Anwalt in Vietnam Dr.Oliver Massmann – Vietnam Employment Compliance 2026: Die neuen Geschäftskosten — Was ausländische Investoren jetzt beheben müssen

Vietnam ist in eine neue Phase der Arbeitsregulierung eingetreten. Mehrere Jahre lang konnten Investoren die Richtung erkennen: breiterer sozialer Schutz, strengere Regulierung von Arbeitsverhältnissen, stärkere Digitalisierung der staatlichen Verwaltung und zunehmend konsequentere Durchsetzung. In den Jahren 2025 und 2026 ist diese Richtung zur operativen Realität geworden.

Das Gesetz über Sozialversicherung 2024, in Kraft seit dem 1. Juli 2025, und das Arbeitsgesetz 2025, in Kraft seit dem 1. Januar 2026, erweitern die Kategorien von Personen erheblich, die unter die vietnamesischen Pflichtsysteme für Sozial- und Arbeitslosenversicherung fallen. Gleichzeitig erhöht das Dekret Nr. 293/2025/ND-CP, in Kraft seit dem 1. Januar 2026, die regionalen Mindestlöhne, während die Regierung ihre Fähigkeit zur elektronischen Vergleichung von Beschäftigungs-, Steuer- und Sozialversicherungsinformationen rasch verbessert.

Für ausländische Investoren lautet die wichtige Botschaft daher nicht einfach, dass Vietnam neue Arbeitsgesetze erlassen hat. Die eigentliche Veränderung besteht darin, dass Arbeits-Compliance zunehmend schwerer zu isolieren ist.

Arbeitsverträge, Vertragsgestaltungen, Lohnabrechnungen, Einkommensteuererklärungen, Sozialversicherungsanmeldungen und die Unternehmensstruktur müssen zunehmend dieselbe Geschichte erzählen. Tun sie das nicht, kann eine zuvor interne HR-Inkonsistenz zu einer klar erkennbaren regulatorischen Gefährdung werden.

Dies hat direkte Folgen für Betriebskosten, HR-Strategie, Investitions-Due-Diligence, M&A-Transaktionen, Corporate Governance und das Management ausländischer Mitarbeiter. Auslandsinvestierte Unternehmen sollten daher das Jahr 2026 als Compliance-Neustart betrachten.

1. Die erste große Veränderung: Mehr Menschen im Versicherungssystem

Eine der kommerziell wichtigsten Entwicklungen ist die Ausweitung der Pflichtversicherung.

Historisch konnten Unternehmen auf Kategorien von Arbeitnehmern stoßen, deren Beschäftigungsformen außerhalb der Pflichtsysteme für Sozial- oder Arbeitslosenversicherung lagen, insbesondere bei bestimmten kurzfristigen, teilzeitlichen oder atypischen Beschäftigungen. Dieser Spielraum hat sich erheblich verengt.

Nach dem Gesetz über Sozialversicherung 2024 erstreckt sich die Pflichtversicherung grundsätzlich auf Arbeitnehmer mit Verträgen von mindestens einem Monat und erfasst auch qualifizierte Teilzeitkräfte.

Wichtig für auslandsinvestierte Unternehmen: Die Gesetzgebung erweitert auch die Abdeckung bestimmter Unternehmensleiter und Kontrolleure, einschließlich Situationen, in denen Vergütungsstrukturen zuvor zu einer unterschiedlichen Behandlung geführt haben könnten.

Das Arbeitsgesetz 2025 erweitert in ähnlicher Weise die Teilnahme an der Arbeitslosenversicherung, einschließlich relevanter kurzfristiger und teilzeitlicher Arbeitnehmer sowie vergüteter Unternehmensleiter, die unter die gesetzlichen Kategorien fallen.

Kommerzielle Bedeutung

Ausländische Investoren sollten davon ausgehen, dass die bloße Änderung des Titels oder der Form eines Vertrags nicht zwangsläufig die regulatorische Einstufung der zugrunde liegenden Beziehung verändert.

Jemanden als

  1. Berater,
  2. Freiberufler,
  3. Unabhängigen Auftragnehmer,
  4. Dienstleister oder
  5. Projektbezogenen Berater

zu bezeichnen, bestimmt nicht automatisch, ob die vietnamesischen Behörden diese Person als Arbeitnehmer ansehen.

Der Inhalt der Beziehung ist entscheidend. Wenn eine Person persönlich Arbeit verrichtet, Vergütung erhält und unter der Leitung, Verwaltung oder Aufsicht einer anderen Partei arbeitet, kann ein als „Dienstleistungsvertrag“ bezeichneter Vertrag dennoch eine arbeitsrechtliche Gefährdung schaffen.

Handlungsempfehlung für Investoren

Prüfen Sie Verträge nicht nach Titel. Prüfen Sie Beziehungen nach Substanz.

Ein auslandsinvestiertes Unternehmen sollte seine gesamte Belegschaft erfassen — nicht nur die formell auf der Gehaltsliste stehenden Mitarbeiter — und identifizieren:

  1. Dauerbeschäftigte,
  2. Befristet Beschäftigte,
  3. Kurzfristig Beschäftigte,
  4. Teilzeitkräfte,
  5. Berater und Freiberufler,
  6. Ausgelagerte Arbeitskräfte,
  7. Unternehmensleiter und Kontrolleure,
  8. Ausländisches Personal.

Jede Kategorie sollte anschließend anhand der aktuellen Arbeits-, Sozialversicherungs-, Arbeitslosenversicherungs- und Steuerregeln überprüft werden.

2. Das Vertragsmodell wird zu einem deutlich risikoreicheren Bereich

Für viele internationale Unternehmen könnte dies die wichtigste praktische Folge der Reformen sein. Unternehmen, die nach Vietnam kommen, beginnen häufig mit einer relativ kleinen lokalen Präsenz. Anstatt sofort eine vollständige Belegschaft aufzubauen, beschäftigen sie Einzelpersonen als Berater, unabhängige Auftragnehmer oder Vertreter.

Dieses Modell kann kommerziell attraktiv sein. Es kann jedoch gefährlich werden, wenn die vertragliche Dokumentation die tatsächliche Beziehung nicht widerspiegelt.

Ein häufiges Beispiel: Ein ausländisches Unternehmen beschäftigt eine Person in Vietnam unter einem „Beratungsvertrag“. Die Person:

  1. arbeitet hauptsächlich für dieses Unternehmen,
  2. berichtet an einen Unternehmensmanager,
  3. arbeitet zu festen Zeiten,
  4. nutzt Unternehmenssysteme,
  5. erhält ein festes Monatsgehalt,
  6. benötigt Genehmigung für Urlaub, und
  7. übernimmt eine laufende operative Rolle.

Das Wort „Berater“ oben im Vertrag beseitigt das zugrunde liegende Risiko nicht. Wenn die Vereinbarung später als Arbeitsverhältnis eingestuft wird, kann das Unternehmen mit Konsequenzen rechnen, die über die Sozialversicherung hinausgehen. Je nach Sachlage können mögliche Risiken Arbeitsansprüche, Versicherungsrückstände, Zinsen oder Strafen, Fragen zur Einkommensteuer und breitere Themen zu den Beschäftigungspraktiken des Unternehmens umfassen.

Praktische Regel für Investoren: Wenn es operativ wie ein Arbeitsverhältnis aussieht, behandeln Sie es als potenzielles Arbeitsverhältnis. Dies sollte Teil jeder jährlichen HR-Compliance-Prüfung ausländischer Investoren in Vietnam werden.

3. Mindestlohnerhöhungen betreffen mehr als nur Geringverdiener

Das Dekret Nr. 293/2025/ND-CP erhöhte die regionalen Mindestlöhne in Vietnam ab dem 1. Januar 2026 durchschnittlich um etwa 7,2 %. Für Region I, die große städtische Gebiete einschließlich relevanter Teile von Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt umfasst, stieg der monatliche Mindestlohn auf VND 5.310.000.

Auf den ersten Blick könnten multinationale Arbeitgeber, die Gehälter deutlich über dem Mindestlohn zahlen, dies als weitgehend irrelevant ansehen. Das wäre ein Fehler.

Mindestlohnanpassungen können über die Gehälter von Geringverdienern hinaus Folgen haben, da gesetzliche Beitragsobergrenzen und Lohnabrechnungen an vorgeschriebene Lohnbenchmarks gekoppelt sein können.

Insbesondere für die Arbeitslosenversicherung ist das maximale Gehalt für Beitragszwecke an das 20-fache des jeweils geltenden regionalen Mindestlohns gebunden. Für Region I bedeutet dies, dass Arbeitgeber mit höher bezahlten Mitarbeitern die geltende Obergrenze für die Arbeitslosenversicherung überprüfen und sicherstellen sollten, dass die Lohnsysteme entsprechend aktualisiert wurden.

Handlungspunkt für Investoren: Finanz- und HR-Teams sollten nicht nur fragen: „Haben wir jemanden, der den Mindestlohn verdient?“ Sie sollten fragen: „Welche Lohnabrechnungen, gesetzlichen Beitragsobergrenzen und Beschäftigungskosten ändern sich, weil sich der Mindestlohn geändert hat?“

Das ist die nützlichere Budgetfrage.

4. Die Kosten sind nicht nur höhere Beiträge — es sind die Kosten fehlerhafter Compliance

Die ausgeweitete Versicherungspflicht erhöht naturgemäß die direkten Beschäftigungskosten. Unternehmen müssen möglicherweise nun gesetzliche Beiträge für Personen leisten, die zuvor außerhalb des relevanten Systems lagen. Mindestlohnerhöhungen können ebenfalls Lohnannahmen und Beitragsberechnungen beeinflussen.

Die größere finanzielle Sorge ist jedoch die kumulierte Nicht-Compliance. Nach dem Gesetz über Sozialversicherung 2024 können verspätete oder unzureichende Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung mit einem Satz von 0,03 % pro Tag auf die relevanten überfälligen Beträge belastet werden.

Das ist wichtig, weil arbeitsrechtliche Verpflichtungen selten statisch bleiben. Ein Klassifizierungsproblem bei einem Arbeitnehmer mag beherrschbar erscheinen. Dasselbe Problem bei Dutzenden oder Hunderten von Arbeitnehmern über einen längeren Zeitraum kann jedoch erheblich werden.

Dies ist besonders relevant in arbeitsintensiven Branchen wie:

  1. Fertigung,
  2. Einzelhandel,
  3. Logistik,
  4. Gastgewerbe,
  5. Technologie- und Plattformunternehmen,
  6. Bauwirtschaft,
  7. Professionelle Dienstleistungen, und
  8. Unternehmen mit umfangreichen temporären oder ausgelagerten Arbeitskräften.

Investor-Lektion: Das finanzielle Risiko ist kumulativ. Ein Fehler, der auf einer monatlichen Gehaltsabrechnung klein erscheint, kann erheblich werden, wenn er über Mitarbeiter und historische Zeiträume multipliziert wird.

5. Vietnams Digitalisierung verändert die Durchsetzungslogik

Eine der am meisten unterschätzten Entwicklungen steckt nicht in einem einzelnen Beitragssatz. Es ist Daten.

Vietnam baut zunehmend zentrale Regierungsdatenbanken auf und integriert Verwaltungsinformationen über verschiedene Regulierungsfunktionen hinweg. Das Arbeitsgesetz 2025 ist Teil dieser breiteren Bewegung hin zu systematischeren Arbeitsmarktinformationen und Registrierungen.

Für Unternehmen ist die praktische Folge erheblich. Historisch konnten verschiedene Regierungsanmeldungen manchmal in relativ getrennten Verwaltungsumgebungen existieren. Mit zunehmender Digitalisierung werden Inkonsistenzen leichter erkennbar.

Ein Unternehmen könnte beispielsweise haben:

  1. eine Mitarbeiterzahl in den Lohnabrechnungen,
  2. eine andere in den Sozialversicherungsregistrierungen,
  3. Beraterzahlungen in den Steuererklärungen,
  4. Arbeitsverträge mit abweichender Vergütung,
  5. Unternehmensregister mit Managern, die nicht in Versicherungsunterlagen erscheinen, und
  6. ausländisches Personal in Einwanderungs- oder Arbeitserlaubnissystemen.

Mit zunehmender Vernetzung staatlicher Informationen werden Diskrepanzen sichtbarer.

Die Compliance-Frage verändert sich: Der traditionelle Ansatz war: „Ist jede Anmeldung technisch korrekt?“

Der bessere Ansatz 2026 lautet: „Wenn die Behörden morgen unsere Arbeits-, Lohn-, Steuer-, Sozialversicherungs-, Unternehmens- und Ausländerunterlagen nebeneinanderlegen würden, würden sie übereinstimmen?“

Wenn die Antwort unsicher ist, hat das Unternehmen Arbeit vor sich.

6. Auslandsinvestierte Unternehmen müssen ihre Managementstrukturen überprüfen

Dieses Thema verdient besondere Aufmerksamkeit. Auslandsinvestierte Unternehmen haben häufig Governance-Strukturen, die nicht denjenigen rein inländischer Unternehmen entsprechen. Sie können haben:

  1. Expatriierte gesetzliche Vertreter,
  2. Lokal ernannte Direktoren,
  3. Konzernmanager im Tochtermanagement,
  4. Kontrolleure,
  5. Vertreter mit Vergütung im Ausland,
  6. Manager ohne vietnamesisches Gehalt, oder
  7. Personen mit mehreren Unternehmensfunktionen gleichzeitig.

Das erweiterte Sozialversicherungssystem macht es wichtig zu prüfen, ob Personen in Management- oder Kontrollpositionen nun unter die Pflichtteilnahme fallen. Ein Unternehmen sollte nicht annehmen, dass das Fehlen eines konventionellen vietnamesischen Gehalts das Thema automatisch erledigt.

Handlungspunkt für Investoren: Auslandsinvestierte Unternehmen sollten eine separate Management-Status-Prüfung durchführen. Für jeden Direktor, gesetzlichen Vertreter, Manager und Kontrolleur ist zu bestimmen:

  1. die formale Unternehmensposition,
  2. ob ein Arbeitsverhältnis besteht,
  3. wo die Vergütung gezahlt wird,
  4. ob Pflichtsozialversicherung gilt,
  5. ob Arbeitslosenversicherung gilt,
  6. ob eine Arbeitserlaubnis oder Befreiung erforderlich ist,
  7. ob Unternehmens-, Arbeits-, Steuer- und Versicherungsunterlagen konsistent sind.

Dies ist eine relativ einfache Übung, die später überraschend komplizierte Probleme verhindern kann.

7. Ausländische Arbeitnehmer: Vietnam strafft, aber Compliance bleibt wichtig

Vietnam reformiert weiterhin den Rechtsrahmen für ausländische Arbeitnehmer. Das Dekret Nr. 219/2025/ND-CP, gültig seit August 2025, konsolidierte und vereinfachte Teile des Arbeitserlaubnissystems und ersetzte die frühere Regelung.

Weitere Reformen werden 2026 erwogen, darunter Maßnahmen zur besseren Gewinnung von Spezialisten und hochqualifizierten Fachkräften in strategischen Sektoren. Mögliche Reformen zur Anerkennung ausländischer Gesundheitsdokumente und Berufserfahrung wären kommerziell willkommen, insbesondere für Unternehmen in:

  1. Technologie,
  2. Halbleiter- und Elektronikindustrie,
  3. Finanzdienstleistungen,
  4. Fortgeschrittener Fertigung,
  5. Infrastruktur,
  6. Erneuerbare und konventionelle Energie,
  7. Andere Hochqualifikationssektoren.

Investoren sollten jedoch zwischen politischer Richtung, Gesetzesentwürfen und geltenden Regeln unterscheiden. Eine vorgeschlagene Lockerung gilt erst, wenn sie tatsächlich verabschiedet und wirksam geworden ist.

8. Das M&A-Thema: Arbeits-Compliance ist jetzt Due-Diligence

Die Reformen haben auch Folgen für Investoren, die vietnamesische Unternehmen erwerben. Eine Due-Diligence-Prüfung sollte nicht nur Musterarbeitsverträge und Streitigkeiten betrachten, sondern auch Payroll und Klassifizierung der Belegschaft.

Ein Käufer sollte prüfen:

  1. ob alle Arbeitnehmer korrekt registriert sind,
  2. ob Auftragnehmer als Arbeitnehmer eingestuft werden könnten,
  3. ob historische Sozialversicherungsbeiträge vollständig sind,
  4. ob Payroll und Einkommensteueraufzeichnungen übereinstimmen,
  5. ob Manager und Kontrolleure korrekt behandelt wurden,
  6. ob ausländische Arbeitnehmer gültige Arbeitserlaubnisse haben,
  7. ob Mindestlohnvorgaben eingehalten wurden,
  8. ob historische Verpflichtungen quantifiziert sind.

Warum ist das wichtig? Weil Käufer wirtschaftlich die Folgen früherer Nicht-Compliance übernehmen können, auch wenn das Verhalten vor dem Abschluss stattfand.

Für M&A-Transaktionen sollte identifizierte Exposition daher über geeignete Mechanismen adressiert werden:

  1. Bedingungen vor Abschluss,
  2. Vorabschluss-Remediation,
  3. Kaufpreismechanismen,
  4. Garantien und Zusicherungen,
  5. Spezifische Entschädigungen,
  6. Escrow- oder Rückbehaltregelungen.

Arbeits-Compliance ist Teil der Transaktionsbewertung geworden.

9. Ein praktischer 30-Tage-Compliance-Plan für ausländische Investoren

Unternehmen brauchen kein weiteres 100-seitiges Rechtsgutachten. Sie brauchen einen Umsetzungsplan.

Wir empfehlen auslandsinvestierten Unternehmen, in den nächsten 30 Tagen die folgende Übung durchzuführen:

Tage 1–7: Workforce Map erstellen Eine konsolidierte Liste aller Personen erstellen, die Dienstleistungen für das Vietnam-Geschäft erbringen. Mitarbeiter, Teilzeitkräfte, Kurzzeitkräfte, Auftragnehmer, Berater, Manager, Kontrolleure, Expatriates und ausgelagerte Arbeitskräfte einschließen. Nicht nur auf die HR-Mitarbeiterliste verlassen.

Tage 8–14: Klassifikationstest durchführen Die rechtliche und operative Beziehung jedes atypischen Arbeitnehmers überprüfen. Besondere Aufmerksamkeit auf Berater oder unabhängige Auftragnehmer, die faktisch unter Unternehmensleitung arbeiten. Neu erfasste Personen für Pflichtsozialversicherung oder Arbeitslosenversicherung identifizieren.

Tage 15–20: Daten abgleichen Vergleichen: Arbeitsverträge ↔ Payroll ↔ Einkommensteuererklärungen ↔ Sozialversicherungsanmeldungen ↔ Unternehmensunterlagen ↔ Arbeitserlaubnisse. Jede wesentliche Diskrepanz untersuchen.

Tage 21–25: Exposition quantifizieren Berechnen:

  1. Fehlende Beiträge,
  2. Mögliche historische Rückstände,
  3. Verzugszinsen,
  4. Neue Beitragsobergrenzen,
  5. Auswirkungen von Mindestlohnerhöhungen,
  6. Erwartete jährliche Payroll-Kosten 2026.

Das Management sollte die finanzielle Zahl verstehen — nicht nur die rechtliche Frage.

Tage 26–30: Remediation Klassifikationen und Registrierungen korrigieren. Aktualisieren:

  • Arbeitsverträge,
  • Auftragnehmer-Vorlagen,
  • Payroll-Software,
  • HR-Richtlinien,
  • Onboarding-Prozesse,
  • Manager-/Direktorenunterlagen,
  • Arbeitserlaubnis-Tracking,
  • Interne Compliance-Kontrollen.

Die Remediation dokumentieren. Eine dokumentierte Compliance-Prüfung kann wertvoller Nachweis verantwortungsvoller Unternehmensführung sein.

10. Fünf Fragen, die jeder Vietnam-CEO oder CFO diesen Monat stellen sollte

  1. Kennen wir alle, die für unser Vietnam-Geschäft arbeiten — nicht nur die auf der Payroll?
  2. Könnten Berater oder Auftragnehmer rechtlich als Arbeitnehmer gelten?
  3. Haben wir geprüft, ob Direktoren, Manager, Kontrolleure und gesetzliche Vertreter korrekt für Pflichtversicherung behandelt werden?
  4. Stimmen Payroll, Steuer, Sozialversicherung, Arbeitsverträge und Unternehmensunterlagen überein?
  5. Haben wir die zusätzlichen Beschäftigungskosten 2026 und historische Exposition quantifiziert?

Wenn das Management nicht alle fünf Fragen sicher beantworten kann, ist eine gezielte Compliance-Prüfung erforderlich.

11. Was neue Investoren in ihren Vietnam-Businessplan aufnehmen sollten

Unternehmen, die 2026 nach Vietnam kommen, sollten die neue Umgebung von Anfang an in ihr Investitionsmodell integrieren. Arbeits-Compliance sollte Teil des Markteintritts-Workstreams sein — neben Lizenzierung, Steuern, Land, Unternehmensstruktur und Investitionsanreizen.

Vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit sollten Investoren festlegen: A. Ein konformes Workforce-Modell Welche Funktionen von Mitarbeitern, Expatriates, Auftragnehmern und ausgelagerten Dienstleistern übernommen werden — rechtlich vor Umsetzung prüfen.

B. Ein realistisches Beschäftigungskostenmodell Nicht nur Bruttogehälter, sondern auch Arbeitgeberbeiträge, Mindestlohnentwicklungen, Leistungen, Kosten für ausländische Arbeitnehmer und Compliance-Administration budgetieren.

C. Integrierte Payroll- und Compliance-Systeme Payroll-, Steuer-, Versicherungs- und HR-Systeme so gestalten, dass konsistente Daten entstehen.

D. Kontrollen für Auftragnehmer Keine Abteilung sollte langfristige „Berater“ ohne HR- oder Rechtsprüfung beschäftigen, nur weil die Person nicht auf der Payroll erscheint.

E. Planung für ausländische Arbeitnehmer Arbeitserlaubnisanforderungen und Ausnahmen vor Arbeitsbeginn prüfen — nicht erst nach Ankunft in Vietnam.

12. Das größere Bild: Vietnam wird investierbarer — und weniger nachsichtig

Ausländische Investoren sollten diese Entwicklungen nicht einfach so interpretieren, dass Vietnam für Arbeitgeber belastender wird. Es gibt eine andere Seite der Geschichte.

Vietnam professionalisiert seinen Arbeitsmarkt. Mehr Versicherungsschutz, klarere Beschäftigungsregeln, systematischere Informationen über die Belegschaft und digitale Verwaltung sind Teil der Entwicklung des Landes zu einem reiferen Investitionsstandort.

Für ernsthafte langfristige Investoren kann die regulatorische Modernisierung positiv sein. Mehr Transparenz und konsistentere Verwaltung tragen letztlich zu einem vorhersehbareren Geschäftsumfeld bei.

Aber es gibt einen Trade-off: Ein ausgefeilteres Regulierungssystem ist auch ein weniger nachsichtiges System. Geschäftspraktiken, die überlebten, weil Informationen fragmentiert waren, Klassifizierungen selten getestet wurden oder Verwaltungssysteme nicht effektiv miteinander kommunizierten, werden zunehmend schwerer aufrechtzuerhalten.

Darum sollten die Reformen 2025–2026 nicht ausschließlich den HR-Abteilungen überlassen werden. Sie gehören auf die Agenda von:

  • CEOs,
  • CFOs,
  • General Counsel,
  • Investitionsausschüssen,
  • Compliance-Offizieren,
  • M&A-Teams.

Schlussfolgerung: Auditieren, bevor die Regierung es tut

Vietnam bleibt eines der attraktivsten Ziele Asiens für Fertigung, Dienstleistungen, Technologie, Infrastruktur und langfristige Investitionen. Aber das Beschäftigungsrahmenwerk bewegt sich schnell in Richtung breiterer Abdeckung, digitaler Verwaltung und stärkerer Durchsetzung.

Die praktische Antwort für Investoren ist klar: Map. Klassifizieren. Abgleichen. Quantifizieren. Remediate.

  • Alle Arbeitskräfte erfassen.
  • Jede Beziehung korrekt klassifizieren.
  • Beschäftigungs-, Steuer-, Payroll- und Versicherungsdaten abgleichen.
  • Finanzielle Exposition quantifizieren.
  • Probleme beheben, bevor sie zu Fällen der Durchsetzung oder Transaktionsrisiken werden.

Die am besten positionierten Unternehmen sind nicht die, die am wenigsten für Compliance ausgeben. Es sind diejenigen, die die wahren Kosten ihrer Belegschaft verstehen, Compliance von Anfang an in ihr Modell integrieren und Probleme erkennen, bevor die Regierung es tut.

Für ausländische Investoren in Vietnam im Jahr 2026 ist das nicht mehr nur gute HR-Praxis. Es ist gute Investitionsstrategie.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Autor Dr. Oliver Massmann unter omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.

Vietnam Employment Compliance 2026: The New Cost of Doing Business – What Foreign Investors Need to Fix Now

Vietnam has entered a new phase of employment regulation.

For several years, investors could see the direction of travel: broader social protection, tighter regulation of employment relationships, greater digitalization of government administration and progressively stronger enforcement. In 2025 and 2026, that direction has become operational reality.

The Law on Social Insurance 2024, effective from 1 July 2025, and the Employment Law 2025, effective from 1 January 2026, significantly expand the categories of individuals falling within Vietnam’s compulsory social and unemployment insurance regimes. At the same time, Decree No. 293/2025/ND-CP, effective from 1 January 2026, increases regional minimum wages, while the Government is rapidly improving its ability to compare employment, tax and social insurance information electronically.

For foreign investors, the important message is therefore not simply that Vietnam has enacted new employment legislation.

The real change is that employment compliance is becoming increasingly difficult to compartmentalize.

A company’s labor contracts, contractor arrangements, payroll records, personal income tax declarations, social insurance filings and corporate management structure increasingly need to tell the same story.

If they do not, what previously might have remained an internal HR inconsistency can become an identifiable regulatory exposure.

This has direct consequences for operating costs, HR strategy, investment due diligence, M&A transactions, corporate governance and management of foreign personnel.

Foreign-invested enterprises should therefore treat 2026 as a compliance reset.

1. The First Major Change: More People Are Inside the Insurance System

One of the most commercially important developments is the expansion of compulsory insurance coverage.

Historically, companies could encounter categories of workers whose employment arrangements fell outside compulsory social insurance or unemployment insurance, particularly certain short-term, part-time or non-standard arrangements.

That space has narrowed substantially.

Under the Law on Social Insurance 2024, compulsory social insurance generally extends to employees working under contracts of at least one month and also captures qualifying part-time employees.

Importantly for foreign-invested enterprises, the legislation also expands coverage concerning certain enterprise managers and controllers, including circumstances where remuneration structures may previously have resulted in different treatment.

The Employment Law 2025 similarly broadens participation in unemployment insurance, including relevant short-term and part-time employees and salaried enterprise managers falling within the statutory categories.

What does this mean commercially?

Foreign investors should assume that simply changing the title or form of an agreement will not necessarily change the regulatory characterization of the underlying relationship.

Calling somebody a:

  • consultant;
  • freelancer;
  • independent contractor;
  • service provider; or
  • project-based adviser

does not by itself determine whether Vietnamese authorities will regard that person as an employee.

The substance of the relationship matters.

Where an individual personally performs work, receives remuneration and operates under the direction, management or supervision of another party, an agreement labelled a “service contract” may still create employment-related exposure.

Investor action point

Do not audit contracts by title. Audit relationships by substance.

A foreign-invested company should map its entire workforce—not merely employees appearing on the formal payroll—and identify:

  1. permanent employees;
  2. fixed-term employees;
  3. employees engaged for short periods;
  4. part-time personnel;
  5. consultants and freelancers;
  6. outsourced personnel;
  7. enterprise managers and controllers; and
  8. foreign personnel.

Each category should then be tested against the current labor, social insurance, unemployment insurance and tax rules.

2. The Contractor Model Is Becoming a Much Higher-Risk Area

For many international businesses, this may be the most important practical issue arising from the reforms.

Companies entering Vietnam frequently begin with a relatively small local footprint. Instead of immediately building a full employee base, they may engage individuals as consultants, independent contractors or representatives.

That model can be commercially attractive.

It can also be dangerous if the contractual documentation does not reflect the actual relationship.

Consider a common example.

A foreign company engages an individual in Vietnam under a “Consultancy Agreement.” The individual:

  • works principally for that company;
  • reports to a company manager;
  • works regular hours;
  • uses company systems;
  • receives a fixed monthly payment;
  • requires approval for leave; and
  • performs an ongoing operational role.

The word “consultant” at the top of the agreement does not eliminate the underlying risk.

If the arrangement is subsequently characterized as employment, the company may face consequences extending beyond social insurance. Depending upon the facts, potential exposure can include employment entitlements, insurance arrears, interest or penalties, personal income tax issues and broader questions concerning the company’s employment practices.

The practical rule for investors

If it looks operationally like employment, manage it as a potential employment relationship.

This should become part of every foreign investor’s annual Vietnam HR compliance review.

3. Minimum Wage Increases Affect More Than Low-Paid Employees

Decree No. 293/2025/ND-CP increased Vietnam’s regional minimum wages from 1 January 2026 by approximately 7.2% on average.

For Region I, covering major urban areas including relevant parts of Hanoi and Ho Chi Minh City, the monthly minimum wage increased to VND 5,310,000.

At first sight, multinational employers paying salaries substantially above minimum wage may regard this as largely irrelevant.

That would be a mistake.

Minimum wage adjustments can have consequences beyond the salaries of lower-paid employees because statutory contribution ceilings and payroll calculations can be linked to prescribed wage benchmarks.

For unemployment insurance in particular, the maximum salary used for contribution purposes is tied to 20 times the applicable regional minimum wage.

For Region I, this means that employers with higher-paid employees should review the applicable unemployment insurance ceiling and ensure that payroll systems have been updated accordingly.

Investor action point

Finance and HR teams should not simply ask:

“Do we have anybody earning minimum wage?”

They should ask:

“Which payroll calculations, statutory contribution ceilings and employment costs change because the minimum wage changed?”

That is the more useful budgeting question.

4. The Cost Is Not Only Higher Contributions—It Is the Cost of Getting Compliance Wrong

Expanded insurance coverage naturally increases direct employment costs.

Businesses may now need to make statutory contributions for personnel who previously fell outside the relevant system. Minimum wage increases can also affect payroll assumptions and statutory contribution calculations.

But the larger financial concern is accumulated non-compliance.

Under the Law on Social Insurance 2024, delayed or insufficient compulsory social insurance contributions can attract a charge calculated at 0.03% per day on relevant overdue amounts.

That matters because employment liabilities rarely remain static.

A classification problem affecting one worker may appear manageable. The same problem affecting dozens or hundreds of workers over an extended period can become material.

This is particularly important in labor-intensive sectors such as:

  • manufacturing;
  • retail;
  • logistics;
  • hospitality;
  • technology and platform businesses;
  • construction;
  • professional services; and
  • businesses using substantial temporary or outsourced workforces.

The investor lesson

The financial risk is cumulative.

An error that appears small on a monthly payroll can become significant when multiplied across employees and historical periods.

5. Vietnam’s Digitalization Changes the Enforcement Equation

One of the most underestimated developments is not contained in any single contribution percentage.

It is data.

Vietnam is progressively building centralized government databases and integrating administrative information across different regulatory functions.

The Employment Law 2025 forms part of this broader movement toward more systematic labor-market information and registration.

For companies, the practical consequence is significant.

Historically, different government filings could sometimes exist in relatively separate administrative environments.

Increasing digitalization makes inconsistencies easier to identify.

A company may, for example, have:

  • one headcount appearing in payroll records;
  • another reflected in social insurance registrations;
  • consultant payments appearing in tax filings;
  • labor contracts identifying different remuneration;
  • enterprise registration records identifying managers who do not appear in insurance records; and
  • foreign personnel appearing in immigration or work-permit systems.

As government information becomes increasingly interconnected, discrepancies become more visible.

This changes the compliance question

The traditional approach was:

“Is each filing technically correct?”

The better 2026 approach is:

“If the authorities placed our labor, payroll, tax, social insurance, corporate and foreign-worker records next to each other tomorrow, would they reconcile?”

If the answer is uncertain, the company has work to do.

6. Foreign-Invested Enterprises Need to Look at Their Management Structures

This issue deserves particular attention.

Foreign-invested companies frequently have governance structures that do not resemble those of purely domestic businesses.

They may have:

  • expatriate legal representatives;
  • locally appointed directors;
  • parent-company executives serving on subsidiary management bodies;
  • controllers;
  • representatives receiving remuneration offshore;
  • managers receiving no Vietnamese salary; or
  • individuals holding several corporate functions simultaneously.

The expanded social insurance framework makes it important to examine whether individuals occupying management or control positions now fall within compulsory participation requirements.

A company should not assume that the absence of a conventional Vietnamese salary automatically removes the issue.

Investor action point

Foreign-invested enterprises should conduct a management-status review separately from the ordinary employee payroll review.

For each director, legal representative, manager and controller, determine:

  1. the individual’s formal corporate position;
  2. whether an employment relationship also exists;
  3. where remuneration is paid;
  4. whether the person falls within compulsory social insurance;
  5. whether unemployment insurance applies;
  6. whether a work permit or exemption is required; and
  7. whether corporate, employment, tax and insurance records are consistent.

This is a relatively simple exercise that can prevent surprisingly complicated problems later.

7. Foreign Employees: Vietnam Is Streamlining, but Compliance Still Matters

Vietnam also continues to reform the regulatory framework governing foreign workers.

Decree No. 219/2025/ND-CP, effective from August 2025, consolidated and streamlined aspects of the work-permit regime and replaced the earlier framework under Decrees No. 152/2020/ND-CP and 70/2023/ND-CP.

Further reforms have been under consideration in 2026, including measures aimed at making Vietnam more competitive in attracting specialists and highly skilled personnel in strategic sectors.

Potential reforms concerning recognition of foreign-issued health documentation and experience requirements would be commercially welcome, particularly for companies operating in:

  • technology;
  • semiconductor and electronics industries;
  • financial services;
  • advanced manufacturing;
  • infrastructure;
  • renewable and conventional energy; and
  • other high-skill sectors.

However, investors should distinguish between policy direction, draft legislation and rules already in force.

A proposed relaxation should never be treated as available until the relevant legislation has actually been enacted and become effective.

8. The M&A Issue: Employment Compliance Is Now a Due-Diligence Issue

The reforms also have consequences for investors acquiring Vietnamese businesses.

A purchaser conducting due diligence should no longer treat employment review primarily as a check of template labor contracts and major disputes.

The more important questions may be hidden in payroll and workforce classification.

An investor acquiring a company should determine:

  • whether all employees who should participate in compulsory insurance have been registered;
  • whether contractors could be reclassified as employees;
  • whether historical social insurance contributions are complete;
  • whether payroll and personal income tax records reconcile;
  • whether managers and controllers have been treated correctly;
  • whether foreign employees have valid work authorization;
  • whether minimum wage requirements have been observed; and
  • whether historical liabilities have been properly quantified.

Why does this matter?

Because the purchaser may economically inherit the consequences of historical non-compliance even where the relevant conduct occurred before completion.

For M&A transactions, identified exposure should therefore be addressed through appropriate:

  • conditions precedent;
  • pre-closing remediation;
  • purchase-price mechanisms;
  • representations and warranties;
  • specific indemnities; and
  • where appropriate, escrow or retention arrangements.

Employment compliance has become part of transaction valuation.

9. A Practical 30-Day Compliance Plan for Foreign Investors

Companies do not need another 100-page legal memorandum.

They need an implementation plan.

We recommend that foreign-invested enterprises undertake the following exercise during the next 30 days.

Days 1–7: Build the Workforce Map

Prepare one consolidated list covering everyone performing services for the Vietnam business.

Include employees, part-time personnel, short-term personnel, contractors, consultants, managers, controllers, expatriates and outsourced workers.

Do not rely solely on the HR employee list.

Days 8–14: Run the Classification Test

Review the legal and operational relationship for each non-standard worker.

Pay particular attention to individuals described as consultants or independent contractors who in practice work under company direction and supervision.

Identify personnel newly captured by compulsory social insurance or unemployment insurance requirements.

Days 15–20: Reconcile the Data

Compare:

Labor contracts ↔ Payroll ↔ PIT filings ↔ Social insurance filings ↔ Corporate records ↔ Work permits

Investigate every material discrepancy.

Days 21–25: Quantify Exposure

Calculate:

  • missing contributions;
  • potential historical arrears;
  • applicable late-payment amounts;
  • revised contribution ceilings;
  • impact of minimum wage changes; and
  • expected annualized 2026 payroll cost.

Management should understand the financial number—not merely the legal issue.

Days 26–30: Remediate

Correct classifications and registrations where necessary.

Update:

  • labor contracts;
  • contractor templates;
  • payroll software;
  • HR policies;
  • onboarding procedures;
  • manager/director records;
  • work-permit tracking; and
  • internal compliance controls.

Document the remediation exercise.

A documented compliance review can be valuable evidence of responsible corporate governance if questions subsequently arise.

10. Five Questions Every Vietnam CEO or CFO Should Ask This Month

A foreign investor’s senior management should be able to answer five questions:

1. Do we know everybody performing work for our Vietnam business—not merely everybody appearing on payroll?

2. Could any of our consultants or contractors legally be regarded as employees?

3. Have we checked whether directors, managers, controllers and legal representatives are correctly treated for compulsory insurance purposes?

4. Do our payroll, PIT, social insurance, labor-contract and corporate records reconcile?

5. Have we quantified the additional 2026 employment cost and any historical exposure?

If management cannot confidently answer all five, a targeted compliance review is warranted.

11. What Should New Investors Build Into Their Vietnam Business Plan?

Companies entering Vietnam in 2026 should incorporate the new environment into the investment model from the beginning.

Employment compliance should form part of the market-entry workstream alongside licensing, tax, land, corporate structuring and investment incentives.

Before commencing operations, investors should establish:

A. A compliant workforce model

Determine which functions will be performed by employees, expatriates, contractors and outsourced service providers—and test the model legally before implementation.

B. A realistic employment-cost model

Budget not only gross salaries but employer insurance contributions, minimum wage developments, benefits, foreign-worker costs and compliance administration.

C. Integrated payroll and compliance systems

The company’s payroll, tax, insurance and HR systems should be designed to produce consistent data.

D. Contractor controls

No department should be able to engage long-term “consultants” without HR or legal review merely because the individual will not appear on payroll.

E. Foreign-worker planning

Work-permit requirements and exemptions should be analyzed before expatriates commence work, not after they arrive in Vietnam.

12. The Bigger Picture: Vietnam Is Becoming More Investable—and Less Forgiving

Foreign investors should not interpret these developments simply as Vietnam becoming more burdensome for employers.

There is another side to the story.

Vietnam is professionalizing its labor market.

Greater insurance coverage, clearer employment rules, more systematic workforce information and digital government administration are part of the country’s evolution into a more sophisticated investment destination.

For serious long-term investors, regulatory modernization can be positive. Greater transparency and more consistent administration ultimately contribute to a more predictable business environment.

But there is a trade-off.

A more sophisticated regulatory system is also a less forgiving regulatory system.

Business practices that survived because information was fragmented, classifications were rarely tested or administrative systems did not communicate effectively with each other are becoming progressively more difficult to maintain.

That is why the 2025–2026 reforms should not be left exclusively to HR departments.

They belong on the agenda of:

CEOs, CFOs, general counsel, investment committees, compliance officers and M&A teams.

Conclusion: Audit Before the Government Does

Vietnam remains one of Asia’s most attractive destinations for manufacturing, services, technology, infrastructure and long-term foreign investment.

But the country’s employment framework is moving rapidly toward broader coverage, digital administration and stronger enforcement.

The practical response for investors is straightforward:

Map. Classify. Reconcile. Quantify. Remediate.

Map everyone working for the business.

Classify each relationship correctly.

Reconcile employment, tax, payroll and insurance data.

Quantify the financial exposure.

Remediate problems before they become enforcement cases or transaction liabilities.

The companies best positioned for Vietnam’s next phase will not necessarily be those that spend the least on employment compliance.

They will be those that understand the true cost of their workforce, build compliance into their operating model from day one, and identify problems before increasingly sophisticated government systems identify them first.

For foreign investors in Vietnam in 2026, that is no longer simply good HR practice.

It is good investment strategy.

***

For more information on the above, please do not hesitate to contact the author Dr. Oliver Massmann under omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann is the General Director of Duane Morris Vietnam LLC.

Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann – Vietnam leitet eine neue Ära der Unternehmens­transparenz ein: Dekret 296 führt zwingende „Beneficial Ownership“-Look-Through-Regeln ein und verschärft das Regime der Geschäftsaussetzung Legal Alert

Am 23. Juli 2026 erließ die Regierung Vietnams das Dekret Nr. 296/2026/ND-CP („Dekret 296“), das das Dekret Nr. 168/2025/ND-CP über die Unternehmensregistrierung ändert. Mit sofortiger Wirkung und ohne Übergangsfrist gestaltet Dekret 296 das vietnamesische Unternehmensregistrierungsregime grundlegend neu, indem es ein ausgefeiltes Rahmenwerk zur Ermittlung wirtschaftlicher Eigentümer („Beneficial Ownership“) auf Grundlage des letztendlichen natürlichen Eigentümers und Kontrollinhabers einführt und gleichzeitig strengere Grenzen für eine längere Geschäftsaussetzung setzt.

Die bedeutendste Neuerung ist die Einführung eines umfassenden dreistufigen Kaskadentests zur Ermittlung wirtschaftlicher Eigentümer, kombiniert mit einem zwingenden Look-Through-Prinzip, das Unternehmen verpflichtet, die Eigentumsverhältnisse durch sämtliche Ebenen ihrer Unternehmensstruktur bis hin zur letztendlichen natürlichen Person mit Eigentum oder tatsächlicher Kontrolle nachzuvollziehen. Diese Reform bringt Vietnam näher an internationale Standards zur Geldwäschebekämpfung („AML“), Unternehmens­transparenz und wirtschaftlichem Eigentum und hat erhebliche Auswirkungen auf multinationale Unternehmensgruppen, Private-Equity-Strukturen, Familienunternehmen, Treuhandverhältnisse, Nominee-Konstruktionen und andere komplexe Investitionsstrukturen.

I. Wirtschaftliches Eigentum – Ein grundlegender Schritt zu ultimativer Transparenz

1. Vom formalen Anteilseigner zum ultimativen wirtschaftlichen Eigentümer Dekret 296 ersetzt den bisherigen zweistufigen Ansatz durch einen zwingenden dreistufigen Kaskadentest, der nacheinander anzuwenden ist. Ein wirtschaftlicher Eigentümer ist nunmehr eine oder mehrere natürliche Personen, die direkt oder indirekt Eigentum besitzen oder letztlich tatsächliche Kontrolle über ein Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit ausüben, ausgenommen Vertreter staatlichen Kapitals.

Dies bedeutet einen wichtigen konzeptionellen Wandel: Das neue Regime konzentriert sich nicht mehr nur auf die Identifizierung bedeutender Anteilseigner, sondern verlangt die Feststellung, wer letztlich hinter der Eigentumskette steht oder die tatsächliche Entscheidungsgewalt ausübt. Damit wird das internationale Konzept des „Ultimate Beneficial Ownership“ („UBO“) nach FATF-Standards übernommen.

Dieses „Durchschauen des Unternehmensschleiers“ erhöht die Transparenz erheblich und macht mehrschichtige Eigentumsstrukturen für die Behörden wesentlich sichtbarer.

  • Stufe 1 – Eigentumstest (25%) Identifizierung jeder Person, die direkt, indirekt oder kombiniert mindestens 25 % des Gesellschaftskapitals oder der Stimmrechte hält. Wesentliche Neuerungen: (a) Familienaggregation – Familienmitglieder oder vertraglich verbundene Personen, die gemeinsam mindestens 25 % halten, gelten sämtlich als wirtschaftliche Eigentümer. (b) Komplementäre – Jeder persönlich haftende Gesellschafter gilt automatisch als wirtschaftlicher Eigentümer. (c) Erweiterter Begriff des indirekten Eigentums – umfasst nun auch Treuhand- und Nominee-Strukturen.
  • Stufe 2 – Kontrolltest Falls keine Person die Eigentumsschwelle erfüllt oder nachweislich nicht der tatsächliche wirtschaftliche Eigentümer ist, wird geprüft, ob eine Person Kontrolle ausübt (z. B. Bestellung/Abberufung von Organmitgliedern, Änderung der Satzung, Festlegung von Finanz- oder Investitionspolitik).
  • Stufe 3 – Rückgriff auf Geschäftsleitung Falls weder Eigentum noch Kontrolle eine Person identifizieren, ist die ranghöchste geschäftsführende Person zu benennen.

2. Zwingende Look-Through-Analyse Unternehmen müssen jede Ebene der Eigentumsstruktur durchleuchten, bis die letztendliche natürliche Person festgestellt ist. Dies erhöht die Sorgfaltspflichten insbesondere für multinationale Gruppen, Private Equity, Familienbüros, Treuhand- und Nominee-Strukturen.

3. Zwingende sequenzielle Erklärung Die Erklärung der wirtschaftlichen Eigentümer hat zwingend in der Reihenfolge Stufe 1 → Stufe 2 → Stufe 3 zu erfolgen.

II. Vorübergehende Geschäftsaussetzung – Deutlich verschärfte Compliance

1. Neue maximale Aussetzungsdauer Die Gesamtdauer aufeinanderfolgender Geschäftsaussetzungen darf nun 24 Monate nicht überschreiten (zuvor unbegrenzt).

2. Zwingende Bestätigung der Wiederaufnahme Innerhalb von fünf Arbeitstagen nach Ablauf der Aussetzung muss der gesetzliche Vertreter die Wiederaufnahme bestätigen und die Erfüllung aller Registrierungspflichten über das nationale Informationssystem erklären. Bei Verstößen droht die Entziehung der Unternehmensregistrierungsurkunde.

3. Übergangsregeln Die 24-Monats-Grenze gilt rückwirkend. Unternehmen, die bereits länger ausgesetzt sind, können keine weitere Verlängerung beantragen.

III. Praktische Auswirkungen für Investoren und Unternehmen

Die Reformen stellen eine der bedeutendsten Initiativen Vietnams zur Unternehmens­transparenz in den letzten Jahren dar. Die Einführung der zwingenden Look‑Through‑Analyse erhöht die Compliance‑Anforderungen erheblich, insbesondere für Unternehmen mit komplexen Eigentumsstrukturen.

Ausländisch investierte Unternehmen, multinationale Gruppen, Investmentfonds, Familienunternehmen und Gesellschaften mit zwischengeschalteten Holdinggesellschaften müssen künftig mit deutlich umfangreicheren Prüfungen der wirtschaftlichen Eigentümer rechnen.

Die neuen Familienaggregationsregeln können dazu führen, dass mehrere wirtschaftliche Eigentümer meldepflichtig werden, selbst wenn kein einzelner Anteilseigner unabhängig 25 % hält.

Ebenso bedeutsam ist die ausdrückliche Anerkennung, dass wirtschaftliches Eigentum nicht allein durch rechtliches Eigentum bestimmt wird, sondern auch durch tatsächliche Kontrolle. Damit nähert sich Vietnam den international anerkannten AML‑ und Transparenzprinzipien weiter an.

IV. Empfohlene Maßnahmen

Unternehmen – insbesondere solche mit ausländischer Beteiligung, mehrschichtigen Eigentumsstrukturen oder familiengeführten Geschäftsmodellen – sollten umgehend:

  1. Bestehende Erklärungen überprüfen – Abgleich mit dem neuen dreistufigen Kaskadentest und ggf. Aktualisierung der Registrierungsunterlagen.
  2. Familien- und Vertragsbeziehungen analysieren – Feststellen, ob Aggregation zu mehreren meldepflichtigen Eigentümern führt.
  3. Umfassende Look-Through-Prüfung durchführen – Alle Ebenen der Eigentumsstruktur einschließlich Holdings, Treuhand‑ und Nominee‑Konstruktionen prüfen.
  4. Governance-Regelungen überprüfen – Feststellen, ob Einzelpersonen über Kontrollrechte als wirtschaftliche Eigentümer gelten.
  5. Aussetzungsfristen überwachen – Sicherstellen, dass die Gesamtdauer 24 Monate nicht überschreitet, und interne Verfahren für die rechtzeitige Bestätigung der Wiederaufnahme etablieren.

Schlussfolgerung

Dekret 296 markiert eine entscheidende Weiterentwicklung des vietnamesischen Transparenzrahmens. Die Einführung eines zwingenden dreistufigen Regimes zur Ermittlung wirtschaftlicher Eigentümer, kombiniert mit Look‑Through‑Pflichten und der Anerkennung tatsächlicher Kontrolle, signalisiert einen klaren Politikwechsel: weg von der Identifizierung nomineller Anteilseigner hin zur Feststellung der natürlichen Personen, die Unternehmen tatsächlich besitzen oder kontrollieren.

Damit rückt Vietnam deutlich näher an internationale Best Practices zu Transparenz, Geldwäscheprävention und Corporate Governance. Für viele Unternehmen – insbesondere ausländisch investierte Gesellschaften und solche mit komplexen Holdingstrukturen – wird Compliance kein bloßer Formalakt mehr sein, sondern eine substanzielle rechtliche Analyse von Eigentumsketten, Governance‑Regelungen, Familienbeziehungen und Kontrollrechten erfordern.

Unternehmen, die ihre Strukturen proaktiv überprüfen und ihre Erklärungen aktualisieren, sind am besten positioniert, die neuen regulatorischen Erwartungen zu erfüllen und künftige Risiken zu minimieren.

Für Rückfragen oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Oliver Massmann (Architect of Market Access) unter omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.

Vietnam Introduces a New Era of Corporate Transparency: Decree 296 Establishes Mandatory Beneficial Ownership Look-Through Rules and Tightens Business Suspension Regime

On 23 July 2026, the Government of Vietnam issued Decree No. 296/2026/ND-CP (“Decree 296”), amending Decree No. 168/2025/ND-CP on enterprise registration. Effective immediately upon issuance, with no transitional grace period, Decree 296 fundamentally reshapes Vietnam’s enterprise registration regime by introducing a sophisticated beneficial ownership framework based on ultimate natural-person ownership and control, while simultaneously imposing stricter limits on prolonged business suspension.

The most significant development is Vietnam’s adoption of a comprehensive three-tier cascading beneficial ownership identification test combined with a mandatory look-through principle requiring enterprises to trace ownership through every layer of their corporate structure until the ultimate natural person exercising ownership or actual control is identified. The reform aligns Vietnam more closely with international anti-money laundering (“AML”), corporate transparency and beneficial ownership standards and will have significant implications for multinational groups, private equity structures, family businesses, trusts, nominee arrangements and other complex investment structures.

I. Beneficial Ownership – A Fundamental Shift Towards Ultimate Transparency

1. From Formal Shareholding to Ultimate Beneficial Ownership

Decree 296 replaces the previous two-factor approach with a mandatory three-tier cascading test that must be applied sequentially.

A beneficial owner is now defined as one or more natural persons who directly or indirectly own or ultimately exercise actual control over an enterprise with legal personality, excluding persons representing State capital.

This represents an important conceptual shift.

The new regime no longer focuses merely on identifying significant shareholders. Instead, it requires enterprises to determine who ultimately stands behind the ownership chain or exercises real decision-making power, reflecting the international concept of Ultimate Beneficial Ownership (“UBO”) adopted by FATF standards and increasingly implemented worldwide.

This “look beyond the corporate veil” approach significantly increases transparency and makes multilayered ownership structures substantially more visible to the authorities.

Tier 1 – Ownership Test (25%)

The first step requires identifying any individual who directly, indirectly, or through a combination of both methods owns 25% or more of charter capital or voting shares.

Decree 296 introduces several important innovations.

(a) Family Group Aggregation

One of the most noteworthy changes is the introduction of a family aggregation rule.

Where family members (as defined under Article 4.22 of the Enterprise Law) or persons connected through contractual arrangements collectively own at least 25%, every individual within that group becomes a beneficial owner.

This is a significant departure from the previous approach, which focused primarily on individual ownership percentages.

Consequently, family-owned enterprises will frequently have multiple declared beneficial owners even where no single individual individually reaches the 25% threshold.

(b) General Partners

Every general partner in a partnership automatically qualifies as a beneficial owner regardless of capital contribution.

(c) Broader Concept of Indirect Ownership

Indirect ownership now includes ownership through organizations or other legal arrangements, replacing the narrower previous concept limited to ownership through organizations.

This broader wording captures structures involving trusts, nominee arrangements and similar legal vehicles.

Tier 2 – Control Test

Where no individual satisfies the ownership threshold—or where evidence demonstrates that the Tier 1 individual is not the true beneficial owner—the enterprise must proceed to the second tier.

Control exists where an individual possesses one or more rights to:

  • appoint or remove the majority or all members or chairperson of the Board of Directors or Members’ Council or the General Director;
  • amend the company’s charter;
  • determine organizational structure;
  • decide financial, investment or operational policies; or
  • approve enterprise reorganization or dissolution.

Importantly, Decree 296 expressly recognises that formal ownership may not always reflect actual control, thereby allowing authorities to identify the individual exercising genuine influence over the enterprise.

Tier 3 – Senior Management Fallback

Where neither ownership nor control identifies an individual, the enterprise must declare the senior managing individual having the greatest authority to act on behalf of the enterprise (excluding State capital representatives).

Accordingly, every enterprise will ultimately be required to identify and declare at least one beneficial owner.

2. Mandatory Look-Through Analysis

Perhaps the most significant innovation introduced by Decree 296 is the statutory look-through obligation.

Enterprises are now expressly required to examine every level of the ownership structure until the ultimate natural person exercising ownership or actual control is identified.

Where ownership passes through a legal arrangement recognised under Vietnam’s AML legislation, the beneficial owner of that arrangement must be determined under the AML rules.

This requirement significantly increases due diligence obligations for:

  • multinational corporate groups;
  • private equity funds;
  • investment holding companies;
  • family offices;
  • trusts;
  • nominee structures; and
  • cross-border investment vehicles.

Simple shareholder registers will no longer be sufficient where ownership extends through multiple intermediate entities.

3. Mandatory Sequential Declaration Process

Decree 296 also codifies a mandatory declaration sequence.

Enterprises must declare beneficial owners in the following order:

Step 1: Individuals satisfying the Tier 1 ownership test.

Step 2: If Tier 1 is unavailable or evidence shows the declared person is not the true beneficial owner, individuals satisfying the Tier 2 control test.

Step 3: If neither Tier 1 nor Tier 2 applies, the most senior managing individual.

This sequential methodology leaves little discretion for enterprises and creates a clear compliance roadmap.

II. Temporary Business Suspension – Significant Tightening of Compliance

1. New Maximum Consecutive Suspension Period

Decree 296 also introduces an important limitation on business suspension.

Previously, each suspension notification could not exceed twelve months, but enterprises could repeatedly extend suspensions without any express overall limitation.

That practice now ends.

Although each notification remains limited to twelve months, the aggregate consecutive suspension period may not exceed twenty-four months.

This prevents enterprises from remaining inactive indefinitely while maintaining enterprise registration.

2. Mandatory Confirmation of Business Resumption

Another major procedural change is the introduction of a mandatory business resumption confirmation.

Within five working days after expiry of the notified suspension period, the legal representative must:

  • confirm business resumption; and
  • certify that all enterprise registration obligations have been fulfilled,

through the National Enterprise Registration Information System.

Failure to do so initiates an escalating enforcement process.

Within ten working days thereafter, the provincial business registration authority must issue a written request for a report under Article 216(1)(c) of the Enterprise Law while simultaneously notifying the tax authority.

If the enterprise fails to submit the required report within six months, the Enterprise Registration Certificate may be revoked.

Importantly, enterprises remain obliged to notify or register changes to enterprise registration information throughout the suspension period.

3. Transitional Rules

The new twenty-four-month cap applies retrospectively.

Accordingly:

  • enterprises already under suspension must include previous suspension periods when calculating the twenty-four-month limit;
  • enterprises already exceeding twenty-four consecutive months cannot obtain further suspension once the current notified period expires.

The new business resumption confirmation requirement applies only to suspension notices submitted after Decree 296 became effective.

III. Practical Implications for Investors and Businesses

The reforms represent one of Vietnam’s most significant corporate transparency initiatives in recent years.

The introduction of mandatory look-through analysis substantially increases compliance expectations, particularly for enterprises with sophisticated ownership arrangements.

Foreign-invested enterprises, multinational groups, investment funds, family-owned businesses and enterprises using intermediary holding companies should expect considerably more extensive beneficial ownership analysis than previously required.

The new family aggregation rules may result in multiple beneficial owners being reportable even where no individual shareholder independently owns 25%.

Equally significant is the explicit recognition that beneficial ownership is not determined solely by legal ownership but also by actual control, bringing Vietnam closer to internationally accepted AML and corporate transparency principles.

IV. Recommended Actions

Enterprises, particularly those with foreign investment, multi-layered ownership structures or family-controlled businesses, should promptly:

  1. Review existing beneficial ownership declarations against the new mandatory three-tier cascading test and update enterprise registration filings where necessary.
  2. Analyze family relationships and contractual arrangements among shareholders to determine whether aggregation results in multiple reportable beneficial owners.
  3. Conduct a comprehensive look-through review of all ownership layers—including holding companies, trusts, nominee arrangements and other legal structures—to identify the ultimate natural person exercising ownership or actual control.
  4. Review governance arrangements to determine whether any individual may qualify as a beneficial owner through control rights rather than ownership.
  5. Monitor suspension periods carefully to ensure the aggregate consecutive suspension period does not exceed twenty-four months and establish internal procedures for timely submission of the mandatory business resumption confirmation.

Conclusion

Decree 296 marks a decisive evolution in Vietnam’s corporate transparency framework. The introduction of a mandatory three-tier beneficial ownership regime, combined with statutory look-through obligations and recognition of ultimate actual control, signals a clear policy shift from identifying nominal shareholders to identifying the natural persons who genuinely own or control enterprises. This brings Vietnam significantly closer to international best practices on beneficial ownership transparency, anti-money laundering compliance and corporate governance.

For many enterprises, particularly foreign-invested companies and businesses operating through complex domestic or cross-border holding structures, compliance will no longer be a simple filing exercise. It will require a substantive legal analysis of ownership chains, governance arrangements, family relationships and control rights. Companies that proactively review their ownership structures and update their beneficial ownership declarations will be best positioned to meet the new regulatory expectations and minimize future compliance risks.

Please do not hesitate to contact Dr. Oliver Massmann (the architect of market access) under omassmann@duanemorris.com if you have any questions or require further information regarding the above. Dr. Oliver Massmann is the General Director of Duane Morris Vietnam LLC.

Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann -VIETNAM – COUNTDOWN ZUM STATUS ALS SCHWELLENMARKT

Vietnam’s historische Neuklassifizierung steht kurz davor, die globalen Kapitalflüsse neu zu gestalten Von Dr. Oliver Massmann Partner & Generaldirektor, Duane Morris Vietnam LLC – Der Architekt des Marktzugangs

Geschichte steht kurz davor, geschrieben zu werden

Jede Generation erlebt einige wenige Momente, die den wirtschaftlichen Kurs einer Nation dauerhaft verändern. Für Japan war es das industrielle Nachkriegswunder. Für Südkorea und Taiwan ihr Aufstieg zu globalen Produktionsmächten. Für China der WTO-Beitritt. Jüngst zeigte Kuwait, wie eine Marktklassifizierung eine neue Ära internationalen Kapitals eröffnen kann. Vietnam steht nun an der Schwelle zu seinem eigenen entscheidenden Moment.

Im September 2026 wird allgemein erwartet, dass FTSE Russell Vietnam von einem Frontier Market zu einem Emerging Market hochstuft. Auch wenn die formale Ankündigung noch aussteht, hat die Bedeutung dieses erwarteten Meilensteins bereits in der globalen Investmentgemeinschaft Widerhall gefunden.

Dies ist nicht einfach ein weiterer Meilenstein für die vietnamesische Börse. Es ist potenziell der Beginn einer der bedeutendsten Umschichtungen internationalen Kapitals nach Südostasien in den letzten Jahrzehnten. Der Countdown hat begonnen.

Globales Kapital macht sich bereits auf den Weg

Der klarste Hinweis darauf, dass etwas Außergewöhnliches geschieht, findet sich nicht in Schlagzeilen – sondern im Verhalten der größten Investoren der Welt.

Nach Angaben der Staatlichen Wertpapierkommission Vietnams haben führende internationale Finanzinstitutionen – darunter Vanguard, Blackstone, UBS und Morgan Stanley – bereits viele der technischen Vorkehrungen abgeschlossen, die für effiziente Investitionen in den vietnamesischen Wertpapiermarkt erforderlich sind.

Genau so verhält sich institutionelles Kapital. Große Vermögensverwalter warten nicht, bis Chancen offensichtlich werden. Sie bereiten sich leise vor. Handelssysteme werden verbunden. Depotvereinbarungen abgeschlossen. Juristische Dokumentationen fertiggestellt. Investmentausschüsse aktualisieren ihre Allokationsmodelle. Risikomanagement-Abteilungen kalibrieren die Länderexponierung neu.

Wenn die Finanzschlagzeilen eine neue Gelegenheit verkünden, haben sich die anspruchsvollsten Investoren oft schon monatelang vorbereitet. Vietnam nähert sich nun genau einem solchen Moment.

Eine Markt-Neuklassifizierung – nicht nur ein Upgrade

Viele Beobachter bezeichnen die erwartete FTSE-Entscheidung als „Markt-Upgrade“. Diese Beschreibung unterschätzt ihre Bedeutung. In Wahrheit handelt es sich um eine Markt-Neuklassifizierung.

Der Unterschied ist entscheidend. Eine Neuklassifizierung verändert die Sichtweise der globalen Investmentindustrie auf ein ganzes Land. Frontier Markets nehmen nur eine kleine Ecke institutioneller Portfolios ein. Emerging Markets hingegen bilden eine Kernanlageklasse für Pensionsfonds, Staatsfonds, Versicherungen, Stiftungen und globale Vermögensverwalter.

Der Unterschied ist tiefgreifend. Vietnam bewegt sich von einem optionalen Investitionsziel hin zu einem Markt, den viele globale Investoren schlicht nicht mehr ignorieren können.

Die Mechanik des globalen Kapitals

Internationales Kapital folgt Regeln. Viele der größten Investmentfonds der Welt sind an anerkannte globale Indizes gebunden. Wenn sich die Indexzusammensetzung ändert, ändern sich die Portfolioallokationen.

Passive Anlagevehikel, die FTSE Emerging Market Indizes abbilden, werden automatisch eine Exponierung gegenüber vietnamesischen Aktien benötigen. Das ist nur der Anfang.

Die Geschichte zeigt immer wieder, dass passiven Zuflüssen deutlich größere Allokationen aktiver institutioneller Investoren folgen, die ihre Benchmarks übertreffen wollen. Für viele internationale Portfoliomanager wird Vietnam nicht länger als Frontier-Chance analysiert. Es wird Teil einer Mainstream-Strategie für Schwellenmärkte.

Dieser strukturelle Wandel hat Auswirkungen, die weit über die Börse hinausreichen.

Warum Vietnam genau zur richtigen Zeit kommt

Das erwartete Upgrade erfolgt vor einem der stärksten makroökonomischen Hintergründe Asiens. Vietnam vereint Eigenschaften, die selten zusammen auftreten:

  • Eine junge und zunehmend qualifizierte Arbeitnehmerschaft
  • Politische Stabilität
  • Stetiges Wirtschaftswachstum
  • Rasante Industrialisierung
  • Wachsenden Konsum der Mittelschicht
  • Eine global wettbewerbsfähige Produktionsbasis
  • Einen zunehmend ausgereiften Bankensektor
  • Strenge fiskalische Disziplin

Und vielleicht am wichtigsten: Vietnam ist zu einem der Hauptprofiteure der globalen Diversifizierung von Lieferketten geworden.

Während multinationale Unternehmen weiterhin „China Plus One“-Strategien verfolgen, hat sich Vietnam als einer der bevorzugten Produktions- und Investitionsstandorte weltweit etabliert.

Das erwartete FTSE-Upgrade spiegelt daher nicht nur regulatorische Reformen wider, sondern auch die Transformation der wirtschaftlichen Fundamentaldaten Vietnams.

Die rechtliche Grundlage ist geschaffen

Kapital sucht zunächst Sicherheit, bevor es Rendite sucht. In den vergangenen zehn Jahren hat Vietnam eines der ambitioniertesten Programme zur rechtlichen und regulatorischen Modernisierung in der Region umgesetzt.

Umfassende Verpflichtungen im Rahmen des EVFTA, CPTPP, RCEP und anderer internationaler Abkommen haben das Vertrauen der Investoren erheblich gestärkt. Gleichzeitig hat die Regierung die Regulierung des Wertpapierhandels, die Abwicklungsinfrastruktur und den Zugang für ausländische Investoren weiter modernisiert.

Die geplante Umsetzung des Rundschreibens Nr. 08 stellt einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung internationaler Best Practice dar, indem sie den Handel über globale Broker-Netzwerke erleichtert und die operativen Hürden für institutionelle Investoren reduziert.

Diese Entwicklungen senden eine klare Botschaft: Vietnam zieht nicht nur internationales Kapital an. Es baut aktiv die rechtliche Architektur auf, die erforderlich ist, um dieses Kapital langfristig zu sichern.

Über Aktien hinaus: Warum jeder Investor aufmerksam sein sollte

Die Folgen des Schwellenmarkt-Status reichen weit über börsennotierte Aktien hinaus.

  • Tiefere Kapitalmärkte senken Finanzierungskosten.
  • Sie ermöglichen größere Infrastrukturprojekte.
  • Sie stimulieren Fusionen und Übernahmen.
  • Sie fördern Private-Equity-Investitionen.
  • Sie verbessern Exit-Möglichkeiten für Risikokapital.
  • Sie stärken Corporate Governance.
  • Sie erleichtern Privatisierungen.
  • Sie erweitern den Zugang zu internationalen Schuldenmärkten.
  • Am wichtigsten: Sie verstärken ausländische Direktinvestitionen.

Moderne Kapitalmärkte und ausländische Direktinvestitionen stehen nicht im Wettbewerb. Sie beschleunigen einander.

Die nächste große Chance

Die erwartete FTSE-Neuklassifizierung sollte nicht als Endpunkt betrachtet werden. Sie ist das erste Kapitel einer viel größeren Geschichte.

Das nächste strategische Ziel Vietnams wird naturgemäß der MSCI Emerging Market Status sein. Fortgesetzte Reformen – einschließlich weiterer Verbesserungen der Marktzugänglichkeit und einer durchdachten Liberalisierung verbleibender Beschränkungen für ausländisches Eigentum – würden die Wettbewerbsfähigkeit Vietnams in globalen Portfolios weiter steigern.

Die Richtung ist eindeutig. Die Dynamik ist real.

Wohin das kluge Kapital blickt

Institutionelle Investoren werden sich wahrscheinlich auf Sektoren konzentrieren, die von strukturellem Wachstum profitieren, anstatt auf kurzfristige Spekulation. Dazu gehören:

  1. Bankwesen und Finanzdienstleistungen
  2. Wertpapierfirmen
  3. Industrieparks und Logistik
  4. Fertigungs- und Exportchampions
  5. Erneuerbare Energien und Energieinfrastruktur
  6. Digitale Technologien und künstliche Intelligenz
  7. Gesundheitswesen und Pharma
  8. Konsumgüter und Einzelhandel
  9. Transport und Infrastruktur

Viele dieser Sektoren profitieren gleichzeitig von steigender Inlandsnachfrage, zunehmenden Auslandsinvestitionen und tieferen Kapitalmärkten.

Das Investitionsfenster schließt sich

Die Finanzgeschichte lehrt eine einfache Lektion: Die größten Renditen entstehen oft, bevor eine strukturelle Transformation vollständig erkannt wird.

Sobald Kapitalflüsse verpflichtend werden, beginnen sich Bewertungen anzupassen. Liquidität steigt. Analystenabdeckung nimmt zu. Risikoprämien sinken. Die Chance verschiebt sich allmählich von Entdeckung zu Teilnahme.

Deshalb konzentrieren sich anspruchsvolle Investoren auf das Timing. Nicht auf das Timing des Marktes. Sondern auf das Timing des strukturellen Wandels.

Vietnams Ära als Schwellenmarkt beginnt

Die erwartete Entscheidung von FTSE Russell bedeutet weit mehr als internationale Anerkennung. Sie spiegelt Jahrzehnte der Reform wider. Sie bestätigt Vietnams bemerkenswerte wirtschaftliche Transformation. Und sie signalisiert den Beginn einer neuen Beziehung zwischen Vietnam und dem globalen Kapital.

Für internationale Investoren stellt sich nicht mehr die Frage, ob Vietnam Aufmerksamkeit verdient. Sondern ob sie sich positionieren, bevor eine der dynamischsten Volkswirtschaften Asiens in die Portfolios der größten institutionellen Investoren der Welt aufgenommen wird.

Die Geschichte kündigt sich selten im Voraus an. Diesmal tut sie es. Der Countdown hat bereits begonnen. Die Welt schaut zu. Globales Kapital bereitet sich vor. Und Vietnam ist bereit.

Über den Autor

Dr. Oliver Massmann ist Partner & Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC. Seit mehr als 25 Jahren berät er multinationale Unternehmen, Finanzinstitutionen, Investmentfonds und Regierungen zu Auslandsinvestitionen, Kapitalmärkten, Fusionen und Übernahmen, Projektfinanzierungen und Marktzugang in Vietnam. Er gilt weithin als „Architekt des Marktzugangs“ für seine Pionierarbeit bei der Gestaltung des rechtlichen und investitionsbezogenen Rahmens Vietnams.

Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann -Vietnams Stromsystem wird neu aufgebaut: Erste Netzbatterie signalisiert historischen Energieschritt

Der Energiemarkt Vietnams ist in eine entscheidende neue Phase eingetreten. Eine Reihe bedeutender Entwicklungen der letzten Wochen zeigt, dass das Land nicht mehr ausschließlich auf den Ausbau der Erzeugungskapazität setzt – sondern nun systematisch die Infrastruktur, den regulatorischen Rahmen und das Investitionsumfeld für eine der ambitioniertesten Energietransformationen Asiens aufbaut.

Im Zentrum dieser Entwicklungen steht die erfolgreiche Inbetriebnahme des ersten großskaligen, netzgekoppelten Batteriespeichersystems (BESS) Vietnams – ein wichtiger Meilenstein bei der Modernisierung des nationalen Elektrizitätssystems.

Ein historischer Meilenstein: Vietnams erste großskalige Netzbatterie

EVN Hanoi hat offiziell das erste Pilotprojekt für ein BESS im Versorgungsmaßstab über fünf 110‑kV‑Umspannwerke in Hanoi in Betrieb genommen.

Das Projekt umfasst:

  1. 50 MW / 100 MWh Gesamtspeicherkapazität,
  2. fünf einzelne Batteriesysteme à 10 MW / 20 MWh,
  3. Einsatz an den Umspannwerken Bac Thang Long, Quang Minh, Sai Dong 2, Phung Xa und Thanh Oai.

Die Batteriesysteme speichern Strom in Zeiten geringer Nachfrage und geben ihn während Spitzenlastzeiten ab – dies verbessert die Flexibilität, Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit des Netzes erheblich.

Dies ist weit mehr als eine technische Demonstration. Es ist der erste praktische Schritt Vietnams zur Integration sehr großer Mengen erneuerbarer Energie in das nationale Stromsystem.

Vietnam bereitet sich auf das Zeitalter der Speicherung vor

Der Erfolg der erneuerbaren Energien hat eine neue Herausforderung geschaffen: die bekannte „Duck Curve“.

  1. Überfluss an Strom zur Mittagszeit,
  2. rascher Rückgang der Solarproduktion nach Sonnenuntergang,
  3. während die Nachfrage am Abend ihren Höhepunkt erreicht.

Der nationale Stromverbrauch steigt weiterhin mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit. In den ersten sieben Monaten 2026:

  • Stromverbrauch überstieg 203 Mrd. kWh,
  • Nachfrage stieg um 9,3 % gegenüber dem Vorjahr,
  • Spitzenlast erreichte einen Rekordwert von 58,4 GW.

Um die Wachstumsziele der Regierung zu unterstützen, muss die Stromerzeugung im restlichen Jahr um fast 12 % steigen. Batteriespeicherung wird daher unverzichtbar.

Der überarbeitete Stromentwicklungsplan verlangt nun, dass viele neue Solarprojekte im Versorgungsmaßstab BESS mit mindestens 10 % der installierten Kapazität und einer Speicherdauer von mindestens zwei Stunden installieren.

Solar tritt in seine zweite Generation ein

Die erste Phase war geprägt von schnellem Kapazitätsausbau durch attraktive Einspeisetarife. Die zweite Phase konzentriert sich auf:

  • Netzintegration,
  • Speicherung,
  • flexible Nachfrage,
  • digitales Netzmanagement,
  • direkte Stromlieferverträge (DPPA),
  • Dekarbonisierung von Industrie und Gewerbe.

Samsung Electronics hat kürzlich eine 28‑MWp‑Solaranlage auf den Dächern seines Produktionskomplexes in Ho‑Chi‑Minh‑City unter dem privaten DPPA‑Mechanismus Vietnams eingeweiht. Das Projekt erzeugt jährlich über 40 GWh und reduziert rund 26.000 Tonnen CO₂.

Dies zeigt, dass multinationale Hersteller zunehmend erneuerbare Energien finanzieren – nicht wegen Subventionen, sondern weil globale Lieferketten kohlenstoffarme Produktion verlangen.

Das Netz wird zur neuen Investitionsgeschichte

Während die Erzeugungskapazität schnell gewachsen ist, identifizieren Entscheidungsträger die Übertragungsinfrastruktur zunehmend als Engpass. Das Ministerium für Industrie und Handel legt daher großen Wert auf:

  • beschleunigte Investitionen in die Übertragung,
  • Modernisierung des Netzbetriebs,
  • Integration von Batteriespeichern,
  • schnellere Genehmigungsverfahren,
  • großskalige Solarprojekte unter neuem Rechtsrahmen.

Dies schafft Chancen für Investoren in:

  • Netzinfrastruktur,
  • Übertragungsanlagen,
  • Energiespeicherung,
  • digitales Netzmanagement,
  • intelligente Umspannwerke,
  • Leistungselektronik.

Kernenergie bewegt sich von der Planung zur Umsetzung

EVN hat die Prioritäten für das 2,4‑GW‑Kernkraftwerk Ninh Thuan 1 vorgestellt:

  • Aufbau eines modernen Regulierungsrahmens,
  • Einrichtung einer Projektsteuerung,
  • Entwicklung von Fachkräften,
  • internationaler Technologietransfer,
  • Öffentlichkeitsarbeit,
  • Koordination von Flächenräumung und Umsiedlung.

Dies zeigt Vietnams Entschlossenheit, Kernenergie nach internationalen Sicherheitsstandards umzusetzen und gleichzeitig eigene Expertise aufzubauen.

Investoren strömen weiterhin in den Markt für erneuerbare Energien

M&A‑Transaktionen im Bereich erneuerbare Energien stiegen von ca. 20 Mio. USD im Jahr 2024 auf rund 747 Mio. USD im Jahr 2025. Internationale Investoren aus Singapur, Thailand, Japan, den Philippinen und zunehmend China erwerben weiterhin Anlagen – ein Zeichen für starkes Vertrauen in den vietnamesischen Strommarkt.

Regulatorische Reformen schreiten schnell voran

Neue Entwicklungen umfassen:

  • neue Regeln zur Investorenwahl,
  • Überarbeitung der Stromsicherheitsvorschriften,
  • Verfeinerung der BOT‑Preisgestaltung,
  • Umsetzung von DPPA,
  • verbesserte BESS‑Regulierung,
  • Optimierung der Investitionsverfahren.

Kernenergieprojekte folgen einem speziellen Auswahlmechanismus – Ausdruck ihrer strategischen Bedeutung.

Ausblick

Vietnam baut nun ein integriertes Stromökosystem, in dem erneuerbare Energien, Batteriespeicher, moderne Übertragungsnetze, Kernkraft und Marktmechanismen zusammenwirken.

Die Inbetriebnahme des ersten großskaligen BESS ist daher weit mehr als ein Pilotprojekt. Es ist ein klares Signal, dass Vietnam begonnen hat, ein flexibles, widerstandsfähiges und kohlenstoffarmes Stromsystem aufzubauen – Grundlage für jahrzehntelanges Wirtschaftswachstum und attraktive Chancen für langfristige Investitionen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Autor Dr. Oliver Massmann unter omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.

VIETNAM-COUNTDOWN TO EMERGING MARKET STATUS

Vietnam’s Historic Reclassification Is About to Reshape Global Capital Flows

History Is About to Be Written

Every generation witnesses a handful of moments that permanently alter the trajectory of a nation’s economy.

For Japan, it was the post-war industrial miracle. For South Korea and Taiwan, it was their emergence as global manufacturing powerhouses. For China, it was WTO accession. More recently, markets such as Kuwait demonstrated how a change in market classification can unlock a new era of international capital.

Vietnam now stands on the threshold of its own defining moment.

In September 2026, FTSE Russell is widely expected to upgrade Vietnam from a Frontier Market to an Emerging Market. While the formal announcement remains pending, the significance of this anticipated milestone has already reverberated across the global investment community.

This is not simply another milestone for Vietnam’s stock exchange.

It is the potential beginning of one of the most significant reallocations of international capital into Southeast Asia in recent decades.

The countdown has begun.

Global Capital Is Already Packing Its Bags

The clearest indication that something extraordinary is happening is not found in headlines—it is found in the behaviour of the world’s largest investors.

According to Vietnam’s State Securities Commission, leading international financial institutions—including Vanguard, Blackstone, UBS and Morgan Stanley—have already completed many of the technical arrangements necessary to invest efficiently in Vietnam’s securities market.

This is exactly how institutional capital behaves.

Large asset managers do not wait until opportunities become obvious.

They prepare quietly.

Trading systems are connected.

Custody arrangements are finalised.

Legal documentation is completed.

Investment committees update their allocation models.

Risk departments recalibrate country exposure.

By the time financial headlines announce a new opportunity, sophisticated investors have often been preparing for months.

Vietnam is now approaching precisely such a moment.

A Market Reclassification—Not Merely a Market Upgrade

Many observers describe the anticipated FTSE decision as a “market upgrade.”

That description understates its importance.

This is, in reality, a market reclassification.

The distinction matters.

A reclassification changes how the global investment industry views an entire country.

Frontier markets occupy only a small corner of institutional portfolios.

Emerging markets form a core asset class for pension funds, sovereign wealth funds, insurance companies, endowments and global asset managers.

The difference is profound.

Vietnam is moving from being an optional investment destination to becoming a market that many global investors simply cannot afford to ignore.

The Mechanics of Global Capital

International capital follows rules.

Many of the world’s largest investment funds are benchmarked against recognised global indices.

When index composition changes, portfolio allocations change.

Passive investment vehicles tracking FTSE Emerging Market indices will automatically require exposure to Vietnamese equities.

That is only the beginning.

History consistently demonstrates that passive inflows are followed by substantially larger allocations from active institutional investors seeking to outperform their benchmarks.

For many international portfolio managers, Vietnam will no longer be analysed as a frontier opportunity.

It will become part of mainstream emerging-market investment strategy.

This structural shift has implications extending well beyond the stock exchange.

Why Vietnam Is Arriving at Exactly the Right Time

The anticipated upgrade is occurring against one of the strongest macroeconomic backdrops in Asia.

Vietnam combines characteristics rarely found together.

A young and increasingly skilled workforce.

Political stability.

Consistent economic growth.

Rapid industrialisation.

Expanding middle-class consumption.

A globally competitive manufacturing base.

An increasingly sophisticated banking sector.

Strong fiscal discipline.

And perhaps most importantly, Vietnam has become one of the principal beneficiaries of the global diversification of supply chains.

As multinational corporations continue to pursue “China Plus One” strategies, Vietnam has emerged as one of the world’s preferred manufacturing and investment destinations.

The anticipated FTSE upgrade therefore reflects not only regulatory reform, but also the transformation of Vietnam’s economic fundamentals.

The Legal Foundation Has Been Built

Capital seeks certainty before it seeks returns.

Over the past decade, Vietnam has undertaken one of the most ambitious programmes of legal and regulatory modernisation in the region.

Comprehensive commitments under the EVFTA, CPTPP, RCEP and other international agreements have significantly strengthened investor confidence.

At the same time, the government has continued to modernise securities regulation, settlement infrastructure and foreign investor access.

The planned implementation of Circular No. 08 represents another important step towards international best practice by facilitating trading through global brokerage networks and reducing operational barriers for institutional investors.

These developments send a powerful message.

Vietnam is not merely attracting international capital.

It is actively building the legal architecture required to sustain it.

Beyond Equities: Why Every Investor Should Pay Attention

The consequences of emerging-market status extend far beyond listed shares.

Deeper capital markets lower financing costs.

They support larger infrastructure projects.

They stimulate mergers and acquisitions.

They encourage private equity investment.

They improve exit opportunities for venture capital.

They strengthen corporate governance.

They facilitate privatisation.

They broaden access to international debt markets.

Most importantly, they reinforce foreign direct investment.

Modern capital markets and foreign direct investment do not compete.

They accelerate each other.

The Next Great Opportunity

The anticipated FTSE reclassification should not be viewed as the destination.

It is the opening chapter of a much larger story.

Vietnam’s next strategic objective will naturally be MSCI Emerging Market status.

Continued reforms—including further improvements in market accessibility and thoughtful liberalisation of remaining foreign ownership constraints—would further enhance Vietnam’s competitiveness within global portfolios.

The direction of travel is unmistakable.

The momentum is real.

Where the Smart Money May Look

Institutional investors are likely to focus on sectors positioned to benefit from structural growth rather than short-term speculation.

These include:

  • Banking and financial services;
  • Securities firms;
  • Industrial parks and logistics;
  • Manufacturing and export champions;
  • Renewable energy and power infrastructure;
  • Digital technology and artificial intelligence;
  • Healthcare and pharmaceuticals;
  • Consumer goods and retail;
  • Transport and infrastructure.

Many of these sectors are expected to benefit simultaneously from rising domestic demand, increasing foreign investment and deeper capital markets.

The Investment Window Is Narrowing

Financial history teaches a simple lesson.

The greatest returns often accrue before a structural transformation becomes fully recognised.

Once capital flows become mandatory, valuations begin to adjust.

Liquidity expands.

Analyst coverage increases.

Risk premiums compress.

The opportunity gradually shifts from discovery to participation.

That is why sophisticated investors focus on timing.

Not timing the market.

Timing structural change.

Vietnam’s Emerging Market Era Begins

The anticipated FTSE Russell decision represents far more than international recognition.

It reflects decades of reform.

It validates Vietnam’s remarkable economic transformation.

And it signals the beginning of a new relationship between Vietnam and global capital.

For international investors, the question is no longer whether Vietnam deserves attention.

It is whether they are positioned before one of Asia’s most dynamic economies enters the portfolios of the world’s largest institutional investors.

History rarely announces itself in advance.

This time, it has.

The countdown has already begun.

The world is watching.

Global capital is preparing.

And Vietnam is ready.

About the Author

Dr. Oliver Massmann is Partner & General Director of Duane Morris Vietnam LLC. For more than twenty-five years, he has advised multinational corporations, financial institutions, investment funds and governments on foreign investment, capital markets, mergers and acquisitions, project finance and market access in Vietnam. He is widely recognised as “The Architect of Market Access” for his pioneering work in shaping Vietnam’s legal and investment landscape.

Vietnam’s Power System Is Being Rebuilt: First Grid Battery Signals a Historic Energy Shift

Vietnam’s energy transition has entered a decisive new phase. A series of major developments announced over the past weeks demonstrates that the country is no longer focusing solely on expanding generation capacity—it is now systematically building the infrastructure, regulatory framework and investment environment required for one of Asia’s most ambitious energy transformations.

At the center of these developments is the successful commissioning of Vietnam’s first large-scale grid-connected Battery Energy Storage System (BESS), marking an important milestone in modernizing the national electricity system.

A Historic Milestone: Vietnam’s First Large-Scale Grid Battery Storage

EVN Hanoi has officially commissioned the country’s first utility-scale BESS pilot project across five 110 kV substations in Hanoi.

The project consists of:

  • 50 MW / 100 MWh total installed storage capacity;
  • Five individual 10 MW / 20 MWh battery systems;
  • Deployment at Bac Thang Long, Quang Minh, Sai Dong 2, Phung Xa and Thanh Oai substations.

The battery systems store electricity during periods of lower demand and discharge it during peak consumption, significantly improving grid flexibility, reliability and resilience.

This is far more than a technical demonstration.

It represents Vietnam’s first practical step toward integrating very large volumes of renewable energy into the national power system.

Vietnam is Preparing for the Age of Storage

Vietnam’s renewable energy success has created an entirely new challenge.

Installed solar capacity has expanded rapidly over recent years, creating the now well-known “duck curve”:

  • abundant electricity during midday,
  • rapidly disappearing solar production after sunset,
  • while electricity demand reaches its daily peak in the evening.

National electricity demand continues to rise at extraordinary speed.

During the first seven months of 2026:

  • electricity consumption exceeded 203 billion kWh,
  • demand increased 9.3% year-on-year,
  • peak load reached a record 58.4 GW.

To support the Government’s economic growth objectives, electricity generation must continue expanding at almost 12% during the remainder of the year.

Battery storage therefore becomes indispensable.

Recognizing this reality, Vietnam’s revised Power Development Plan now requires many new utility-scale solar projects to install BESS equivalent to at least 10% of installed capacity with a minimum two-hour storage duration.

The country’s energy policy is evolving from simply building more renewable capacity toward creating a fully integrated, flexible electricity system.

Solar Enters Its Second Generation

Vietnam’s solar market is entering a fundamentally different stage.

The first phase was characterized by rapid capacity expansion driven by attractive feed-in tariffs.

The second phase focuses on:

  • grid integration,
  • storage,
  • flexible demand,
  • digital grid management,
  • direct power purchase agreements (DPPA),
  • commercial and industrial decarbonization.

The first DPPA projects are now becoming operational.

Samsung Electronics recently inaugurated a 28 MWp rooftop solar installation at its Ho Chi Minh City manufacturing complex under Vietnam’s private-wire DPPA mechanism.

Developed under a long-term agreement with TotalEnergies ENEOS, the project will generate more than 40 GWh annually, reducing approximately 26,000 tonnes of CO₂ emissions every year.

The project demonstrates how multinational manufacturers are increasingly financing renewable energy not because of subsidies, but because global supply chains now demand low-carbon production.

Vietnam’s Grid Becomes the New Investment Story

While generation capacity has expanded rapidly, policymakers increasingly identify transmission infrastructure as Vietnam’s principal bottleneck.

The Ministry of Industry and Trade has therefore placed major emphasis on:

  • accelerated transmission investment;
  • modernization of grid operations;
  • integration of battery storage;
  • faster approval procedures;
  • deployment of large-scale solar under the new regulatory framework.

The focus is shifting from megawatts of generation toward system optimization.

This transition creates substantial opportunities for investors specializing in:

  • grid infrastructure,
  • transmission equipment,
  • energy storage,
  • digital grid management,
  • smart substations,
  • power electronics.

Nuclear Energy Moves from Planning toward Implementation

Vietnam is simultaneously advancing its nuclear energy programme.

EVN recently outlined the principal priorities for the 2.4 GW Ninh Thuan 1 Nuclear Power Plant, emphasizing:

  • completion of a modern nuclear regulatory framework;
  • establishment of dedicated project governance;
  • workforce development;
  • international technology transfer;
  • public communication;
  • coordination of site clearance and resettlement.

These priorities reflect Vietnam’s determination to implement nuclear power in accordance with international safety standards while developing domestic expertise.

For international technology providers, engineering companies, EPC contractors and financial institutions, nuclear development represents one of Southeast Asia’s largest long-term infrastructure opportunities.

Investors Continue to Enter Vietnam’s Renewable Market

Investor confidence remains exceptionally strong.

Renewable energy M&A transactions expanded dramatically from approximately USD 20 million in 2024 to roughly USD 747 million during 2025.

International investors from Singapore, Thailand, Japan, the Philippines—and increasingly China—continue acquiring operating renewable assets, reflecting strong confidence in Vietnam’s long-term electricity market.

At the same time, Vietnamese industrial companies increasingly install rooftop solar for self-consumption to reduce electricity costs and meet increasingly stringent ESG requirements imposed by global customers.

Regulatory Reform Continues at Full Speed

Vietnam’s regulatory framework continues evolving at remarkable pace.

Recent developments include:

  • new rules governing investor selection for energy projects;
  • revisions to electricity safety regulations;
  • ongoing refinement of BOT pricing methodology;
  • continued implementation of DPPA;
  • enhanced BESS regulation;
  • improvements to renewable energy investment procedures.

Perhaps most notably, nuclear power projects will follow a special investor selection mechanism, reflecting their strategic national importance.

Outlook

Taken together, these developments reveal a country entering the next phase of its energy transformation.

Vietnam is no longer simply adding generation capacity.

It is building an integrated electricity ecosystem where renewable energy, battery storage, advanced transmission networks, nuclear power and sophisticated market mechanisms operate together.

For international investors, infrastructure funds, export credit agencies, commercial lenders and technology providers, this transformation creates one of the most compelling energy investment stories in Asia.

The commissioning of Vietnam’s first utility-scale BESS project is therefore much more than a successful pilot.

It is a clear signal that Vietnam has begun constructing the flexible, resilient and low-carbon electricity system required to support decades of economic growth—and one that offers significant opportunities for long-term strategic investment.

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For more information on the above, please do not hesitate to contact the author Dr. Oliver Massmann under omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann is the General Director of Duane Morris Vietnam LLC.

ベトナム、移転価格税制を厳格化:政令第255/2026/ND-CP号について外国人投資家および多国籍企業が知っておくべきこと

ベトナムで事業を展開する国際企業は、同国における最近の最も重要な税務上の動向の1つに細心の注意を払う必要があります。

2026年7月1日、政府は「関連者間取引の税務管理に関する政令第255/2026/ND-CP号(以下『政令255号』)」を公布しました。本政令は、2026事業年度の法人所得税(CIT)から適用されます。

新たな政令は、関連者の定義を拡大し、文書化の要件を強化するとともに、ベトナムの税制をOECDおよびBEPSの国際基準により近づけることで、同国の移転価格税制を大幅に強化するものです。

多国籍企業(MNEs)、外資系企業、およびそのアドバイザーにとって、今こそ既存の移転価格方針を見直し、すべての関連者間取引が適切に文書化されていることを確認する好機と言えます。

移転価格とは何か

新しい規則を確認する前に、移転価格の本来の意味を理解することが重要です。

移転価格とは、同一の企業グループに属する会社間の取引に適用される価格を指します。

  • ドイツの親会社がベトナムの子会社に機械を販売する場合。
  • シンガポールの地域統括会社がベトナムの関連会社に経営指導料(マネジメントフィー)を請求する場合。
  • 親会社がグループ内の他社にソフトウェアや商標をライセンス供与する場合。
  • あるグループ会社が他のグループ会社に貸付を行う場合。

これらの会社は関連関係にあるため、一般的に相互の取引価格を自由に決定することができます。

しかし、これらの価格は、どこで利益が計上され、どこで税金が支払われるかに直接影響を及ぼします。そのため、世界中の税務当局が移転価格設定を厳格に調査しています。

国際基準は「独立企業間原則(Arm’s Length Principle)」であり、これは次のようなシンプルな意味を持ちます:

関連会社は、独立した企業同士が同様の状況下で合意したであろう商業的条件と同一の条件で互いに取引を行わなければならない。

関連者間取引とは何か

もうひとつの重要な概念は、「関連者間取引(RPT: Related Party Transaction)」です。

関連者間取引とは、特別な関係を有する企業または個人の間で行われるあらゆる商取引を指します。

一般的な関連者には以下が含まれます

  • 親会社
  • 子会社
  • 兄弟会社
  • 共通の所有権下にある企業
  • 合弁事業(JV)のパートナー
  • 主要株主
  • その他、ベトナム法における法的基準を満たす企業

関連者間取引自体は完全に適法であり、多国籍グループの通常の事業運営の一部をなすものです。

重要な要件は、これらの取引が真の商業的条件を反映しており、適切な文書によって裏付けられていることです。

政令第255/2026/ND-CP号における主な変更点

政令255号では、企業が理解しておくべきいくつかの重要な変更が導入されています。

1. 関連者(関連会社)の定義の拡大

新政令では、企業が関連者とみなされる状況が拡大されました。

課税期間中、以下の取引がある場合、企業は関連関係を成立させたとみなされる可能性があります:

  • 所有者の拠出資本の25%以上に相当する出資の譲渡または受領に関する取引。
  • 本政令で定める基準を満たす、資産の借入れ、貸付け、資産の借用または貸与に関する取引。

その結果、従来の枠組みに比べ、より多くの取引がベトナムの移転価格税制の対象となる可能性があります。

2. グループ内金融取引に対する監視の強化

実務上の最も大きな変更点のひとつは、金融取引に関するものです。

ベトナム税務当局は、以下の取引に対してより注視することが予想されます:

  • グループ内貸付
  • 株主ローン
  • 保証
  • 資金調達アレンジメント
  • 関連会社間で提供されるその他の財務支援

したがって、企業は、金利、返済条件、商業的合理性、および経済的実態が十分に文書化され、信頼できる独立企業間価格の証拠によって裏付けられていることを確認する必要があります。

3. 税務調査期間の延長

政令255号に基づき、移転価格に関する税務調査の期間は最長40日まで延長される可能がなりました。

これにより、税務当局は文書を精査し、複雑な移転価格構造を分析するための追加的な時間を得ることになります。

そのため、企業は税務調査が開始される前に、すべての文書が完備され、迅速に提示できるようにしておく必要があります。

4. 国別報告事項(CbCR)

ベトナムは、国別報告書(CbCレポート)について、国際的に認められたOECD BEPSの基準である「グループ連結売上高7億5,000万ユーロ」の基準を採用しました。

この基準を超えるグループは、すべての届出、提出、および報告義務が適切に調整されていることを確保しなければなりません。

5. 文書化要件の強化

新政令は、包括的な移転価格文書を作成・保管する納税者の責任を強化しています。

これには以下が含まれます:

  • 関連者関係の開示
  • 関連者間取引の申告
  • ローカルファイル
  • マスターファイル
  • 国別報告書(該当する場合)

適切な文書化は、多くの場合、税務調査における最も強力な防御策となります。

外国人投資家にとっての意味

外資系企業および多国籍グループは、政令255号を単なるコンプライアンス(法令遵守)手続きの追加と捉えるべきではありません。

むしろ、これは既存の移転価格設定を見直し、税務上の紛争に発展する前に潜在的なリスクを特定するための機会として捉えるべきです。

特に、企業は以下の事項を検討することが推奨されます

  • すべてのグループ内金融取引の見直し
  • 移転価格ポリシーの更新
  • 企業間契約が実際のビジネス慣行を反映していることの確認
  • ローカルファイルおよびマスターファイルのレビュー
  • 国別報告義務の遵守状況の確認
  • ベンチマーク調査の更新
  • 価格分析で選択された比較対象企業が、改定された規則の下でも適切であることの確認

外部の比較対象データに依存している企業は、政令によって導入された新しいヒエラルキー(優先順位)に基づき、なぜその比較対象が最も信頼できるのかを説明する準備も整えておく必要があります。

結びとし

政令第255/2026/ND-CP号は、税制の近代化と国際基準への合致を目指すベトナムの継続的な取り組みにおける、もうひとつの重要なマイルストーンを表しています。

ベトナムが引き続き増加する外国直接投資(FDI)を誘致する中で、移転価格コンプライアンスは依然として税務当局の重点分野であり続けるでしょう。

早期に移転価格ポリシーを見直し、確固たる文書化を維持し、すべての関連者間取引が真の商業的条件を反映していることを保証する企業は、将来の税務監査や調査において優位な立場に立つことができます。

今日の積極的なコンプライアンスへの対応は、将来的な時間、コスト、および不確実性の大幅な削減につながる見込みです。

政令第255/2026/ND-CP号、移転価格、関連者間取引、またはベトナム税法全般に関する詳細情報につきましては、ご遠慮なく執筆者であるDr. オリバー・マスマン(Dr. Oliver Massmann:omassmann@duanemorris.com)までお問い合わせください。Dr. オリバー・マスマンは、Duane Morris Vietnam LLCのゼネラルディレクターです。

Anwalt in Dr. Oliver Massmann – Vietnam Manufacturing Playbook: Aufbau einer rechtlich konformen und zoll¬effizienten China–Vietnam–EU-Lieferkette

Ein praktischer Leitfaden zu WTO, EVFTA, Ursprungsregeln und Zollkonformität

Teil III – Von der Rechtsstruktur zum operativen Erfolg

In Teil II haben wir untersucht, wie eine rechtlich belastbare Zoll- und Handelsstruktur entworfen wird. Doch selbst das sorgfältigste Konzept bleibt wirkungslos, wenn es nicht korrekt umgesetzt wird. Dieser letzte Teil konzentriert sich darauf, die rechtliche Strategie in die operative Realität zu übertragen. Er behandelt Unternehmensstrukturen, regulatorische Genehmigungen, Zollprüfungen und praktische Maßnahmen, die darüber entscheiden, ob ein Fertigungsprojekt in Vietnam langfristig effizient, konform und skalierbar bleibt.

Schritt Fünf: Unternehmensstruktur mit dem Lieferkettenmodell abstimmen

Ein häufiger Fehler besteht darin, die Unternehmensstruktur von der Zoll- und Handelsplanung zu trennen. Tatsächlich sind beide eng miteinander verbunden.

Die rechtliche Unternehmensstruktur bestimmt:

  • wer die Waren in jeder Phase besitzt;
  • wer als Importeur und Exporteur auftritt;
  • wer die Zollhaftung trägt;
  • wie Verträge gestaltet werden;
  • wie Gewinne verteilt werden;
  • wie Steuerpflichten entstehen.

Unternehmen sollten daher sorgfältig prüfen:

  • ob eine vietnamesische Tochtergesellschaft gegründet werden soll;
  • ob ein Repräsentanzbüro oder eine Niederlassung genügt;
  • ob Auftragsfertigung geeignet ist;
  • ob ein Handelsunternehmen eingerichtet werden sollte;
  • wie konzerninterne Transaktionen strukturiert werden;
  • wie Verrechnungspreisregeln angewendet werden.

Die Unternehmensstruktur sollte das Zollmodell unterstützen – nicht verkomplizieren.

Schritt Sechs: Alle erforderlichen Genehmigungen sichern

Die Fertigung in Vietnam erfordert oft mehr als nur Zollkonformität. Je nach Produkt und Tätigkeit können Unternehmen benötigen:

  • Investitionsregistrierungszertifikate;
  • Unternehmensregistrierungszertifikate;
  • Produktionslizenzen;
  • Import-/Exportlizenzen;
  • produktspezifische Genehmigungen;
  • Konformitätsbescheinigungen;
  • Funkfrequenzgenehmigungen;
  • Cybersicherheitskonformität;
  • Umweltgenehmigungen;
  • Arbeitsregistrierungen.

Das Versäumnis, die richtigen Genehmigungen einzuholen, kann den Betrieb verzögern oder zu Sanktionen führen. Regulatorische Konformität sollte daher frühzeitig berücksichtigt und in den Gesamtprojektplan integriert werden.

Schritt Sieben: Robuste interne Compliance-Systeme implementieren

Rechtskonformität darf sich nicht ausschließlich auf externe Berater stützen. Unternehmen müssen interne Systeme schaffen, die eine konsistente Einhaltung über alle Abläufe hinweg sicherstellen.

Wichtige Elemente sind:

  • klar definierte interne Verantwortlichkeiten;
  • schriftliche Compliance-Verfahren;
  • Schulungsprogramme für Mitarbeiter;
  • interne Prüfmechanismen;
  • Dokumentationskontrollsysteme;
  • Lieferantenprüfprozesse;
  • Eskalationsverfahren bei Compliance-Problemen.

Compliance sollte als laufende Managementfunktion verstanden werden – nicht als einmalige Übung.

Schritt Acht: Von Anfang an auf Zollprüfungen vorbereiten

Zollprüfungen sind ein normaler Bestandteil des internationalen Handels. Behörden in Vietnam und den Exportmärkten führen zunehmend Nachprüfungen durch, um die Konformität zu verifizieren.

Unternehmen sollten daher davon ausgehen, dass ihre Abläufe überprüft werden. Vorbereitung umfasst:

  • vollständige und genaue Dokumentation;
  • Konsistenz zwischen Erklärungen und tatsächlichen Abläufen;
  • Aufbewahrung von Unterlagen für die vorgeschriebene Dauer;
  • Dokumentation von Ursprungsberechnungen;
  • Sicherung von Lieferantenerklärungen;
  • Nachverfolgbarkeit aller Komponenten.

Gut vorbereitete Unternehmen können effizient auf Prüfungen reagieren und Störungen minimieren.

Schritt Neun: Häufige Compliance-Fallen vermeiden

Die Erfahrung zeigt, dass bestimmte Fehler immer wieder auftreten:

  • falsche HS-Klassifikationen;
  • Annahme des Ursprungs ohne rechtliche Analyse;
  • fehlende Abstimmung von Verträgen mit tatsächlichen Abläufen;
  • unzureichende Dokumentation der Fertigungsprozesse;
  • inkonsistente Zollanmeldungen;
  • ungenügende Lieferantenprüfung;
  • Vernachlässigung regulatorischer Genehmigungen;
  • nachträgliche Rekonstruktion von Dokumenten.

Das Vermeiden dieser Fallstricke erfordert vorausschauende Planung und kontinuierliche Überwachung.

Hier ist die deutsche Übersetzung von Step Ten – Establish Practical Management Checklists und Step Eleven – Plan for Long-Term Scalability, einschließlich der abschließenden Gedanken und des Serienabschlusses:

Schritt Zehn: Praktische Management-Checklisten erstellen

Um eine konsistente Umsetzung sicherzustellen, sollten Unternehmen praktische Checklisten entwickeln, die zentrale Bereiche abdecken:

Vor Produktionsbeginn:

  • Produktklassifizierung bestätigen;
  • Ursprungsanalyse abschließen;
  • Zollverfahren auswählen;
  • Unternehmensstruktur finalisieren;
  • Regulatorische Genehmigungen einholen.

Während der Produktion:

  • Produktionsaufzeichnungen führen;
  • Komponentenverbrauch nachverfolgen;
  • Dokumentation aktualisieren;
  • Compliance-Verfahren überwachen.

Vor dem Export:

  • Ursprungsdokumentation überprüfen;
  • Exporterklärungen bestätigen;
  • Vertragliche Bedingungen prüfen;
  • Konsistenz aller Dokumente sicherstellen.

Nach dem Export:

  • Unterlagen aufbewahren;
  • Interne Überprüfungen durchführen;
  • Vorbereitung auf mögliche Prüfungen treffen.

Checklisten helfen dabei, rechtliche Anforderungen in den täglichen Betrieb zu übersetzen.

Schritt Elf: Planung für langfristige Skalierbarkeit

Ein erfolgreiches Fertigungsprojekt bleibt selten statisch. Unternehmen sollten Folgendes antizipieren:

  • steigende Produktionsvolumina;
  • zusätzliche Produktlinien;
  • neue Lieferanten;
  • erweiterte Exportmärkte;
  • sich entwickelnde regulatorische Anforderungen.

Das rechtliche und operative Rahmenwerk sollte daher flexibel genug sein, um Wachstum zu ermöglichen, ohne eine grundlegende Umstrukturierung zu erfordern.

Abschließende Gedanken

Der Aufbau einer China–Vietnam–EU-Lieferkette ist nicht nur eine operative Aufgabe. Es handelt sich um ein komplexes rechtliches und strategisches Unterfangen, das sorgfältige Planung, präzise Umsetzung und kontinuierliches Management erfordert.

Unternehmen, die in eine solide Rechtsstruktur, robuste Compliance-Systeme und disziplinierte operative Umsetzung investieren, sind am besten positioniert, von Vietnams wachsender Rolle in der globalen Fertigung zu profitieren. Umgekehrt riskieren diejenigen, die die Bedeutung von Rechts- und Zollkonformität unterschätzen, erhebliche Probleme, die den langfristigen Erfolg gefährden können.

Abschluss der Serie

Diese dreiteilige Serie hat aufgezeigt:

  • warum rechtliche Planung den operativen Entscheidungen vorausgehen muss;
  • wie eine konforme Zoll- und Handelsstruktur entworfen wird;
  • wie diese Struktur in der Praxis effektiv umgesetzt werden kann.

Das Ziel ist nicht nur die Einhaltung von Vorschriften, sondern die Schaffung einer widerstandsfähigen, effizienten und skalierbaren Fertigungsplattform, die langfristiges internationales Wachstum unterstützt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Autor Dr. Oliver Massmann unter omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.

© 2009- Duane Morris LLP. Duane Morris is a registered service mark of Duane Morris LLP.

The opinions expressed on this blog are those of the author and are not to be construed as legal advice.

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