailand und Singapur, ist das jedoch noch gering. Dies ist einer der wichtigen Gr\u00fcnde, weshalb Investoren ihr Kapital in diesen Sektor b\u00fcndeln sollten.<br \/>\nDer Strompreis wird sich jedoch von 2016 an gem\u00e4\u00df dem Leistungssteigerungsplan erh\u00f6hen, dieser hat das Ziel der Kapitalr\u00fcckgewinnung und angemessene Gewinne f\u00fcr die Anleger zu gew\u00e4hrleisten. Dementsprechend wird der Stromeinzelhandelspreis bei ca. 8-9 US-Cent \/ kWh im Jahr 2020 sein, was zu einem Anstieg um 18,4% innerhalb der n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre f\u00fchren wird. Der Strompreis sollt die Nachfrage und das Angebot auf dem Markt widerspiegeln. Nur dann finden ausl\u00e4ndische Investoren weitere Anreize und treffen darauf basierend ihre Anlageentscheidungen.<\/p>\n<p><strong>Schlussfolgerung<\/strong><\/p>\n<p>Land\tBegrenzung des Markzuganges*\tLand\tBegrenzung des Markzuganges *<br \/>\nMalaysia\tmittel\tMyanmar\thoch<br \/>\nIndonesien\tmittel\tKambodscha\tmittel<br \/>\nPhilippinen\tmittel\tLaos\tmittel<br \/>\nSingapur\tgering\tIndien\thoch<br \/>\nThailand\tmittel\tChina\tmittel<br \/>\nBrunei\thoch\tVietnam\tgering<br \/>\nVietnam teilt sich den ersten Platz mit Singapur, das bedeutet, dass es die bestm\u00f6gliche Absicherung f\u00fcr Investitionen in Vietnam gibt<\/p>\n<p>Vietnam ist ein Land der Ver\u00e4nderungen und bietet zurzeit steigende Chancen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren. Die St\u00e4rke der vietnamesischen Wirtschaft spiegelt sich vor allem in den kontrollierten makro\u00f6konomischen Indikatoren, der starken Produktivit\u00e4tssteigerungen und der umfassenden Integration in die regionale und globale Wirtschaft wider. Es ist nun genau der Zeitpunkt f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren, um Gesch\u00e4ftspl\u00e4ne in die Tat umzusetzen und die kommenden Chancen zu ergreifen.<\/p>\n<p>***<br \/>\nBitte kontaktieren Sie den Autor Oliver Massmann direkt unter omassmann@duanemorris.com wenn Sie Fragen haben. Oliver Massmann ist der Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.<\/p>\n<p>INTERESSE AN VIETNAM? Besuchen Sie: www.vietnamlaws.xyz<\/p>\n<p>VIELEN DANK!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vietnam ist der beste Ort in ASEAN um Investitionen zu t\u00e4tigen \u2013 das ist die weit verbreitete Antwort von Investoren, wenn Sie gefragt werden, wo sie in der n\u00e4chsten Zeit planen Gesch\u00e4fte zu t\u00e4tigen. 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