Das Dekret Nr. 187/2026/ND CP stärkt die Unternehmensführung, schützt den Unternehmenswert und schafft mehr Rechtssicherheit in Zeiten finanzieller Notlagen.
Vietnam modernisiert weiterhin seinen Rechtsrahmen, um ein transparenteres und effizienteres Investitionsumfeld zu fördern. Das jüngste Beispiel ist das am 27. Mai 2026 erlassene Dekret Nr. 187/2026/ND CP, das detaillierte Leitlinien für die Umsetzung des Gesetzes über Sanierung und Insolvenz bereitstellt – insbesondere zur Ersetzung von gesetzlichen Vertretern und zur Fortführung des Geschäftsbetriebs während Insolvenzverfahren.
Obwohl das Dekret in erster Linie für staatlich investierte Unternehmen und Genossenschaften gilt, reicht seine praktische Bedeutung weit über den öffentlichen Sektor hinaus. Internationale Investoren, Geschäftsbanken, Projektfinanzierer, Anleihegläubiger, Private Equity Fonds, strategische Käufer und Restrukturierungsexperten haben regelmäßig mit Unternehmen zu tun, die staatliches Eigentum oder staatliche Beteiligung aufweisen. Das Verständnis darüber, wie diese Unternehmen künftig in finanziellen Krisen geführt werden, ist daher von wachsender Bedeutung.
Am wichtigsten ist vielleicht, dass das Dekret Vietnams kontinuierliches Bemühen zeigt, Unsicherheit im Insolvenzfall zu überwinden und ein System zu schaffen, das die Fortführung des Geschäftsbetriebs, die Werterhaltung des Unternehmens und den Schutz der Gläubiger in den Vordergrund stellt.
Warum dies wichtig ist
Historisch gesehen war eine der größten praktischen Herausforderungen in Insolvenzverfahren die plötzliche Handlungsunfähigkeit des gesetzlichen Vertreters eines Unternehmens.
Ohne einen funktionierenden gesetzlichen Vertreter:
• können Verträge nicht ausgeführt werden;
• verweigern Banken Transaktionen;
• bleiben Mitarbeiter ohne Führung;
• geraten Lieferanten in Unsicherheit;
• stocken Restrukturierungsverhandlungen;
• und der Unternehmenswert sinkt rapide.
Dekret 187 geht dieses Problem direkt an, indem es klare Mechanismen schafft, die sicherstellen, dass die Kontinuität der Unternehmensführung während Sanierungs- und Insolvenzverfahren gewahrt bleibt. Für Investoren bedeutet dies einen wichtigen Schritt hin zu größerer Rechtssicherheit.
Klare Definition der Handlungsunfähigkeit eines gesetzlichen Vertreters
Eine der bedeutendsten Neuerungen ist die Einführung objektiver Kriterien, die festlegen, wann ein gesetzlicher Vertreter rechtlich nicht mehr in der Lage ist, seine Aufgaben wahrzunehmen.
Beispiele sind:
• Abwesenheit aus Vietnam für mehr als 30 aufeinanderfolgende Tage ohne gültige Vollmacht;
• Inhaftierung oder Freiheitsstrafe;
• Flucht;
• Tod;
• oder sonstige rechtliche Unfähigkeit zur Ausübung der Geschäftsführungsbefugnis.
Für ganz oder teilweise staatlich investierte Unternehmen hat die zuständige staatliche Eigentümervertretung ausdrücklich die Befugnis, festzustellen, wann diese Umstände vorliegen. Dies beseitigt die bisherige Unsicherheit, die wichtige Managemententscheidungen verzögerte.
Vermeidung von Führungsvakuum
Anstatt Unternehmen in die Handlungsunfähigkeit zu treiben, führt das Dekret schnelle Ersatzverfahren ein.
100 % staatseigene Unternehmen Wenn das Unternehmen vollständig im Staatseigentum steht, kann die zuständige staatliche Eigentümervertretung unverzüglich einen Ersatz für den gesetzlichen Vertreter benennen.
Die Ernennung kann erfolgen durch:
• einen bereits bevollmächtigten staatlichen Vertreter; oder
• eine andere qualifizierte Person, die die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Der Vorschlag wird dann direkt dem zuständigen Richter vorgelegt, der das Insolvenzverfahren leitet.
Teilweise staatlich investierte Unternehmen
Wenn der gesetzliche Vertreter ausschließlich den staatlichen Kapitalanteil verwaltet, muss die zuständige staatliche Behörde einen Ersatzvertreter benennen, der während des gesamten Insolvenzverfahrens für den Schutz der staatlichen Interessen verantwortlich ist. Dies gewährleistet die fortgesetzte Aufsicht über öffentliche Vermögenswerte und ermöglicht gleichzeitig den Weiterbetrieb des Unternehmens.
Schutz des Unternehmenswertes statt vorschneller Liquidation
Der vielleicht kommerziell bedeutendste Aspekt des Dekrets 187 betrifft die Vermögensübertragungen während Insolvenzverfahren. Anstatt Liquidation als unausweichlich anzusehen, erlaubt das Dekret:
• die Übertragung des gesamten Unternehmensvermögens;
• die Übertragung einzelner Geschäftsbereiche;
• die Übertragung lebensfähiger Betriebseinheiten;
• die Fortführung wirtschaftlich wertvoller Geschäftstätigkeiten.
Dies spiegelt eine zunehmend moderne Insolvenzphilosophie wider. Anstatt Unternehmenswerte durch sofortige Liquidation zu vernichten, können lebensfähige Geschäftstätigkeiten fortgeführt oder wertvolle Geschäftsbereiche an geeignete Investoren übertragen werden. Für internationale Investoren, die nach Chancen für den Erwerb notleidender Unternehmen suchen, kann dies die Transaktionssicherheit erheblich verbessern.
Verstärkter Schutz für Gläubiger
Das Dekret stärkt auch das Vertrauen der Gläubiger. Durch die Sicherstellung von:
• Kontinuität der Unternehmensführung;
• gerichtlicher Aufsicht;
• klarerer Governance;
• Erhaltung laufender Geschäftstätigkeiten; wird die Wahrscheinlichkeit einer Werterhaltung deutlich verbessert. Gläubiger profitieren im Allgemeinen, wenn Unternehmen weitergeführt werden, anstatt den Betrieb vollständig einzustellen.
Erweiterte Pflichten für Direktoren
Der neue Rahmen hat auch wichtige Auswirkungen auf Direktoren und gesetzliche Vertreter. Eine längere Abwesenheit aus Vietnam ohne ordnungsgemäße Genehmigung kann nun erhebliche rechtliche Folgen haben.
Ausländische Manager, die als gesetzliche Vertreter tätig sind, sollten daher sicherstellen:
• ordnungsgemäße Delegationsregelungen;
• gültige Vollmachten;
• kontinuierliche Managementfähigkeit;
• dokumentierte interne Governance Verfahren.
Internationale Unternehmen mit ausländischem Management sollten ihre Corporate Governance Strukturen entsprechend überprüfen.
Breitere Reform des vietnamesischen Insolvenzrechts
Dekret 187 sollte nicht isoliert betrachtet werden. Es ergänzt das Dekret Nr. 109/2026/ND CP, das Verwaltungssanktionen für Verstöße gegen Insolvenzpflichten eingeführt hat.
Zusammen signalisieren die beiden Dekrete eine breitere politische Richtung: Unternehmensinsolvenzen dürfen nicht länger ignoriert oder verzögert werden. Direktoren, die es versäumen, Insolvenzverfahren einzuleiten, wenn die gesetzlichen Insolvenzschwellen erreicht sind, können nun persönlich verwaltungsrechtlich haftbar gemacht werden.
In Kombination mit den Governance Bestimmungen des Dekrets 187 bewegt sich Vietnam stetig in Richtung internationaler Standards für Unternehmensverantwortung und Insolvenzmanagement.
Chancen für ausländische Investoren
Für ausländische Investoren schaffen diese Reformen mehrere praktische Vorteile. Mehr Rechtssicherheit während Insolvenzverfahren kann erleichtern:
• den Erwerb notleidender Vermögenswerte;
• die Restrukturierung staatlich investierter Unternehmen;
• Projektrefinanzierungen;
• Schuldenrestrukturierungen;
• Investitionen in Sondersituationen;
• Transaktionen mit notleidenden Krediten;
• strategische Übernahmen lebensfähiger Geschäftsbereiche.
Der klarere Governance Rahmen reduziert zudem Transaktionsrisiken, die aus Unsicherheit darüber entstehen, wer befugt ist, im Namen notleidender Unternehmen zu handeln.
Praktischer Aktionsplan für ausländische Investoren, Banken und Gläubiger
Ausländische Unternehmen sollten nicht warten, bis ein Geschäftspartner in finanzielle Not gerät. Stattdessen sollten sie ihre Investitions- und Vertragsstrukturen proaktiv überprüfen.
1. Überprüfung der Gegenparteirisiken Feststellen, ob Lieferanten, Kreditnehmer, Joint Venture Partner oder Übernahmeziele staatliches Eigentum oder staatliche Kapitalbeteiligung aufweisen.
2. Überprüfung der Strukturen gesetzlicher Vertreter
Sicherstellen, dass Verträge Folgendes eindeutig festlegen:
• bevollmächtigte Vertreter;
• alternative Zeichnungsbefugte;
• Nachfolgeregelungen;
• Vollmachtsvereinbarungen.
3. Stärkung der Due Diligence
Bei Übernahmen notleidender Unternehmen prüfen:
• laufende Insolvenzverfahren;
• gerichtliche Aufsicht;
• Ersatzregelungen für gesetzliche Vertreter;
• Gültigkeit der Unternehmensgenehmigungen.
4. Überprüfung der Finanzierungsdokumentation
Banken und Kreditgeber sollten sicherstellen, dass Finanzierungsdokumente angemessen regeln:
• Insolvenzereignisse;
• Managementersatz;
• Informationsrechte;
• Durchsetzungsmechanismen.
5. Vorbereitung von M&A Strategien in Krisensituationen
Der neue Rahmen kann attraktive Chancen für den Erwerb bieten:
• lebensfähiger Geschäftsbereiche;
• produktiver Vermögenswerte;
• laufender Projekte;
• operativer Tochtergesellschaften. Frühzeitige Vorbereitung verschafft häufig einen Wettbewerbsvorteil.
6. Überwachung der Compliance von Direktoren
Von Ausländern ernannte gesetzliche Vertreter sollten regelmäßig die Einhaltung vietnamesischer Insolvenzpflichten prüfen, insbesondere wenn finanzielle Notlagen eine rechtzeitige Insolvenzanmeldung erfordern können.
7. Integration von Insolvenzrisiken in Compliance Programme
Corporate Governance Richtlinien sollten Verfahren enthalten für:
• Kontinuität der Unternehmensführung;
• Notfall Delegation;
• grenzüberschreitende Abwesenheit;
• Restrukturierungsprotokolle;
• Insolvenz Reaktionsplanung.
Ausblick
Das vietnamesische Insolvenzrecht entwickelt sich weiter zu einem ausgefeilteren und kommerziell pragmatischeren System. Dekret 187 spiegelt ein wichtiges politisches Ziel wider: den Unternehmenswert zu erhalten, Gläubiger zu schützen, Governance sicherzustellen und eine geordnete Restrukturierung statt unnötiger Liquidation zu ermöglichen.
Für internationale Investoren ist die Botschaft klar: Vietnam schafft ein Rechtsumfeld, das zunehmend die Geschäftskontinuität in finanziellen Krisen unterstützt, die Governance staatlich investierter Unternehmen stärkt und mehr Vorhersehbarkeit für Investitionsentscheidungen schafft. Wer diese Reformen frühzeitig versteht, ist besser positioniert, Restrukturierungschancen zu erkennen, bestehende Investitionen zu schützen und Krisensituationen mit größerer Sicherheit zu bewältigen.
Für weitere Informationen zu den oben genannten Punkten wenden Sie sich bitte an den Autor Dr. Oliver Massmann unter omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.
ベトナムにおけるコンプライアンス – リスク管理から競争優位性への規制的視点
著者: Dr. Oliver Massmann – Duane Morris Vietnam LLC パートナー兼ゼネラルディレクター
経営陣の重要課題となったコンプライアンス
わずか10年前まで、ベトナムにおけるコンプライアンスは社内の法務機能、あるいは「形式的な確認作業」と見なされることが一般的でした。 その認識は根本的に変化しました。
今日、コンプライアンスは戦略的なビジネス課題となっています。 投資家、貸手、多国籍企業、そして規制当局は、企業が法律を遵守していることだけでなく、組織全体に真の誠実な文化を定着させていることを証明するようますます求めています。
ベトナムの急速な経済発展、グローバルサプライチェーンへの統合の進展、そして同国の自由貿易協定ネットワークの拡大により、規制に対する期待は大幅に高まっています。 同時に、ベトナムの当局は、汚職、税務違反、競争法の問題、労働争議、個人データ保護違反、およびコーポレートガバナンスの不備に対する調査において、かなり積極的になっています。
したがって、ベトナムで事業を展開する企業にとって、コンプライアンスはもはや単なる罰則の回避ではありません。 企業価値を保護し、評判を維持し、持続可能な長期的成長を創出することなのです。
ベトナムの変化がコンプライアンスの状況を変えた
ベトナムはアジアで最も魅力的な投資先の1つに成長しました。
政治的安定、競争力のある人件費、ますます高度化する製造部門、そして質の高い外国投資の誘致に尽力する政府が、例外的なビジネスチャンスを生み出しています。
しかし、これらの機会にはより大きな責任が伴います。
ベトナムの法的枠組みは、ここ数年で急速に発展しました。 新しい法律により、国内企業および外資系企業の双方に対してより包括的な義務が導入される一方で、執行当局は経験を積み、かなり積極的になっています。
規制当局からのメッセージはますます明確になっています。 優れたコーポレートガバナンスと効果的なコンプライアンスは、今や当然求められるものであり、選択肢ではありません。
コンプライアンスは単なる法令遵守にとどまらない
多くの組織は依然として、コンプライアンスを法的助言と同一視するという誤解をしています。
実際には、効果的なコンプライアンス・プログラムは以下の複数の分野を組み合わせています。
• 法令遵守
• コーポレートガバナンス
• 内部統制
• 倫理
• 財務の透明性
• オペレーショナルリスク管理
• 従業員の意識
• 経営陣の説明責任
成功している企業は、コンプライアンスを単に法務部門に委任することはできないと理解しています。 それは企業のDNAの一部とならなければなりません。
最も強力なコンプライアンス文化は、トップダウンで構築されます。 取締役会と経営陣が方針を示し、中間管理職が日々の決定を通じて期待事項を強化し、従業員がこれらの原則を実践に移すのです。
ベトナムにおける主要なコンプライアンス・リスク
ビジネスはそれぞれ異なりますが、いくつかの規制分野は常に特別な注意を必要とします。
腐敗防止
ベトナムは腐敗防止の枠組みを大幅に強化しました。 当局は、贈収賄、利益相反、権限の乱用、調達における不正、および不適切なビジネス慣行の調査を強化しています。 国際企業はまた、コンプライアンスの義務がしばしばベトナム国外にも及ぶことを忘れてはなりません。 米国海外腐敗行為防止法(FCPA)、英国贈収賄法、および同様の腐敗防止法などの法律が同時に適用される場合があります。 したがって、企業はベトナムと国際基準の両方を満たすコンプライアンス・プログラムを必要としています。
競争法
ベトナムの競争法は大幅に現代化されました。 企業は以下の事項を慎重に見直す必要があります。
• 販売代理店契約
• 独占条項
• 再販売価格の維持
• 市場の割り当て
• 市場支配的地位の乱用
• 企業結合規制の義務
競争法コンプライアンスは、もはや超大規模な企業だけに関係するものではありません。 中堅企業であっても、商業慣行が意図せず競争ルールに違反した場合、重大なリスクに直面する可能性があります。
労務コンプライアンス
従業員は自身の法的権利についてますます理解を深めています。 労働争議は頻繁に以下の事項から発生します。
• 雇用契約
• 時間外労働の取り決め
• 懲戒手続き
• 解雇プロセス
• 社会保険
• 職場のポリシー
• 内部調査
ほとんどの争議は、明確な文書化、透明性のあるコミュニケーション、および法的に準拠した人事手続きによって回避できます。 労働争議が最初から法廷で始まることはめったにありません。 通常は、コミュニケーションの不足から始まります。
個人データ保護
個人データの保護は、ベトナムで最も急速に発展している規制分野の1つとなっています。 企業は日常的に顧客情報、従業員記録、サプライヤーデータ、およびデジタル通信を処理しています。 企業は以下を管理する包括的な内部手続きを確立する必要があります。
• 収集
• 保管
• 処理
• 国際的な移転
• サイバーセキュリティ
• 侵害の報告
• 従業員のアクセス制御
データ保護はもはやITだけの問題ではありません。 それは企業全体のガバナンスの問題です。
マネーロンダリング対策
金融機関は長年、厳格なマネーロンダリング対策の義務の下で事業を展開してきました。 しかし、他の多くの業界も、強化された顧客デューデリジェンスや報告義務にますます直面するようになっています。 リスクベースの内部手続きが国際標準になりつつあります。
税務コンプライアンス
税務コンプライアンスは、年次の確定申告をはるかに超える範囲に及びます。 当局は以下の点にますます焦点を当てています。
• 移転価格税制
• 恒久的施設(PE)の問題
• 付加価値税(VAT)のコンプライアンス
• 源泉徴収税
• 関税評価
• 関連当事者間取引
• 文書化の要件
取引が発生する前の適切な計画は、事後に税務争議を解決するよりも依然として大幅にコストを抑えられます。
外国為替コンプライアンス
ベトナムは包括的な外国為替規制を維持しています。 企業は以下を慎重に構築する必要があります。
• 外国からの借入
• 出資
• 利益送金
• 配当金の支払い
• オフショア資金調達
• 支払い文書
支払い構造がベトナムの外国為替規制を念頭に置いて設計されていなかったという理由だけで、多くの商取引が遅延する可能性があります。
効果的なコンプライアンス・プログラムの構築
効果的なコンプライアンス・プログラムは、誰も読まないような分厚いポリシーマニュアルを作成することによって構築されるわけではありません。 それらは実践的な導入を通じて構築されます。 成功するプログラムには通常、以下が含まれます。
強力なリーダーシップ
コンプライアンスはリーダーシップから始まります。 従業員は、経営陣がコンプライアンスを真に支持しているのか、それとも単に議論しているだけなのかをすぐに認識します。 リーダーシップの行動は、書面によるポリシーよりもはるかに効果的に企業文化を決定づけます。
リスク評価
企業はそれぞれ異なるリスクに直面しています。 製造企業は、テクノロジー企業、製薬会社、または金融機関とは異なるコンプライアンス上の課題に直面します。 したがって、コンプライアンス・プログラムは一般的なものではなく、リスクに基づいたものである必要があります。
明確な社内ポリシー
ポリシーは実践的でなければなりません。 従業員は以下を理解する必要があります。
• 何が期待されているか
• なぜそれが重要なのか
• どのように対応すべきか
• どこに指導を求めるべきか
ポリシーが一般従業員に理解できない場合、効果的であるとは言えません。
トレーニング
定期的なトレーニングは、コンプライアンスを理論から日々の実践へと変革します。 トレーニングはインタラクティブかつ実践的で、実際のビジネスシナリオに合わせたものであるべきです。 従業員は、長々とした法的なプレゼンテーションよりも、現実的な例をはるかに良く覚えています。
内部通報
従業員は安心して懸念を報告できなければなりません。 効果的な内部告発メカニズムは、従業員と組織の両方を保護します。 その目的は苦情を奨励することではありません。 その目的は、規制当局やメディアが気付く前に問題を特定することです。
継続的なモニタリング
コンプライアンスは静的なものではありません。 法律は進化します。 ビジネスは進化します。 リスクは進化します。 したがって、コンプライアンス・プログラムには継続的な見直しと改善が必要です。
コンプライアンスはビジネスの価値を創造する
多くの企業は当初、コンプライアンスをコストと見なしています。 実際には、強力なコンプライアンスはしばしば測定可能な商業的利益を生み出します。
効果的なコンプライアンスは以下をもたらす可能性があります。
• 投資家の信頼強化
• 資金調達の機会向上
• M&A(合併・買収)の促進
• 企業価値の向上
• 規制当局による調査の減少
• 訴訟の最小化
• 業務効率の向上
• 企業の評判の保護
投資家は、資金を投じる前に大規模なコンプライアンスのデューデリジェンスを実施するようになっています。 脆弱なコンプライアンス文化は、評価額を著しく低下させるか、あるいは取引自体を完全に妨げる可能性があります。
コンプライアンスとESGの密接な結びつき
環境、社会、ガバナンス(ESG)の配慮は、世界中の投資判断に影響を与え続けています。 ガバナンスはESGの基盤を表しています。 効果的なガバナンスとコンプライアンスがなければ、環境および社会に対するコミットメントはしばしば信頼性に欠けるものとなります。
国際的な投資家は以下の点をますます評価しています。
• ガバナンスの質
• 透明性
• 内部統制
• 倫理的な事業行動
• 経営陣の説明責任
したがって、コンプライアンスは長期的な投資を呼び込むための重要な競争優位性となっています。
コンプライアンスの人的側面
コンプライアンスは最終的には人に依存します。 ほとんどのコンプライアンスの失敗は、企業が意図的に法律に違反しようとしたために起こるわけではありません。 それらは、個人が商業的な圧力に直面したり、規制要件を誤解したり、あるいは「これがビジネスのやり方だ」と思い込んだりするために発生します。
健全なコンプライアンス文化は、難しい決断を下す前に従業員が質問することを奨励します。 最も強力な組織とは、問題に全く直面しない組織のことではありません。 問題を早期に特定し、透明性をもって対応し、継続的に改善を行う組織のことです。
今後の展望
ベトナムは、経済がより高度化し、国際的に統合されるにつれて、規制の枠組みを引き続き強化していくでしょう。
コンプライアンスを単なる防御的な取り組みと見なす企業は、常に規制の進展の1歩遅れを取ることになります。 コンプライアンスを企業文化に定着させる企業は、法的リスクを軽減するだけでなく、投資家の信頼を強化し、オペレーショナル・レジリエンスを向上させ、長期的な競争力を高めることができます。
したがって、コンプライアンスはもはや単なる法的義務と見なされるべきではありません。 それはビジネスの将来に対する戦略的な投資です。 今日のベトナムにおいて、誠実に事業を行う企業こそが、持続可能な成功を収める企業になりつつあるのです。
上記に関する詳細については、著者であるDr. Oliver Massmann(omassmann@duanemorris.com)までお気軽にお問い合わせください。 Dr. Oliver Massmannは、Duane Morris Vietnam LLCのゼネラルディレクターです。
Lawyer in Vietnam Dr. Oliver Massmann – Vietnam’s New Bankruptcy Playbook for State-Invested Enterprises: What Every Foreign Investor, Lender and M&A Professional Needs to Know
Decree No. 187/2026/ND-CP strengthens governance, protects enterprise value and creates greater certainty during corporate distress.
Vietnam continues to modernize its legal framework to support a more transparent and efficient investment environment. The latest example is Decree No. 187/2026/ND-CP, issued on 27 May 2026, which provides detailed guidance for the implementation of the Law on Recovery and Bankruptcy concerning the replacement of legal representatives and the continued operation of enterprises during bankruptcy proceedings.
While the Decree primarily applies to state-invested enterprises and cooperatives, its practical significance extends well beyond the public sector. International investors, commercial banks, project lenders, bondholders, private equity funds, strategic buyers and restructuring professionals frequently transact with companies that have state ownership or participation. Understanding how these entities will now be managed during financial distress has therefore become increasingly important.
Perhaps most importantly, the Decree demonstrates Vietnam’s continuing effort to move away from uncertainty during insolvency and toward a system that prioritizes continuity of operations, preservation of enterprise value and protection of creditors.
Why This Matters
Historically, one of the greatest practical challenges in insolvency proceedings has been the sudden inability of an enterprise’s legal representative to continue managing the company.
Without a functioning legal representative:
• contracts cannot be executed;
• banks may refuse transactions;
• employees remain without direction;
• suppliers become uncertain;
• restructuring negotiations stall;
• enterprise value rapidly deteriorates.
Decree 187 directly addresses this problem by establishing clear mechanisms ensuring that management continuity is maintained throughout recovery and bankruptcy proceedings.
For investors, this represents an important step toward greater legal certainty.
A Clear Definition of When a Legal Representative Becomes Incapable
One of the most significant innovations is the introduction of objective criteria defining when a legal representative is legally incapable of performing his or her duties.
Examples include where the representative:
• is absent from Vietnam for more than 30 consecutive days without valid authorization;
• is detained or imprisoned;
• has absconded;
• has died;
• or otherwise becomes legally incapable of exercising management authority.
For wholly or partially state-invested enterprises, the relevant State owner’s representative agency has express authority to determine when these circumstances exist.
This removes uncertainty that previously delayed important management decisions.
Preventing Leadership Vacuums
Rather than allowing businesses to become paralysed, the Decree introduces rapid replacement procedures.
100% State-Owned Enterprises
Where the enterprise is wholly state-owned, the competent State owner’s representative agency may promptly nominate a replacement legal representative.
The appointment may come from:
• an existing authorized state representative; or
• another qualified individual meeting statutory requirements.
The proposal is then submitted directly to the supervising Judge handling the bankruptcy proceedings.
Partially State-Owned Enterprises
Where the legal representative manages only the State’s capital contribution, the competent State authority must nominate a replacement representative responsible for protecting State interests throughout the insolvency process.
This ensures continued supervision of public assets while allowing the enterprise to continue operating.
Protecting Enterprise Value Instead of Liquidating Too Early
Perhaps the most commercially significant aspect of Decree 187 concerns asset transfers during bankruptcy proceedings.
Rather than assuming liquidation is inevitable, the Decree allows:
• transfer of the enterprise’s entire assets;
• transfer of individual business divisions;
• transfer of viable operating units;
• continuation of commercially valuable business activities.
This represents an increasingly modern insolvency philosophy.
Instead of destroying enterprise value through immediate liquidation, viable operations may continue while restructuring or transferring valuable business lines to capable investors.
For international investors seeking distressed acquisition opportunities, this may substantially improve transaction certainty.
Increased Protection for Creditors
The Decree also strengthens creditor confidence.
By ensuring:
• continuity of management;
• judicial supervision;
• clearer governance;
• preservation of operating businesses;
the likelihood of preserving recoverable value improves considerably.
Creditors generally benefit where businesses continue operating rather than ceasing operations entirely.
Increased Responsibilities for Directors
The new framework also carries important implications for directors and legal representatives.
Extended absence from Vietnam without proper authorization may now have significant legal consequences.
Foreign managers serving as legal representatives should therefore ensure:
• proper delegation arrangements;
• valid powers of attorney;
• continuous management capability;
• documented internal governance procedures.
International companies with expatriate management should review their corporate governance structures accordingly.
A Broader Reform of Vietnam’s Insolvency Framework
Decree 187 should not be viewed in isolation.
It complements Decree No. 109/2026/ND-CP, which introduced administrative sanctions for violations of bankruptcy obligations.
Together, the two Decrees signal a broader policy direction:
Corporate insolvency should no longer be ignored or delayed.
Directors who fail to initiate bankruptcy proceedings when statutory insolvency thresholds have been met may now face personal administrative liability.
Combined with the governance provisions under Decree 187, Vietnam is steadily moving toward international standards of corporate responsibility and insolvency management.
Opportunities for Foreign Investors
For foreign investors, these reforms create several practical advantages.
Greater certainty during insolvency proceedings can facilitate:
• acquisition of distressed assets;
• restructuring of state-invested enterprises;
• project refinancing;
• debt restructuring;
• special situations investing;
• non-performing loan transactions;
• strategic acquisitions of viable business divisions.
The clearer governance framework also reduces transaction risk arising from uncertainty regarding who has authority to act on behalf of distressed enterprises.
Practical Action Plan for Foreign Investors, Banks and Creditors
Foreign businesses should not wait until a counterparty enters financial distress. Instead, they should proactively review their investment and contractual arrangements.
1. Review Counterparty Exposure
Identify whether any suppliers, borrowers, joint venture partners or acquisition targets include state ownership or state capital participation.
2. Verify Legal Representative Structures
Ensure contracts identify:
• authorized representatives;
• alternate signing authorities;
• succession mechanisms;
• power-of-attorney arrangements.
3. Strengthen Due Diligence
For acquisitions involving distressed enterprises, examine:
• pending bankruptcy proceedings;
• judicial supervision;
• replacement of legal representatives;
• validity of corporate approvals.
4. Review Financing Documentation
Banks and lenders should ensure financing documents adequately address:
• insolvency triggers;
• management replacement;
• information rights;
• enforcement mechanisms.
5. Prepare Distressed M&A Strategies
The new framework may create attractive opportunities for acquiring:
• viable business divisions;
• productive assets;
• ongoing projects;
• operating subsidiaries.
Early preparation often provides a competitive advantage.
6. Monitor Director Compliance
Foreign-appointed legal representatives should regularly assess compliance with Vietnamese insolvency obligations, particularly where financial distress may require timely bankruptcy filings.
7. Integrate Insolvency Risk into Compliance Programs
Corporate governance policies should include procedures addressing:
• management continuity;
• emergency delegation;
• cross-border absence;
• restructuring protocols;
• insolvency response planning.
Looking Ahead
Vietnam’s insolvency regime continues to evolve toward a more sophisticated and commercially pragmatic system.
Decree 187 reflects an important policy objective: preserving enterprise value while protecting creditors, maintaining governance and ensuring orderly restructuring rather than unnecessary liquidation.
For international investors, the message is clear. Vietnam is building a legal environment that increasingly supports business continuity during financial distress, strengthens governance of state-invested enterprises and creates greater predictability for investment decisions.
Those who understand these reforms early will be better positioned to identify restructuring opportunities, protect existing investments and navigate distressed situations with greater confidence.
***
For more information on the above, please do not hesitate to contact the author Dr. Oliver Massmann under omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann is the General Director of Duane Morris Vietnam LLC.
Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann – Compliance in Vietnam – Eine regulatorische Perspektive Vom Risikomanagement zum Wettbewerbsvorteil
Compliance ist zu einem Vorstandsthema geworden Noch vor einem Jahrzehnt wurde Compliance in Vietnam oft als interne Rechtsfunktion oder als „Check-the-Box“-Übung betrachtet. Diese Wahrnehmung hat sich grundlegend verändert. Heute ist Compliance zu einem strategischen Geschäftsthema geworden. Investoren, Kreditgeber, multinationale Unternehmen und Aufsichtsbehörden erwarten zunehmend, dass Unternehmen nicht nur die Einhaltung der Gesetze nachweisen, sondern auch eine echte Integritätskultur in ihrer gesamten Organisation verankert haben. Die rasante wirtschaftliche Entwicklung Vietnams, die zunehmende Integration in globale Lieferketten und das wachsende Netz von Freihandelsabkommen haben die regulatorischen Erwartungen erheblich gesteigert. Gleichzeitig sind die vietnamesischen Behörden deutlich aktiver geworden bei der Untersuchung von Korruption, Steuerverstößen, Wettbewerbsfragen, Arbeitskonflikten, Datenschutzverletzungen und Mängeln in der Unternehmensführung. Für Unternehmen in Vietnam geht es bei Compliance daher nicht mehr nur darum, Strafen zu vermeiden. Es geht darum, den Unternehmenswert zu schützen, den Ruf zu bewahren und nachhaltiges langfristiges Wachstum zu schaffen.
Die Transformation Vietnams hat die Compliance-Landschaft verändert Vietnam hat sich zu einem der attraktivsten Investitionsstandorte Asiens entwickelt. Politische Stabilität, wettbewerbsfähige Arbeitskosten, ein zunehmend anspruchsvoller Fertigungssektor und eine Regierung, die sich der Anziehung hochwertiger ausländischer Investitionen verschrieben hat, haben außergewöhnliche Geschäftsmöglichkeiten geschaffen. Mit diesen Chancen geht jedoch auch größere Verantwortung einher. Der rechtliche Rahmen Vietnams hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Neue Gesetze haben umfassendere Verpflichtungen für inländische und ausländische Unternehmen eingeführt, während die Durchsetzungsbehörden deutlich erfahrener und proaktiver geworden sind. Die Botschaft der Regulierungsbehörden ist zunehmend klar: Gute Unternehmensführung und wirksame Compliance werden jetzt erwartet – sie sind nicht mehr optional.
Compliance ist weit mehr als Rechtskonformität Viele Organisationen setzen Compliance noch immer fälschlicherweise mit Rechtsberatung gleich. In Wirklichkeit kombiniert ein wirksames Compliance-Programm mehrere Disziplinen:
1. Rechtskonformität
2. Corporate Governance
3. Interne Kontrollen
4. Ethik
5. Finanzielle Transparenz
6. Operatives Risikomanagement
7. Mitarbeiterbewusstsein
8. Management-Verantwortlichkeit
Erfolgreiche Unternehmen verstehen, dass Compliance nicht einfach an die Rechtsabteilung delegiert werden kann. Es muss Teil der DNA des Unternehmens werden. Die stärksten Compliance-Kulturen werden von oben nach unten aufgebaut. Vorstand und Geschäftsführung geben den Ton vor, das mittlere Management verstärkt die Erwartungen durch tägliche Entscheidungen, und die Mitarbeiter setzen diese Prinzipien in der Praxis um.
Die wichtigsten Compliance-Risiken in Vietnam Obwohl jedes Unternehmen unterschiedlich ist, erfordern mehrere regulatorische Bereiche stets besondere Aufmerksamkeit.
• Anti-Korruption Vietnam hat seinen Antikorruptionsrahmen erheblich gestärkt. Die Behörden untersuchen zunehmend Bestechung, Interessenkonflikte, Machtmissbrauch, Unregelmäßigkeiten bei der Beschaffung und unlautere Geschäftspraktiken. Internationale Unternehmen müssen zudem bedenken, dass Compliance-Verpflichtungen oft über Vietnam hinausgehen. Gesetze wie der U.S. Foreign Corrupt Practices Act (FCPA), der UK Bribery Act und ähnliche Antikorruptionsgesetze können gleichzeitig Anwendung finden. Unternehmen benötigen daher Compliance-Programme, die sowohl vietnamesische als auch internationale Standards erfüllen.
• Wettbewerbsrecht Das Wettbewerbsrecht Vietnams hat sich erheblich modernisiert. Unternehmen sollten sorgfältig prüfen:
1. Vertriebsvereinbarungen
2. Exklusivitätsbestimmungen
3. Wiederverkaufspreisgestaltung
4. Marktaufteilung
5. Missbrauch marktbeherrschender Stellung
6. Fusionskontrollpflichten
Wettbewerbs-Compliance ist nicht mehr nur für sehr große Unternehmen relevant. Auch mittelständische Unternehmen können erheblichen Risiken ausgesetzt sein, wenn Geschäftspraktiken unbeabsichtigt gegen Wettbewerbsregeln verstoßen.
Beschäftigungs-Compliance Mitarbeiter verstehen zunehmend ihre gesetzlichen Rechte. Arbeitskonflikte entstehen häufig aus:
1. Arbeitsverträgen
2. Überstundenregelungen
3. Disziplinarverfahren
4. Kündigungsprozessen
5. Sozialversicherung
6. Betriebsrichtlinien
7. Interne Untersuchungen
Die meisten Konflikte können durch klare Dokumentation, transparente Kommunikation und rechtlich konforme HR-Verfahren vermieden werden. Ein Arbeitskonflikt beginnt selten vor Gericht. Er beginnt meist mit schlechter Kommunikation.
Datenschutz Der Schutz personenbezogener Daten ist zu einem der sich am schnellsten entwickelnden Regulierungsbereiche in Vietnam geworden. Unternehmen verarbeiten routinemäßig Kundeninformationen, Mitarbeiterakten, Lieferantendaten und digitale Kommunikation. Unternehmen sollten umfassende interne Verfahren einführen für:
1. Datenerhebung
2. Datenspeicherung
3. Datenverarbeitung
4. Internationale Datenübertragungen
5. Cybersicherheit
6. Meldung von Datenschutzverletzungen
7. Zugriffskontrollen für Mitarbeiter
Datenschutz ist nicht länger nur ein IT-Thema. Es ist ein unternehmensweites Governance-Thema.
Geldwäschebekämpfung Finanzinstitute arbeiten seit langem unter strengen Verpflichtungen zur Geldwäschebekämpfung. Zunehmend sind jedoch auch viele andere Branchen mit erweiterten Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden und Berichtspflichten konfrontiert. Risikobasierte interne Verfahren werden zum internationalen Standard.
Steuer-Compliance Steuerkonformität geht weit über die jährliche Steuererklärung hinaus. Die Behörden konzentrieren sich zunehmend auf:
1. Verrechnungspreise
2. Betriebsstättenfragen
3. Mehrwertsteuer-Compliance
4. Quellensteuer
5. Zollbewertung
6. Transaktionen mit verbundenen Unternehmen
7. Dokumentationsanforderungen
Eine vorausschauende Planung vor Transaktionen ist deutlich kostengünstiger als die nachträgliche Lösung von Steuerstreitigkeiten.
Devisen-Compliance Vietnam unterhält umfassende Devisenvorschriften. Unternehmen sollten sorgfältig strukturieren:
1. Auslandsdarlehen
2. Kapitalbeiträge
3. Gewinnrückführungen
4. Dividendenzahlungen
5. Offshore-Finanzierungen
6. Zahlungsdokumentation
Viele Geschäftstransaktionen können sich verzögern, wenn Zahlungsstrukturen nicht im Einklang mit den vietnamesischen Devisenvorschriften gestaltet sind.
Ein wirksames Compliance-Programm aufbauen Wirksame Compliance-Programme entstehen nicht durch umfangreiche Handbücher, die ungelesen bleiben. Sie entstehen durch praktische Umsetzung.
Erfolgreiche Programme beinhalten typischerweise:
• Starke Führung Compliance beginnt mit Führung. Mitarbeiter erkennen schnell, ob das Management Compliance wirklich unterstützt oder nur darüber spricht. Das Verhalten der Führung bestimmt die Unternehmenskultur weitaus stärker als schriftliche Richtlinien.
• Risikobewertung Jedes Unternehmen steht vor unterschiedlichen Risiken. Ein Produktionsunternehmen hat andere Herausforderungen als ein Technologie-, Pharma- oder Finanzunternehmen. Compliance-Programme sollten daher risikobasiert und nicht generisch sein.
• Klare interne Richtlinien Richtlinien sollten praxisnah sein. Mitarbeiter müssen verstehen:
1. was erwartet wird
2. warum es wichtig ist
3. wie sie reagieren sollen
4. wo sie Unterstützung finden
Wenn Richtlinien von normalen Mitarbeitern nicht verstanden werden können, sind sie kaum wirksam.
• Schulungen Regelmäßige Schulungen verwandeln Compliance von Theorie in tägliche Praxis. Sie sollten interaktiv, praxisnah und auf reale Geschäftsszenarien zugeschnitten sein. Mitarbeiter erinnern sich an realistische Beispiele deutlich besser als an lange juristische Vorträge.
• Internes Berichtswesen Mitarbeiter müssen sich wohlfühlen, wenn sie Bedenken äußern. Ein wirksamer Hinweisgebermechanismus schützt sowohl Mitarbeiter als auch die Organisation. Ziel ist nicht die Förderung von Beschwerden, sondern die frühzeitige Identifizierung von Problemen – bevor Behörden oder Medien es tun.
• Kontinuierliche Überwachung Compliance ist nicht statisch. Gesetze entwickeln sich weiter. Unternehmen entwickeln sich weiter. Risiken entwickeln sich weiter. Compliance-Programme erfordern daher eine kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung.
Compliance schafft Geschäftswert Viele Unternehmen betrachten Compliance zunächst als Kostenfaktor. In Wirklichkeit bringt starke Compliance messbare Vorteile:
1. Stärkung des Investorenvertrauens
2. Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten
3. Erleichterung von Fusionen und Übernahmen
4. Steigerung des Unternehmenswerts
5. Verringerung regulatorischer Untersuchungen
6. Minimierung von Rechtsstreitigkeiten
7. Verbesserung der betrieblichen Effizienz
8. Schutz des Unternehmensrufs
Investoren führen zunehmend umfassende Compliance-Due-Diligence-Prüfungen durch, bevor sie Kapital bereitstellen. Eine schwache Compliance-Kultur kann die Bewertung erheblich senken – oder eine Transaktion ganz verhindern.
Compliance und ESG sind eng verbunden Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) beeinflussen weltweit Investitionsentscheidungen. Governance bildet die Grundlage von ESG. Ohne wirksame Governance und Compliance verlieren Umwelt- und Sozialverpflichtungen an Glaubwürdigkeit. Internationale Investoren bewerten zunehmend:
• Governance-Qualität
• Transparenz
• Interne Kontrollen
• Ethisches Geschäftsverhalten
• Management-Verantwortlichkeit
Compliance ist damit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung langfristiger Investitionen.
Die menschliche Dimension der Compliance Compliance hängt letztlich von Menschen ab. Die meisten Verstöße entstehen nicht aus Absicht, sondern durch kommerziellen Druck, Missverständnisse oder die Annahme, „so läuft das Geschäft“. Eine gesunde Compliance-Kultur ermutigt Mitarbeiter, Fragen zu stellen, bevor sie schwierige Entscheidungen treffen. Die stärksten Organisationen sind nicht die, die nie Probleme haben, sondern die, die Probleme früh erkennen, transparent reagieren und sich kontinuierlich verbessern.
Ausblick Vietnam wird seinen regulatorischen Rahmen weiter stärken, während seine Wirtschaft komplexer und international integrierter wird. Unternehmen, die Compliance nur defensiv betrachten, bleiben hinter den Entwicklungen zurück. Wer Compliance in die Unternehmenskultur integriert, reduziert nicht nur rechtliche Risiken, sondern stärkt auch das Vertrauen von Investoren, verbessert die operative Widerstandsfähigkeit und erhöht die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Compliance sollte daher nicht mehr nur als rechtliche Pflicht gesehen werden. Es ist eine strategische Investition in die Zukunft des Unternehmens. In Vietnam sind es zunehmend die Unternehmen, die mit Integrität handeln, die nachhaltigen Erfolg erzielen.
*
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Autor Dr. Oliver Massmann unter omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.
ベトナムの弁護士、オリバー・マスマン博士 – ベトナムが外国投資のルールを書き換える:第10号決議がグローバル投資家にもたらす意味
ベトナムは、外国投資戦略において新たな段階に入りました。
2026年6月8日付の政治局決議第10号-NQ/TW(以下「第10号決議」)の発布に伴い、ベトナム政府は、今後の経済成長がもはや低コストの製造業、安価な土地、または広範な税制優遇措置によって主導されることはないことを明確にしました。 その代わりに、ベトナムは、高度技術、イノベーション、研究開発(R&D)、質の高い雇用、そしてベトナム企業のグローバル・バリューチェーンへの強固な統合をもたらす外国投資の誘致を目指しています。
第10号決議は法律ではなく共産党の政策文書ではありますが、ベトナムの今後の規制の方向性を示す重要な指標となります。 歴史的に見ても、党の主要な決議は、その後の法律や行政改革の政策的基盤として機能してきました。 したがって、外国人投資家は第10号決議を、次世代のベトナム投資枠組みに向けた初期のロードマップとして捉えるべきです。
1. ベトナムの投資哲学の変化
30年以上にわたり、ベトナムは競争力のある人件費、政治的安定、魅力的な税制優遇措置、および広範な自由貿易協定ネットワークを通じた国際市場へのアクセスを提供することで、アジア有数の海外直接投資の目的地としての地位を確立してきました。
第10号決議は、この戦略の重要な進化を示すものです。
ベトナムは今後、主にコストで競争するのではなく、品質で競争する意向です。 政府は、生産性を向上させ、技術力を強化し、国の長期的な経済変革を支援する投資の誘致を目指しています。
将来の投資プロジェクトは、以下のような分野で有意義な貢献を示すことが期待されています。
• 研究開発
• 先端技術およびイノベーション
• 技術移転
• 高度なスキルを持つ人材の育成
• ベトナム企業のグローバル・サプライチェーンへの統合
• 持続可能な経済発展
言い換えれば、ベトナムは「より多くの外国投資の誘致」から「より質の高い外国投資の誘致」へと移行しているのです。
2. 今後の投資の優先分野
第10号決議では、強力な政策的支援を受け、将来の投資促進の焦点となることが期待される戦略的産業がいくつか特定されています。
これらには以下が含まれます。
• 半導体製造
• 人工知能(AI)
• ビッグデータおよびクラウドコンピューティング
• ブロックチェーン技術
• モノのインターネット(IoT)
• バイオテクノロジーおよびバイオ医療
• 再生可能エネルギーおよび環境対応技術
• 先進的かつ高付加価値な製造業
• デジタルインフラおよびデータセンター
• 物流およびスマートインフラ
• 国際金融センターの開発(特にホーチミン市)
これらの分野は、今後10年間で地域のイノベーションおよびテクノロジーのハブとなるというベトナムの目標において、中心的な役割を果たすと期待されています。
3. 新たなインセンティブモデル:税制優遇から成果主義のパートナーシップへ
第10号決議に含まれる最も重要なメッセージの1つは、ベトナムの投資インセンティブの枠組みを近代化するという政府の意向です。
免税期間、優遇的な土地賃貸料、および投資規模を主とする従来のインセンティブは、徐々により洗練されたアプローチへと道を譲りつつあります。
今後は、インセンティブが測定可能な経済的貢献とますます結びつくようになることが予想されます。
将来の支援は、投資家が以下を含む具体的な成果を示す能力に依存する可能性が高いと考えられます。
• 実際の研究開発(R&D)支出
• 成功裏に実施された技術移転
• ベトナム国内のサプライヤーの育成
• サプライチェーンの現地化
• 高度なスキルを要する雇用の創出
• 持続可能で環境に配慮したビジネス慣行の実施
これは、インセンティブに基づく誘致から成果主義のパートナーシップへと向かう、より広範な政策の転換を反映しており、ベトナムの長期的な競争力と産業の高度化に貢献する投資家が報われる仕組みとなります。
4. 国内経済との統合強化
第10号決議はまた、政府の長年の懸念事項の1つである、一部の外国投資企業と国内企業との限定的な統合の問題にも対応しています。
今後、外国人投資家はベトナム経済に対してより大きな「波及効果」をもたらすことが期待されています。
これには以下が含まれます。
• 現地サプライヤーネットワークの構築
• ベトナム企業が国際的な品質基準を満たすための支援
• 技術および経営ノウハウの共有
• 従業員の能力開発の支援
• グローバル・バリューチェーンへのベトナムの参加強化
政府の目的は、単に外国投資を増やすことではなく、より広範な経済全体にわたるプラスの影響を最大化することです。
5. 外国人投資家が今すべきこと
今後時間をかけて関連法規が施行されることになりますが、第10号決議はすでに政府の政策的優先事項に関する貴重な洞察を提供しています。
ベトナムでの新規プロジェクトや既存事業の拡大を検討している外国人投資家は、以下の方法により、今すぐ準備を始めるべきです。
• 投資提案に、意義のある研究開発およびイノベーションの要素を組み込むこと
• 現地化およびサプライヤー育成に関する明確な戦略を策定すること
• ESG(環境・社会・ガバナンス)および持続可能性への取り組みを強化すること
• 技術移転および従業員の能力開発計画を示すこと
• 将来のプロジェクトがベトナムの戦略的優先分野と合致しているかを評価すること
• 投資法、税法、工業団地規制、および関連する実施措置の今後の改正を注視すること
事業戦略をこれらの進化する政策的優先事項に積極的に適合させる投資家は、規制面でのサポートを得やすく、ベトナムの次世代の投資インセンティブの恩恵を享受できる有利な立場に立つ可能性が高いでしょう。
今後の展望
第10号決議は、過去数十年におけるベトナムの外国投資政策において最も重要な戦略的転換の1つを示すものです。
詳細な法的枠組みは今後数カ月、数年の間に発展していくでしょうが、その方向性はすでに明白です。 ベトナムが求めているのは、単なる外国投資の増加ではなく、イノベーション、技術、持続可能性、より高い生産性、そして長期的な経済価値をもたらす投資なのです。
国際的な投資家に対するメッセージも同様に明確です。ベトナムでの将来の成功は、投資された資本の額だけでなく、投資の質や、国の経済発展への貢献度にますます依存するようになるでしょう。
この変化をいち早く理解し、それに沿って自らの位置づけを行う企業こそが、ベトナムの次の成長の章から恩恵を受けるのに最適な立場となるはずです。
第10号決議の影響や、進化するベトナムの外国投資枠組みに関してご質問や詳細な情報が必要な場合は、どうぞお気軽にオリバー・マスマン博士(omassmann@duanemorris.com)までお問い合わせください。
オリバー・マスマン博士は、Duane Morris Vietnam LLCのジェネラル・ディレクターを務めております。
Compliance in Vietnam – A Regulatory Perspective From Risk Management to Competitive Advantage
Compliance Has Become a Boardroom Issue
Only a decade ago, compliance in Vietnam was often viewed as an internal legal function or a “check-the-box” exercise. That perception has fundamentally changed.
Today, compliance has become a strategic business issue. Investors, lenders, multinational corporations and regulators increasingly expect companies to demonstrate not only that they comply with the law, but also that they have embedded a genuine culture of integrity throughout their organization.
Vietnam’s rapid economic development, its growing integration into global supply chains and the country’s expanding network of free trade agreements have significantly increased regulatory expectations. At the same time, Vietnamese authorities have become considerably more active in investigating corruption, tax violations, competition issues, labour disputes, personal data protection breaches and corporate governance failures.
For companies operating in Vietnam, compliance is therefore no longer merely about avoiding penalties. It is about protecting enterprise value, preserving reputation and creating sustainable long-term growth.
Vietnam’s Transformation Has Changed the Compliance Landscape
Vietnam has developed into one of Asia’s most attractive investment destinations.
Political stability, competitive labour costs, an increasingly sophisticated manufacturing sector and a government committed to attracting high-quality foreign investment have created exceptional business opportunities.
With these opportunities, however, comes greater responsibility.
Vietnam’s legal framework has evolved rapidly over the past years. New legislation has introduced more comprehensive obligations for both domestic and foreign-invested enterprises, while enforcement authorities have become significantly more experienced and proactive.
The message from regulators is increasingly clear:
Good corporate governance and effective compliance are now expected—not optional.
Compliance Is Much More Than Legal Compliance
Many organisations still mistakenly equate compliance with legal advice.
In reality, an effective compliance programme combines several disciplines:
• legal compliance
• corporate governance
• internal controls
• ethics
• financial transparency
• operational risk management
• employee awareness
• management accountability
Successful companies understand that compliance cannot simply be delegated to the legal department.
It must become part of the company’s DNA.
The strongest compliance cultures are built from the top down.
Boards and senior management establish the tone, middle management reinforces expectations through daily decisions, and employees implement these principles in practice.
The Principal Compliance Risks in Vietnam
Although every business is different, several regulatory areas consistently require particular attention.
Anti-Corruption
Vietnam has significantly strengthened its anti-corruption framework.
Authorities increasingly investigate bribery, conflicts of interest, abuse of authority, procurement irregularities and improper business practices.
International companies must also remember that compliance obligations often extend beyond Vietnam.
Legislation such as the U.S. Foreign Corrupt Practices Act (FCPA), the UK Bribery Act and similar anti-corruption laws may apply simultaneously.
Companies therefore need compliance programmes that satisfy both Vietnamese and international standards.
Competition Law
Vietnam’s Competition Law has modernised considerably.
Companies should carefully review:
• distribution arrangements
• exclusivity provisions
• resale pricing
• market allocation
• abuse of market dominance
• merger control obligations
Competition compliance is no longer relevant only for very large corporations.
Medium-sized companies may also face significant risks if commercial practices unintentionally violate competition rules.
Employment Compliance
Employees increasingly understand their legal rights.
Labour disputes frequently arise from:
• employment contracts
• overtime arrangements
• disciplinary procedures
• termination processes
• social insurance
• workplace policies
• internal investigations
Most disputes can be avoided through clear documentation, transparent communication and legally compliant HR procedures.
An employment dispute rarely begins in court.
It usually begins with poor communication.
Personal Data Protection
The protection of personal data has become one of Vietnam’s fastest developing regulatory areas.
Businesses routinely process customer information, employee records, supplier data and digital communications.
Companies should establish comprehensive internal procedures governing:
• collection
• storage
• processing
• international transfers
• cybersecurity
• breach reporting
• employee access controls
Data protection is no longer solely an IT issue.
It is an enterprise-wide governance issue.
Anti-Money Laundering
Financial institutions have long operated under strict anti-money laundering obligations.
Increasingly, however, many other industries also face enhanced customer due diligence and reporting obligations.
Risk-based internal procedures are becoming the international standard.
Tax Compliance
Tax compliance extends far beyond filing annual tax returns.
Authorities increasingly focus on:
• transfer pricing
• permanent establishment issues
• VAT compliance
• withholding tax
• customs valuation
• related-party transactions
• documentation requirements
Proper planning before transactions occur remains significantly less expensive than resolving tax disputes afterwards.
Foreign Exchange Compliance
Vietnam maintains comprehensive foreign exchange regulations.
Companies should carefully structure:
• foreign loans
• capital contributions
• profit remittances
• dividend payments
• offshore financing
• payment documentation
Many commercial transactions can be delayed simply because payment structures were not designed with Vietnamese foreign exchange regulations in mind.
Building an Effective Compliance Programme
Effective compliance programmes are not built by producing large policy manuals that remain unread.
They are built through practical implementation.
Successful programmes typically include:
Strong Leadership
Compliance begins with leadership.
Employees quickly recognise whether management genuinely supports compliance or merely discusses it.
Leadership behaviour determines corporate culture far more effectively than written policies.
Risk Assessment
Every company faces different risks.
A manufacturing company faces different compliance challenges than a technology company, pharmaceutical company or financial institution.
Compliance programmes should therefore be risk-based rather than generic.
Clear Internal Policies
Policies should be practical.
Employees should understand:
• what is expected
• why it matters
• how to respond
• where to seek guidance
If policies cannot be understood by ordinary employees, they are unlikely to be effective.
Training
Regular training transforms compliance from theory into daily practice.
Training should be interactive, practical and tailored to actual business scenarios.
Employees remember realistic examples far better than lengthy legal presentations.
Internal Reporting
Employees must feel comfortable reporting concerns.
An effective whistleblowing mechanism protects both employees and the organisation.
The objective is not to encourage complaints.
The objective is to identify problems before regulators or the media do.
Continuous Monitoring
Compliance is not static.
Laws evolve.
Businesses evolve.
Risks evolve.
Compliance programmes therefore require continuous review and improvement.
Compliance Creates Business Value
Many companies initially view compliance as a cost.
In reality, strong compliance often produces measurable commercial benefits.
Effective compliance may:
• strengthen investor confidence
• improve financing opportunities
• facilitate mergers and acquisitions
• increase enterprise value
• reduce regulatory investigations
• minimise litigation
• improve operational efficiency
• protect corporate reputation
Increasingly, investors conduct extensive compliance due diligence before committing capital.
A weak compliance culture can significantly reduce valuation—or even prevent a transaction entirely.
Compliance and ESG Are Becoming Closely Connected
Environmental, Social and Governance (ESG) considerations continue to influence investment decisions worldwide.
Governance represents the foundation of ESG.
Without effective governance and compliance, environmental and social commitments often lack credibility.
International investors increasingly assess:
• governance quality
• transparency
• internal controls
• ethical business conduct
• management accountability
Compliance has therefore become an important competitive advantage in attracting long-term investment.
The Human Dimension of Compliance
Compliance ultimately depends on people.
Most compliance failures do not occur because companies deliberately intend to violate the law.
They occur because individuals face commercial pressure, misunderstand regulatory requirements or assume that “this is how business is done.”
A healthy compliance culture encourages employees to ask questions before making difficult decisions.
The strongest organisations are not those that never encounter problems.
They are those that identify issues early, respond transparently and continuously improve.
Looking Ahead
Vietnam will continue strengthening its regulatory framework as its economy becomes more sophisticated and internationally integrated.
Companies that view compliance merely as a defensive exercise will always remain one step behind regulatory developments.
Those that embed compliance into their corporate culture will not only reduce legal risk but also strengthen investor confidence, improve operational resilience and enhance long-term competitiveness.
Compliance should therefore no longer be viewed simply as a legal obligation.
It is a strategic investment in the future of the business.
In today’s Vietnam, companies that do business with integrity are increasingly the companies that achieve sustainable success.
***
For more information on the above, please do not hesitate to contact the author Dr. Oliver Massmann under omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann is the General Director of Duane Morris Vietnam LLC.
Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann – Marktzugang in Vietnam für digitale Unterhaltung, Gaming-Technologie und internationale Dienstleistungsunternehmen Warum Vietnam zu einem strategischen Eintrittspunkt für internationale Investoren geworden ist
Einleitung
Vietnam ist längst nicht mehr nur ein Schwellenmarkt. Das Land entwickelt sich zunehmend zu einer der wichtigsten digitalen Wachstumsstorys Asiens. Mit über 100 Millionen Einwohnern, einer schnell wachsenden Mittelschicht, starkem Wirtschaftswachstum, zunehmenden ausländischen Direktinvestitionen und einer der am schnellsten wachsenden digitalen Ökonomien Südostasiens ist Vietnam zu einem strategischen Ziel für internationale Unternehmen geworden, die langfristige Wachstumschancen suchen.
Während die Aufmerksamkeit häufig auf Fertigung, Halbleiter, erneuerbare Energien und Infrastruktur gerichtet ist, vollzieht sich eine stille Transformation in der digitalen Wirtschaft des Landes. Internationale Unternehmen aus den Bereichen digitale Unterhaltung, Gaming-Technologie, Software-Dienstleistungen, Marktforschung, Beratung, digitales Marketing, Kundenakquise, Content-Management und Technologieplattformen prüfen zunehmend Vietnam sowohl als Markt als auch als operatives Zentrum.
Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob Vietnam attraktiv ist, sondern wie internationale Unternehmen eine rechtlich konforme, kommerziell effektive und skalierbare Präsenz aufbauen können.
Vietnams digitale Wirtschaft tritt in eine neue Phase ein
Die digitale Transformation Vietnams beschleunigt sich. Das Land vereint mehrere seltene Merkmale:
1. Große und junge Bevölkerung
2. Hohe Internet- und Smartphone-Durchdringung
3. Rasche Nutzung digitaler Dienste
4. Wachsende Technologie-Arbeitskräfte
5. Wettbewerbsfähige Betriebskosten
6. Zunehmende Integration in globale Lieferketten
7. Breite Teilnahme an internationalen Handelsabkommen
Für internationale Investoren bietet Vietnam weit mehr als Zugang zu heimischen Konsumenten. Viele Unternehmen sehen Vietnam zunehmend als Plattform für:
• regionale Geschäftsentwicklung,
• Kundenakquise,
• Marktforschung,
• Technologie-Support,
• Content-Lokalisierung,
• digitale Marketing-Operationen,
• Softwareentwicklung,
• ASEAN-Expansionsstrategien.
Marktzugang ist oft einfacher als erwartet
Viele Investoren nehmen an, dass die Gründung in Vietnam nur großen multinationalen Konzernen vorbehalten sei. Tatsächlich erlaubt Vietnams Investitionsrahmen zahlreiche vollständig auslandsfinanzierte Unternehmen in Dienstleistungssektoren wie Marketing, Beratung, Marktforschung, Managementberatung und technologiebezogenen Aktivitäten.
Für viele internationale Firmen ist der effektivste erste Schritt nicht eine große Kapitalinvestition, sondern die Einrichtung einer lokalen Plattform zur Unterstützung von Markteintritt, Beziehungsaufbau und langfristiger Expansion.
Verständnis des regulatorischen Ansatzes
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass alle digitalen Aktivitäten gleich reguliert sind. Vietnams Rahmen unterscheidet zunehmend zwischen Kategorien:
• Marketing, Beratung, Marktforschung, Softwareentwicklung, Technologie-Support und digitale Dienstleistungen werden anders behandelt als regulierte Sektoren wie Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Glücksspiel oder Wetten.
Für Unternehmen im Bereich digitale Unterhaltung oder Gaming ist diese Unterscheidung entscheidend. Ein Unternehmen kann für Marketing, Beratung oder Software-Support eine Präsenz aufbauen, unterliegt aber völlig anderen Regeln, wenn es später regulierte Gaming-Aktivitäten betreiben möchte.
Bedeutung der Unternehmensstruktur
Markteintrittsprojekte scheitern oft nicht an der Gründung, sondern an fehlender Strukturierung. Erfolgreiche Projekte stellen strategische Fragen:
• Welche Funktionen werden in Vietnam ausgeführt?
• Dient Vietnam nur dem Binnenmarkt oder auch regionalen Operationen?
• Wie wird geistiges Eigentum verwaltet?
• Wo wird Umsatz generiert?
• Wie wird Personal eingesetzt?
• Welche Expansionsmöglichkeiten bestehen?
Eine Struktur, die nur kurzfristige Ziele erfüllt, kann langfristig ineffizient werden.
Digitale Infrastruktur und Regulierung
Vietnam digitalisiert zunehmend Verwaltung, Steuern, Rechnungsstellung, Berichterstattung und Arbeitsrecht. Dies schafft Chancen, aber auch Pflichten. Unternehmen mit soliden Compliance-Systemen finden Vietnam oft leichter zu navigieren. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Transparenz und Governance.
Humankapital: Vietnams unterschätzter Vorteil
Neben Marktgröße ist Vietnams größte Stärke seine Arbeitskräfte: wachsendes Know-how in Technologie, Software, Marketing, Datenanalyse und Kundenbindung. Dies eröffnet Chancen für regionale Operationen und macht Vietnam zu einem strategischen Talentpool.
Phasenweiser Markteintritt
Erfolgreiche Investoren gehen schrittweise vor:
1. Aufbau einer konformen Plattform und Marktkenntnis
2. Operatives Wachstum, Rekrutierung, Geschäftsentwicklung
3. Erweiterung von Produkten, Dienstleistungen und Technologien basierend auf Markterfahrung
So lassen sich Risiken steuern und Kapital effizient einsetzen.
Über die Gründung hinaus
Gründung ist nur der Anfang. Die eigentliche Herausforderung ist, eine funktionierende Plattform für Wachstum, Compliance, Talententwicklung und Kundenbeziehungen zu schaffen.
Fazit
Vietnam positioniert sich zunehmend als regionales Zentrum für Technologie, digitale Dienstleistungen, Beratung, Geschäftsentwicklung und innovationsgetriebene Branchen. Für internationale Unternehmen bietet das Land eine überzeugende Kombination aus Marktpotenzial, operativer Fähigkeit, digitaler Transformation und langfristigen Wachstumsaussichten.
Marktzugang ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein strategischer Prozess aus Struktur, Compliance, Talent, Beziehungen und Umsetzung. Die größte Chance Vietnams liegt daher nicht nur im Zugang zu einem wachsenden Markt, sondern im Aufbau einer Plattform für regionales Wachstum.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Autor Dr. Oliver Massmann unter omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.
Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann – Vietnam schreibt die Regeln für Auslandsinvestitionen neu: Was Resolution Nr. 10 für globale Investoren bedeutet
Vietnam ist in eine neue Phase seiner Auslandsinvestitionsstrategie eingetreten. Mit der Veröffentlichung der Politbüro-Resolution Nr. 10-NQ/TW vom 8. Juni 2026 („Resolution 10“) hat die Regierung deutlich gemacht, dass das zukünftige Wirtschaftswachstum Vietnams nicht mehr primär durch kostengünstige Fertigung, billiges Land oder umfassende Steueranreize getragen wird. Stattdessen verfolgt das Land das Ziel, Auslandsinvestitionen anzuziehen, die Spitzentechnologien, Innovation, Forschung und Entwicklung (F&E), hochwertige Beschäftigung und eine stärkere Integration vietnamesischer Unternehmen in globale Wertschöpfungsketten mit sich bringen.
Obwohl Resolution 10 ein Parteidokument und keine Gesetzgebung ist, liefert sie einen wichtigen Hinweis auf die zukünftige regulatorische Ausrichtung Vietnams. Historisch gesehen haben große Parteiresolutionen stets die Grundlage für nachfolgende Gesetze und Verwaltungsreformen gebildet. Ausländische Investoren sollten Resolution 10 daher als frühen Fahrplan für die nächste Generation des Investitionsrahmens Vietnams betrachten.
1. Vietnam verändert seine Investitionsphilosophie
Über mehr als drei Jahrzehnte hat sich Vietnam als eines der führenden Ziele für ausländische Direktinvestitionen in Asien etabliert – durch wettbewerbsfähige Arbeitskosten, politische Stabilität, attraktive Steueranreize und Marktzugang über ein breites Netz von Freihandelsabkommen. Resolution 10 signalisiert eine bedeutende Weiterentwicklung dieser Strategie: Vietnam will künftig nicht mehr primär über Kosten, sondern über Qualität konkurrieren. Investitionen sollen Produktivität steigern, technologische Fähigkeiten stärken und die langfristige wirtschaftliche Transformation des Landes unterstützen.
Zukünftige Projekte sollen substanzielle Beiträge leisten in Bereichen wie:
• Forschung und Entwicklung,
• Spitzentechnologien und Innovation,
• Technologietransfer,
• Entwicklung hochqualifizierter Arbeitskräfte,
• Integration vietnamesischer Unternehmen in globale Lieferketten,
• nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.
Vietnam bewegt sich damit von „mehr“ Auslandsinvestitionen hin zu „besseren“ Auslandsinvestitionen.
2. Zukunftssektoren für Investitionen
Resolution 10 nennt mehrere strategische Branchen, die künftig besondere politische Unterstützung erhalten sollen:
• Halbleiterfertigung,
• Künstliche Intelligenz (KI),
• Big Data und Cloud Computing,
• Blockchain-Technologien,
• Internet der Dinge (IoT),
• Biotechnologie und Biomedizin,
• erneuerbare Energien und grüne Technologien,
• fortschrittliche und hochwertige Fertigung,
• digitale Infrastruktur und Datenzentren,
• Logistik und intelligente Infrastruktur,
• Entwicklung internationaler Finanzzentren, insbesondere in Ho-Chi-Minh-Stadt.
Diese Sektoren sollen eine zentrale Rolle bei Vietnams Ziel spielen, sich in den kommenden zehn Jahren zu einem regionalen Innovations- und Technologiezentrum zu entwickeln.
3. Ein neues Anreizmodell: Von Steuervergünstigungen zu leistungsbasierter Partnerschaft
Eine der wichtigsten Botschaften von Resolution 10 ist die Absicht der Regierung, das Investitionsanreizsystem zu modernisieren. Traditionelle Anreize wie Steuerbefreiungen, günstige Landmieten und Investitionsvolumen treten zunehmend zurück. Stattdessen sollen Anreize stärker an messbare wirtschaftliche Beiträge gekoppelt werden.
Zukünftige Unterstützung hängt voraussichtlich davon ab, ob Investoren konkrete Leistungen nachweisen können, darunter:
• tatsächliche F&E-Ausgaben,
• erfolgreicher Technologietransfer,
• Entwicklung vietnamesischer Zulieferer,
• Lokalisierung von Lieferketten,
• Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze,
• Umsetzung nachhaltiger und umweltbewusster Geschäftspraktiken.
Dies spiegelt den Übergang von einer „Anreiz-basierten Anziehung“ hin zu einer „leistungsbasierten Partnerschaft“ wider.
4. Stärkere Integration in die Binnenwirtschaft
Resolution 10 greift auch ein langjähriges Anliegen der Regierung auf: die begrenzte Integration mancher auslandsfinanzierter Unternehmen mit der heimischen Wirtschaft. Künftig sollen Investoren stärkere „Spillover-Effekte“ erzeugen, etwa durch:
• Aufbau lokaler Zuliefernetzwerke,
• Unterstützung vietnamesischer Unternehmen bei internationalen Qualitätsstandards,
• Weitergabe von Technologie und Management-Know-how,
• Förderung der Arbeitskräfteentwicklung,
• Stärkung der vietnamesischen Teilnahme an globalen Wertschöpfungsketten.
Das Ziel ist nicht nur mehr Auslandsinvestitionen, sondern deren maximaler positiver Einfluss auf die Gesamtwirtschaft.
5. Handlungsempfehlungen für Investoren
Auch wenn die Umsetzungsgesetze erst folgen werden, liefert Resolution 10 bereits wertvolle Einblicke in die politischen Prioritäten. Investoren sollten jetzt beginnen:
• F&E- und Innovationskomponenten in Projekte einzubauen,
• klare Lokalisierungs- und Zulieferstrategien zu entwickeln,
• ESG- und Nachhaltigkeitsverpflichtungen zu stärken,
• Technologietransfer- und Ausbildungspläne vorzulegen,
• Projekte an Vietnams strategischen Zukunftssektoren auszurichten,
• bevorstehende Änderungen im Investitionsgesetz, Steuerrecht und Industriezonenregeln genau zu beobachten.
Wer seine Strategien frühzeitig an diese Prioritäten anpasst, wird besser positioniert sein, regulatorische Unterstützung zu erhalten und von den neuen Anreizen zu profitieren.
Ausblick
Resolution Nr. 10 markiert einen der bedeutendsten strategischen Wendepunkte in Vietnams Investitionspolitik seit Jahrzehnten. Während sich der detaillierte Rechtsrahmen in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln wird, ist die Richtung klar: Vietnam sucht nicht einfach mehr Investitionen, sondern solche, die Innovation, Technologie, Nachhaltigkeit, höhere Produktivität und langfristigen wirtschaftlichen Wert bringen.
Für internationale Investoren lautet die Botschaft: Erfolg in Vietnam hängt künftig nicht nur von der Höhe des Kapitals ab, sondern von der Qualität der Investition und ihrem Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Unternehmen, die diesen Wandel früh verstehen und sich entsprechend positionieren, werden am besten von Vietnams nächstem Wachstumskapitel profitieren.
Für weitere Informationen zu den Auswirkungen von Resolution Nr. 10 oder zum sich entwickelnden Investitionsrahmen Vietnams wenden Sie sich bitte an Dr. Oliver Massmann unter omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.
Lawyer in Vietnam Dr. Oliver Massmann – Vietnam Rewrites the Rules for Foreign Investment: What Resolution No. 10 Means for Global Investors
Vietnam has entered a new phase in its foreign investment strategy.
With the issuance of Politburo Resolution No. 10-NQ/TW dated 8 June 2026 (“Resolution 10”), the Government has made clear that Vietnam’s future economic growth will no longer be driven primarily by low-cost manufacturing, inexpensive land or broad tax incentives. Instead, the country’s ambition is to attract foreign investment that delivers advanced technology, innovation, research and development (R&D), high-quality employment and stronger integration of Vietnamese enterprises into global value chains.
Although Resolution 10 is a Communist Party policy document rather than legislation, it provides an important indication of Vietnam’s future regulatory direction. Historically, major Party resolutions have served as the policy foundation for subsequent legislation and administrative reforms. Foreign investors should therefore view Resolution 10 as an early roadmap for the next generation of Vietnam’s investment framework.
1. Vietnam Changes Its Investment Philosophy
For more than three decades, Vietnam established itself as one of Asia’s leading destinations for foreign direct investment by offering competitive labour costs, political stability, attractive tax incentives and access to international markets through an extensive network of free trade agreements.
Resolution 10 signals a significant evolution of this strategy.
Rather than competing primarily on cost, Vietnam now intends to compete on quality. The Government seeks to attract investment that enhances productivity, strengthens technological capabilities and supports the country’s long-term economic transformation.
Future investment projects are expected to demonstrate meaningful contributions in areas such as:
• research and development;
• advanced technologies and innovation;
• technology transfer;
• development of highly skilled human resources;
• integration of Vietnamese enterprises into global supply chains; and
• sustainable economic development.
In other words, Vietnam is moving from attracting more foreign investment to attracting better foreign investment.
2. Priority Sectors for Future Investment
Resolution 10 identifies several strategic industries that are expected to receive strong policy support and become the focus of future investment promotion.
These include:
• semiconductor manufacturing;
• artificial intelligence (AI);
• big data and cloud computing;
• blockchain technologies;
• the Internet of Things (IoT);
• biotechnology and biomedicine;
• renewable energy and green technologies;
• advanced and high-value manufacturing;
• digital infrastructure and data centres;
• logistics and smart infrastructure; and
• the development of international financial centres, particularly in Ho Chi Minh City.
These sectors are expected to play a central role in Vietnam’s ambition to become a regional innovation and technology hub over the coming decade.
3. A New Incentive Model: From Tax Benefits to Performance-Based Partnership
One of the most significant messages contained in Resolution 10 is the Government’s intention to modernise Vietnam’s investment incentive framework.
Traditional incentives based primarily on tax holidays, preferential land rental and investment scale are gradually giving way to a more sophisticated approach.
Instead, incentives are expected to become increasingly linked to measurable economic contributions.
Future support is likely to depend upon an investor’s ability to demonstrate tangible achievements, including:
• actual R&D expenditure;
• successful technology transfer;
• development of Vietnamese suppliers;
• localisation of supply chains;
• creation of highly skilled employment; and
• implementation of sustainable and environmentally responsible business practices.
This reflects a broader policy shift from incentive-based attraction towards performance-based partnership, rewarding investors that contribute to Vietnam’s long-term competitiveness and industrial upgrading.
4. Stronger Integration with the Domestic Economy
Resolution 10 also addresses one of the Government’s long-standing concerns: the limited integration between certain foreign-invested enterprises and domestic businesses.
Going forward, foreign investors are expected to generate greater “spillover effects” for the Vietnamese economy.
This includes:
• developing local supplier networks;
• assisting Vietnamese enterprises in meeting international quality standards;
• sharing technology and management know-how;
• supporting workforce development; and
• strengthening Vietnam’s participation in global value chains.
The Government’s objective is not simply to increase foreign investment, but to maximise its positive impact across the broader economy.
5. What Should Foreign Investors Do Now?
Although implementing legislation will follow over time, Resolution 10 already provides valuable insight into the Government’s policy priorities.
Foreign investors considering new projects or expanding existing operations in Vietnam should begin preparing now by:
• incorporating meaningful R&D and innovation components into investment proposals;
• developing clear localisation and supplier development strategies;
• strengthening ESG and sustainability commitments;
• demonstrating technology transfer and workforce development plans;
• evaluating whether future projects align with Vietnam’s strategic priority sectors; and
• closely monitoring forthcoming amendments to the Law on Investment, tax legislation, industrial zone regulations and related implementing measures.
Investors that proactively align their business strategies with these evolving policy priorities are likely to be better positioned to obtain regulatory support and benefit from Vietnam’s next generation of investment incentives.
Looking Ahead
Resolution No. 10 marks one of the most significant strategic shifts in Vietnam’s foreign investment policy in decades.
While the detailed legal framework will evolve over the coming months and years, the direction is already unmistakable. Vietnam is seeking not simply more foreign investment, but investment that delivers innovation, technology, sustainability, higher productivity and long-term economic value.
For international investors, the message is equally clear: future success in Vietnam will increasingly depend not only on the amount of capital invested, but on the quality of the investment and its contribution to the country’s economic development.
Companies that understand this shift early—and position themselves accordingly—will be best placed to benefit from Vietnam’s next chapter of growth.
Please do not hesitate to contact Dr. Oliver Massmann at omassmann@duanemorris.com should you have any questions or require further information regarding the implications of Resolution No. 10 or Vietnam’s evolving foreign investment framework.
Dr. Oliver Massmann is the General Director of Duane Morris Vietnam LLC.
Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann – Vietnams nächste Weltraumambition: Warum VINASAT 3 und VINASAT 4 wichtiger sind, als Investoren glauben
Für viele Investoren mag die Ankündigung, dass Vietnam neue Telekommunikationssatelliten plant, wie eine Nischentechnologie Meldung erscheinen. Das ist sie nicht. Die geplanten Projekte VINASAT 3 und VINASAT 4 sollten als Teil einer viel umfassenderen strategischen Transformation betrachtet werden. Sie sind nicht bloß Telekommunikationsinvestitionen. Sie repräsentieren Vietnams kontinuierliche Bemühungen, digitale Souveränität, nationale Infrastrukturresilienz, maritime Konnektivität und technologische Unabhängigkeit in einem zunehmend wettbewerbsintensiven geopolitischen Umfeld zu stärken. Für Investoren reicht die Bedeutung weit über die Satelliten selbst hinaus.
Von VINASAT 1 zur digitalen Zukunft Vietnams
Vietnam startete seinen ersten Kommunikationssatelliten, VINASAT 1, im Jahr 2008. Damals war das Projekt ein starkes Symbol für ein Land, das sich vom Infrastrukturkonsumenten zum Infrastrukturinhaber entwickelte. Der Satellit verschaffte Vietnam unabhängige Telekommunikationskapazitäten und stellte einen wichtigen Schritt in der Modernisierung des Landes dar. Fast zwei Jahrzehnte später bereitet Vietnam die nächste Generation von Satelliteninfrastruktur vor. Das Ministerium für Wissenschaft und Technologie hat bestätigt, dass Vietnam das Projekt VINASAT 3 umsetzt und gleichzeitig VINASAT 4 als Ersatz für VINASAT 2 plant, dessen Betriebsdauer voraussichtlich um 2030 endet. Diese Entwicklung sollte nicht als routinemäßige Ersatzinvestition betrachtet werden. Sie spiegelt vielmehr eine umfassendere nationale Strategie wider.
Warum Satelliten im Jahr 2026 wichtig sind
Die Welt hat sich seit dem Start von VINASAT 1 dramatisch verändert. Heute unterstützen Satelliten:
• Digitale Konnektivität
• Maritime Kommunikation
• Katastrophenhilfe
• Nationale Sicherheit
• Luftfahrt und Logistik
• Industrielle Fernoperationen
• Energieinfrastruktur
• Grenzüberschreitende Datenübertragung
• Neue digitale Dienste
Da Volkswirtschaften zunehmend digital werden, entwickelt sich Satelliteninfrastruktur zu einem strategischen Vermögenswert – nicht nur zu einem technischen. Vietnam versteht diese Realität. Das rasante Wachstum des Landes in den Bereichen Fertigung, digitale Dienste, künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Datenzentren, erneuerbare Energien und intelligente Infrastruktur schafft eine Nachfrage nach widerstandsfähigen Kommunikationsnetzen, die langfristiges Wirtschaftswachstum unterstützen können. Satelliten sind Teil dieses Ökosystems.
Eine umfassendere Souveränitätsgeschichte
Investoren konzentrieren sich oft auf Fabriken, Häfen, Flughäfen, Kraftwerke und Industrieparks. Doch moderne wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit hängt zunehmend von weniger sichtbarer Infrastruktur ab. Digitale Souveränität ist weltweit zu einer strategischen Priorität für Regierungen geworden. Die Fähigkeit, während Naturkatastrophen, Cybervorfällen, geopolitischen Störungen oder Infrastrukturausfällen unabhängige Kommunikationsfähigkeit aufrechtzuerhalten, gilt heute als Frage der nationalen Resilienz.
Vietnams Satellitenstrategie sollte daher im gleichen Rahmen verstanden werden wie:
• Energiesicherheit
• Entwicklung von Datenzentren
• Halbleiterambitionen
• Digitale Transformation
• Nationale Cybersicherheitsinitiativen
Dies sind alles Bestandteile einer umfassenderen Infrastrukturagenda, die die nächste Entwicklungsphase des Landes unterstützen soll.
Wo Investitionsmöglichkeiten entstehen können
Die bedeutendsten Chancen liegen möglicherweise nicht in der Satellitenproduktion selbst. Historisch gesehen schaffen Satellitenprogramme erhebliche Sekundärchancen in verschiedenen Sektoren.
Mögliche Bereiche sind:
• Telekommunikation: Ausbau von Netzen, Bodenstationen, Frequenzmanagement und Mehrwertdienste.
• Digitale Infrastruktur: Integration mit Cloud, Datenzentren, Edge Computing und digitalen Plattformen.
• Maritime Wirtschaft: Verbesserte Konnektivität für Schifffahrt, Fischerei, Offshore-Energie und Überwachung.
• Energie und Infrastruktur: Unterstützung für Offshore-Wind, abgelegene Industrieanlagen, Logistiknetze und kritische Infrastruktur.
• Finanzierung und Exportkredite: Internationale Finanzierungsstrukturen, Kreditunterstützung, Versicherungen und grenzüberschreitende Verträge.
• Regulierung und Compliance: Zunehmende Anforderungen an Lizenzierung, Cybersicherheit, Beschaffung und regulatorische Dienstleistungen.
Für Dienstleister, Infrastrukturentwickler, Technologieunternehmen und institutionelle Investoren schaffen diese Programme ein breites Ökosystem an Chancen.
Vietnams langfristige Richtung
Das Wichtigste ist nicht, ob VINASAT 3 in einem bestimmten Jahr startet oder welcher Anbieter den Zuschlag erhält. Die größere Geschichte ist, dass Vietnam weiterhin in strategische Infrastruktur mit zunehmend anspruchsvollen Zielen investiert.
In den letzten drei Jahrzehnten hat sich Vietnam durch Investitionen in Straßen, Häfen, Flughäfen, Energieerzeugung, Telekommunikationsnetze, Industriegebiete und digitale Infrastruktur transformiert. Die nächste Entwicklungsphase wird zunehmend technologieintensive Sektoren betreffen, die höhere Expertise, Finanzierung, Regulierung und internationale Kooperation erfordern. Der Satellitensektor ist Teil dieser Entwicklung.
Was Investoren tun sollten
Investoren sollten Vietnams Satellitenprogramm nicht als isoliertes Regierungsprojekt betrachten. Es sollte als Indikator für die breitere politische Richtung analysiert werden.
Die entscheidenden Fragen sind:
• Welche Branchen profitieren von verbesserter digitaler Konnektivität?
• Welche Infrastruktursektoren werden zunehmend von satellitengestützten Diensten abhängig?
• Wie wird digitale Souveränität zukünftige staatliche Investitionsprioritäten beeinflussen?
• Welche internationalen Technologie- und Infrastrukturpartner sind am besten positioniert, um teilzunehmen?
Die Antworten auf diese Fragen können Chancen aufzeigen, die weit über den Luft- und Raumfahrtsektor hinausgehen.
Schlussfolgerung
VINASAT 3 und VINASAT 4 sind nicht einfach Nachfolgesatelliten. Sie sind Signale für Vietnams fortgesetztes Engagement beim Aufbau der Infrastruktur, die für eine moderne, digital vernetzte und widerstandsfähige Wirtschaft erforderlich ist. Für Investoren liegt die wertvollste Erkenntnis möglicherweise nicht im Satellitenstart selbst, sondern im Verständnis dessen, was der Start über Vietnams zukünftige Richtung aussagt.
Während Vietnam weiter in eine Ära eintritt, die durch digitale Infrastruktur, technologische Fähigkeiten und strategische Resilienz geprägt ist, werden Satelliten zunehmend Teil einer größeren Investitionsgeschichte – einer, die weit über den Weltraum hinausgeht und in die zukünftige Architektur der vietnamesischen Wirtschaft hineinreicht.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Autor Dr. Oliver Massmann unter omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.
