ベトナムの魔法の9月:フロンティア時代の終焉とグローバル投資時代の幕開け

FTSEラッセルによる2026921日の新興国市場への格上げグローバル株式投資家が今なすべきこと、機会の所在、および今後12ヶ月間のポジショニングについて

執筆: オリバー・マスマン博士(Dr. Oliver Massmann)、Duane Morris Vietnam LLC パートナー兼ゼネラルディレクター

2026年9月は、ベトナムの資本市場にとって大きな転換点となります。 2026年9月21日、ベトナムはFTSEラッセルにより「フロンティア市場」から「セカンダリー・エマージング市場(新興国市場)」へと再分類される予定です。 グローバル株式投資家にとって、重要な問題はもはやベトナムが格上げされるかどうかではありません。 今問われているのは、「投資家は今、何をすべきか」ということです。

答えはシンプルです。格上げ前に準備を整え、選択的に投資を行い、9月21日以降を見据えて行動することです。

なぜ921日が重要なのか

この格上げにより、ベトナムは世界の主流な新興国市場投資ユニバースへと移行します。 基準を満たすベトナム株は、以下の主要なFTSEグローバル・ベンチマークの対象となります。

  • FTSEエマージング・マーケッツ(FTSE Emerging Markets)
  • FTSEオール・ワールド(FTSE All-World)
  • FTSEグローバル・オール・キャップ(FTSE Global All Cap)

これらのインデックスは、国際的な資産運用会社、機関投資家、パッシブ・インデックス・ファンドに連動されているため、極めて重要です。 したがって、ベトナムはグローバル資本からより一層注目を集めることになります。 しかし、投資家はこの出来事を誤解すべきではありません。

9月21日は終着点ではなく、始まりに過ぎないのです。

FTSE12ヶ月かけてベトナムを段階的に組み入れます

ベトナムは、新興国市場インデックスに直ちに完全なウェイトで組み入れられるわけではありません。 FTSEラッセルは、以下の4つの段階を経て格上げを実施します。

  • 2026年9月21日:10%の組み入れ
  • 2027年3月22日:20%追加(累計30%)
  • 2027年6月21日:35%追加(累計65%)
  • 2027年9月20日:35%追加(累計100%)

つまり、投資家はこれを単日のインデックス・イベントとみなすべきではありません。 これは12ヶ月にわたる資本配分プロセスなのです。

どの銘柄が重要か?

FTSEラッセルは、同社のグローバル株式インデックス・シリーズに組み入れる対象として、100以上のベトナム銘柄を特定しました。 最も注目される大型および中型株には以下が含まれます。

  • ベトコムバンク(Vietcombank)– VCB
  • ビングループ(Vingroup)– VIC
  • ビンホームズ(Vinhomes)– VHM
  • BIDV – BID
  • ホアファット・グループ(Hoa Phat Group)– HPG
  • VPバンク(VPBank)– VPB

しかし、投資家は単に最大手の銘柄を購入すべきではありません。 真の課題は、以下の条件を備えた企業を特定することです。

  • 強力な収益成長
  • 妥当なバリュエーション
  • 十分な外国人投資家保有枠
  • 高い流動性
  • 健全なコーポレートガバナンス
  • 持続可能な競争優位性

インデックスというストーリーを買うのではなく、企業を買うべきです。

921日より前に投資家がなすべきこと

1. 今すぐ候補リスト(ショートリスト)を作成する

FTSEの組み入れがなくても魅力的な企業に焦点を当ててください。 以下の点を見直します:バリュエーション、収益、バランスシート、浮動株、外国人保有枠の制限、流動性、ガバナンス。

2. 外国人保有枠(Foreign Ownership Room)を確認する

これは引き続き極めて重要です。 新興国市場への分類は、外国人投資家があらゆるベトナム株を無制限に購入できることを意味するものではありません。 有望な投資アイデアであっても、外国人保有枠が上限に達していれば投資不可能となります。

3. インフラを整備する

外国人投資家は、以下の準備が整っていることを確認する必要があります。

  • 証券およびカストディの手配
  • ブローカーとの関係構築
  • 外国人投資家としての登録
  • 決済手続き
  • 通貨両替の手配
  • コンプライアンスの承認

9月21日を待たずに、市場アクセスの手配を行ってください。

4. ボラティリティを予期する

9月18日から21日の前後には、以下の事象が見られる可能性があります。

  • 取引量の増加
  • 強力な海外資金の流入
  • 通常とは異なるクロージング・オークション(引け値決定)の動向
  • 短期的な価格の歪み

テクニカルなインデックス買いをファンダメンタルな価値と混同しないでください。

やってはいけないこと

投資家は次の3つの間違いを避けるべきです。

  • すべてのFTSE構成銘柄を追わない: インデックスへの組み入れは、質の高さを保証するものではありません。
  • 921日が完璧な買い場であると思い込まない: 段階的なエントリー戦略のほうが賢明である可能性があります。
  • バリュエーションを無視しない: 格上げの期待はすでに価格に織り込まれている場合があります。

より大きな機会

最も興味深い展開は、初期の格上げに対する熱狂の後に訪れるかもしれません。 ベトナムは、以下の分野へのエクスポージャーを提供します。

  • 銀行、テクノロジー、工業生産、消費者の成長、航空、鉄鋼・素材、証券、インフラ、不動産、および継続的な中間層の拡大。

また、この格上げにより、以下が向上する可能性もあります。

  • 国際的な認知度、流動性、機関投資家の保有率、ガバナンスへのプレッシャー、情報開示基準、市場の長期的な株式リスクプロファイル。

これが、パッシブなインデックス資金流入を超えて、この格上げが重要である理由です。

グローバル投資家のための12ヶ月のアクションプラン

現在から2026年9月18日まで

  • 準備を整える。
  • ウォッチリストを作成する。
  • バリュエーションと外国人枠を確認する。
  • カストディおよび執行の手配が整っているか確認する。

2026年9月18日~21日

  • 規律を保つ。
  • ボラティリティを予期する。
  • パッシブフローを追及しない。
  • 価格の歪みを選択的に活用する。

2026年10月~2027年3月

  • 再評価する。
  • 格上げの熱狂の恩恵を受けただけの銘柄と、実際の収益成長をもたらしている企業を区別する。
  • 2027年3月の第2回FTSEトランシェに備える。

2027年3月~9月

  • 戦略的に思考する。
  • 次の2つの大きな組み入れウェーブの前にエクスポージャーを見直す。
  • より深く持続可能な国際的な機関投資家層を引き付けている企業を特定する。

結論ベトナムの魔法の9

長年にわたり、外国人投資家はベトナムがいつフロンティア市場の地位から脱却するのかを問い続けてきました。 その答えは今や明らかです:2026年9月21日です。 しかし、真の投資ストーリーは単一の日付ではありません。 それに続く12ヶ月間なのです。

FTSEラッセルによるベトナムの格上げは、国際的な投資家にとっての市場の認知度、アクセスしやすさ、そして重要性を高めるでしょう。 パッシブな資金流入をもたらす可能性があります。 アクティブな機関投資家資本を引き付ける可能性があります。 流動性を改善する可能性があります。 より良いガバナンスと情報開示への圧力を高める可能性があります。 しかし、リスクが排除されるわけではありません。

したがって、勝利のための戦略は、やみくもにベトナムを買うことではありません。 慎重に準備を行い、選択的に投資することです。

外国人投資家が今すべきこと:

  • 銘柄を知る。
  • バリュエーションを知る。
  • 外国人保有枠を確認する。
  • 市場アクセスの準備をする。
  • ボラティリティを予期する。
  • 選択的にポジションを構築する。
  • 1日だけでなく、FTSEの4つの段階(ウェーブ)で考える。

ベトナムのフロンティア時代は終わろうとしています。 グローバルな新興国市場時代が幕を開けるのです。

投資家にとっての疑問は、もはやベトナムを注視すべきかどうかではありません。

グローバル資本が流入する中で、どのベトナム企業を所有したいかということです。

新たなサイバーセキュリティ・フレームワークに関するご質問や詳細情報をご希望の場合は、オリバー・マスマン博士(omassmann@duanemorris.com)までご遠慮なくお問い合わせください。

Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann -VIETNAMS MAGISCHER SEPTEMBER: DIE FRONTIER-ÄRA ENDET – DIE ÄRA GLOBALER INVESTITIONEN BEGINNT

FTSE Russells Emerging-Market-Aufstufung am 21. September 2026 – Was globale Aktieninvestoren jetzt tun müssen, wo die Chancen liegen und wie man sich für die nächsten 12 Monate positioniert

Der September 2026 markiert einen Wendepunkt für Vietnams Kapitalmärkte. Am 21. September 2026 wird Vietnam von FTSE Russell von einem Frontier Market zu einem Secondary Emerging Market hochgestuft.

Für globale Aktieninvestoren stellt sich nicht mehr die Frage, ob Vietnam aufgestuft wird. Die Frage lautet: WAS SOLLTEN INVESTOREN JETZT TUN?

Die Antwort ist einfach: sich vor der Aufstufung vorbereiten, selektiv investieren und über den 21. September hinausdenken.

WARUM DER 21. SEPTEMBER WICHTIG IST

Die Aufstufung bringt Vietnam in das Mainstream-Universum der globalen Emerging-Market-Investments. Qualifizierte vietnamesische Aktien werden für wichtige FTSE-Benchmarks zugelassen, darunter:

  • FTSE Emerging Markets
  • FTSE All-World
  • FTSE Global All Cap

Dies ist bedeutsam, da diese Indizes von internationalen Vermögensverwaltern, institutionellen Investoren und passiven Indexfonds verfolgt werden. Vietnam wird dadurch wesentlich sichtbarer für globales Kapital.

Aber Investoren sollten das Ereignis nicht missverstehen: DER 21. SEPTEMBER IST NICHT DAS ENDE DER GESCHICHTE. ES IST DER ANFANG.

FTSE WIRD VIETNAM ÜBER 12 MONATE PHASENWEISE AUFNEHMEN

Vietnam wird nicht sofort mit voller Gewichtung in die Emerging-Market-Indizes aufgenommen. FTSE Russell setzt die Aufstufung in vier Phasen um:

    1. September 2026: 10 % Aufnahme
  •  
  • März 2027: zusätzliche 20 % – kumuliert 30 %
  •  
  • Juni 2027: zusätzliche 35 % – kumuliert 65 %
  •  
  • September 2027: zusätzliche 35 % – kumuliert 100 %

Das bedeutet: Investoren sollten dies nicht als einmaliges Index-Ereignis betrachten, sondern als einen 12-monatigen Kapitalallokationsprozess.

WELCHE AKTIEN SIND WICHTIG?

FTSE Russell hat über 100 vietnamesische Aktien für die Aufnahme in seine globale Indexserie identifiziert. Zu den prominentesten Large- und Mid-Cap-Namen gehören:

  • Vietcombank – VCB
  • Vingroup – VIC
  • Vinhomes – VHM
  • BIDV – BID
  • Hoa Phat Group – HPG
  • VPBank – VPB

Doch Investoren sollten nicht einfach die größten Namen kaufen. Die eigentliche Aufgabe besteht darin, Unternehmen zu identifizieren mit:

  • starkem Gewinnwachstum
  • angemessenen Bewertungen
  • ausreichendem Spielraum für ausländische Beteiligungen
  • hoher Liquidität
  • solider Corporate Governance
  • nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen

KAUFEN SIE NICHT DIE INDEXGESCHICHTE. KAUFEN SIE DAS UNTERNEHMEN.

WAS SOLLTEN INVESTOREN VOR DEM 21. SEPTEMBER TUN?

1. JETZT EINE SHORTLIST ERSTELLEN Konzentrieren Sie sich auf Unternehmen, die auch ohne FTSE-Aufnahme attraktiv wären. Prüfen Sie:

  • Bewertung
  • Gewinne
  • Bilanz
  • Free Float
  • Grenzen für ausländische Beteiligungen
  • Liquidität
  • Governance

2. FREIEN AUSLÄNDERANTEIL PRÜFEN Dies bleibt entscheidend. Die Einstufung als Emerging Market bedeutet nicht, dass ausländische Investoren unbegrenzt jede vietnamesische Aktie kaufen können. Eine starke Investmentidee kann uninvestierbar werden, wenn der Ausländeranteil ausgeschöpft ist.

3. INFRASTRUKTUR VORBEREITEN Ausländische Investoren sollten sicherstellen, dass sie verfügen über:

  • Wertpapier- und Verwahrungsvereinbarungen
  • Broker-Beziehungen
  • Registrierungen für ausländische Investoren
  • Abwicklungsverfahren
  • Währungsumtausch-Vereinbarungen
  • Compliance-Genehmigungen

Warten Sie nicht bis zum 21. September, um den Marktzugang zu organisieren.

4. VOLATILITÄT ERWARTEN Der Zeitraum um den 18.–21. September könnte Folgendes mit sich bringen:

  • höhere Handelsvolumina
  • starke ausländische Zuflüsse
  • ungewöhnliche Aktivitäten in der Schlussauktion
  • kurzfristige Preisverzerrungen

Verwechseln Sie technisches Index-Kaufen nicht mit fundamentalem Wert.

WAS NICHT ZU TUN IST

Investoren sollten drei Fehler vermeiden:

  • Nicht jeder FTSE-Wert ist ein Kauf. Indexaufnahme garantiert keine Qualität.
  • Nicht annehmen, dass der 21. September der perfekte Kaufzeitpunkt ist. Eine gestaffelte Einstiegsstrategie kann sinnvoller sein.
  • Bewertungen nicht ignorieren. Manche Erwartungen sind bereits eingepreist.

DIE GRÖSSERE CHANCE

Der interessanteste Teil der Geschichte könnte nach der ersten Aufstufungs-Euphorie kommen. Vietnam bietet Zugang zu:

  • Banken
  • Technologie
  • Industrieller Fertigung
  • Konsumwachstum
  • Luftfahrt
  • Stahl und Materialien
  • Wertpapierhandel
  • Infrastruktur
  • Immobilien
  • dem weiteren Ausbau der vietnamesischen Mittelschicht

Die Aufstufung könnte außerdem verbessern:

  • internationale Sichtbarkeit
  • Liquidität
  • institutionelle Beteiligung
  • Governance-Druck
  • Offenlegungsstandards
  • das langfristige Aktienrisikoprofil des Marktes

Darum ist die Aufstufung mehr als nur passive Indexzuflüsse.

DER 12-MONATS-AKTIONPLAN FÜR GLOBALE INVESTOREN

JETZT BIS 18. SEPTEMBER 2026 Vorbereiten. Watchlist erstellen. Bewertungen und Ausländeranteile prüfen. Sicherstellen, dass Verwahrung und Ausführung bereitstehen.

18.–21. SEPTEMBER 2026 Diszipliniert bleiben. Volatilität erwarten. Keine passiven Zuflüsse jagen. Preisverzerrungen selektiv nutzen.

OKTOBER 2026 – MÄRZ 2027 Neu bewerten. Unterscheiden zwischen Aktien, die nur von der Aufstufungs-Euphorie profitierten, und Unternehmen mit echtem Gewinnwachstum. Vorbereitung auf die zweite FTSE-Tranche im März 2027.

MÄRZ – SEPTEMBER 2027 Strategisch denken. Engagement vor den nächsten beiden großen Aufnahmephasen überprüfen. Unternehmen identifizieren, die nachhaltiges institutionelles Eigentum anziehen.

FAZIT – VIETNAMS MAGISCHER SEPTEMBER

Jahrelang fragten ausländische Investoren, wann Vietnam den Frontier-Markt-Status hinter sich lassen würde. Die Antwort ist nun klar: 21. SEPTEMBER 2026.

Doch die eigentliche Investmentgeschichte ist nicht ein Datum. Es sind die 12 Monate danach.

Die FTSE-Russell-Aufstufung Vietnams wird die Sichtbarkeit, Zugänglichkeit und Relevanz des Marktes für internationale Investoren erhöhen. Sie könnte passive Zuflüsse bringen. Sie könnte aktives institutionelles Kapital anziehen. Sie könnte die Liquidität verbessern. Sie könnte den Druck auf bessere Governance und Offenlegung erhöhen.

Aber sie beseitigt das Risiko nicht. Die Gewinnerstrategie ist daher nicht, Vietnam blind zu kaufen. Sondern sorgfältig vorzubereiten und selektiv zu investieren.

AUSLÄNDISCHE INVESTOREN SOLLTEN JETZT:

  • die Aktien kennen
  • die Bewertungen prüfen
  • den Ausländeranteil kontrollieren
  • den Marktzugang vorbereiten
  • Volatilität erwarten
  • Positionen selektiv aufbauen
  • in vier FTSE-Wellen denken, nicht an einem Tag

Vietnams Frontier-Ära endet. Seine globale Emerging-Market-Ära beginnt.

Die Frage für Investoren lautet nicht mehr, ob sie Vietnam beobachten sollen. Sondern welche vietnamesischen Unternehmen sie besitzen wollen, wenn globales Kapital eintrifft.

Für weitere Informationen oder Fragen zum neuen Cybersecurity-Rahmenwerk wenden Sie sich bitte an Dr. Oliver Massmann unter omassmann@duanemorris.com.

VIETNAM’S MAGIC SEPTEMBER: THE FRONTIER ERA ENDS – THE GLOBAL INVESTMENT ERA BEGINS _FTSE Russell’s 21 September 2026 Emerging-Market Upgrade – What Global Equity Investors Must Do Now, Where the Opportunities Are, and How to Position for the Next 12 Months

September 2026 is a turning point for Vietnam’s capital markets.

On 21 September 2026, Vietnam is scheduled to be reclassified by FTSE Russell from Frontier Market to Secondary Emerging Market status.

For global equity investors, the key question is no longer whether Vietnam will be upgraded.

It is:

WHAT SHOULD INVESTORS DO NOW?

The answer is simple: prepare before the upgrade, invest selectively, and think beyond 21 September.

WHY 21 SEPTEMBER MATTERS

The upgrade moves Vietnam into the mainstream global emerging-market investment universe.

Qualifying Vietnamese stocks become eligible for major FTSE global benchmarks, including:

  • FTSE Emerging Markets;
  • FTSE All-World; and
  • FTSE Global All Cap.

This matters because these indices are followed by international asset managers, institutional investors and passive index funds.

Vietnam will therefore become significantly more visible to global capital.

But investors should not misunderstand the event.

SEPTEMBER 21 IS NOT THE END OF THE STORY. IT IS THE BEGINNING.

FTSE WILL PHASE VIETNAM IN OVER 12 MONTHS

Vietnam will not enter the emerging-market indices at full weight immediately.

FTSE Russell is implementing the upgrade in four stages:

21 September 2026: 10% inclusion
22 March 2027: additional 20% – cumulative 30%
21 June 2027: additional 35% – cumulative 65%
20 September 2027: additional 35% – cumulative 100%

That means investors should not view this as a one-day index event.

It is a 12-month capital-allocation process.

WHICH STOCKS MATTER?

FTSE Russell has identified more than 100 Vietnamese stocks for inclusion across its global equity index series.

The highest-profile large- and mid-cap names include:

  • Vietcombank – VCB
  • Vingroup – VIC
  • Vinhomes – VHM
  • BIDV – BID
  • Hoa Phat Group – HPG
  • VPBank – VPB

But investors should not simply buy the largest names.

The real work is to identify companies with:

  • strong earnings growth;
  • reasonable valuations;
  • sufficient foreign ownership room;
  • high liquidity;
  • sound corporate governance; and
  • sustainable competitive advantages.

DO NOT BUY THE INDEX STORY. BUY THE COMPANY.

WHAT SHOULD INVESTORS DO BEFORE 21 SEPTEMBER?

1. BUILD A SHORTLIST NOW

Focus on companies that would be attractive even without FTSE inclusion.

Review:

  • valuation;
  • earnings;
  • balance sheet;
  • free float;
  • foreign ownership limits;
  • liquidity;
  • governance.

2. CHECK FOREIGN OWNERSHIP ROOM

This remains critical.

Emerging-market classification does not mean foreign investors can buy unlimited quantities of every Vietnamese stock.

A strong investment idea can become uninvestable if foreign room is exhausted.

3. GET THE INFRASTRUCTURE READY

Foreign investors should make sure they have:

  • securities and custody arrangements;
  • broker relationships;
  • foreign-investor registrations;
  • settlement procedures;
  • currency-conversion arrangements;
  • compliance approvals.

Do not wait until 21 September to organize market access.

4. EXPECT VOLATILITY

The period around 18–21 September may see:

  • higher trading volumes;
  • strong foreign flows;
  • unusual closing-auction activity;
  • short-term price distortions.

Do not confuse technical index buying with fundamental value.

WHAT NOT TO DO

Investors should avoid three mistakes.

Do not chase every FTSE constituent

Index inclusion is not a guarantee of quality.

Do not assume 21 September is the perfect buying day

A staged entry strategy may be more sensible.

Do not ignore valuation

Some upgrade expectations may already be priced in.

THE BIGGER OPPORTUNITY

The most interesting part of the story may come after the initial upgrade excitement.

Vietnam offers exposure to:

  • banking;
  • technology;
  • industrial manufacturing;
  • consumer growth;
  • aviation;
  • steel and materials;
  • securities;
  • infrastructure;
  • real estate;
  • the continued expansion of the Vietnamese middle class.

The upgrade may also improve:

  • international visibility;
  • liquidity;
  • institutional ownership;
  • governance pressure;
  • disclosure standards;
  • the long-term equity risk profile of the market.

This is why the upgrade matters beyond passive index flows.

THE 12-MONTH ACTION PLAN FOR GLOBAL INVESTORS

NOW TO 18 SEPTEMBER 2026

Prepare.

Build the watchlist.

Check valuations and foreign room.

Make sure custody and execution arrangements are ready.

18–21 SEPTEMBER 2026

Stay disciplined.

Expect volatility.

Do not chase passive flows.

Use price dislocations selectively.

OCTOBER 2026–MARCH 2027

Reassess.

Separate stocks that merely benefited from upgrade enthusiasm from companies delivering real earnings growth.

Prepare for the second FTSE tranche in March 2027.

MARCH–SEPTEMBER 2027

Think strategically.

Review exposure before the next two major inclusion waves.

Identify the companies attracting deeper and more sustainable international institutional ownership.

CONCLUSION – VIETNAM’S MAGIC SEPTEMBER

For years, foreign investors asked when Vietnam would leave frontier-market status behind.

The answer is now clear:

21 SEPTEMBER 2026.

But the real investment story is not one date.

It is the 12 months that follow.

Vietnam’s FTSE Russell upgrade will increase the market’s visibility, accessibility and relevance to international investors.

It may bring passive inflows.

It may attract active institutional capital.

It may improve liquidity.

It may increase pressure for better governance and disclosure.

But it does not eliminate risk.

The winning strategy is therefore not to buy Vietnam blindly.

It is to prepare carefully and invest selectively.

FOREIGN INVESTORS SHOULD NOW:

Know the stocks.
Know the valuations.
Check foreign ownership.
Prepare market access.
Expect volatility.
Build positions selectively.
Think in four FTSE waves, not one day.

Vietnam’s frontier era is ending.

Its global emerging-market era is beginning.

THE QUESTION FOR INVESTORS IS NO LONGER WHETHER TO WATCH VIETNAM.

IT IS WHICH VIETNAMESE COMPANIES THEY WANT TO OWN AS GLOBAL CAPITAL ARRIVES.

Please do not hesitate to contact Dr. Oliver Massmann at omassmann@duanemorris.com if you have any questions or would like further information regarding the new cybersecurity framework.

Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann Vietnams Neuausrichtung der Cybersicherheit: Drei neue Dekrete definieren die Compliance-Anforderungen für ausländische Investoren und Unternehmen mit ausländischer Beteiligung neu

Vietnam hat einen bedeutenden Schritt zur Stärkung seiner regulatorischen Architektur im Bereich der Cybersicherheit unternommen.

Am 19. August 2026 hat die Regierung drei neue Dekrete erlassen, die die Verpflichtungen für Unternehmen in Vietnam erheblich erweitern:

  1. Dekret 331/2026/NĐ-CP – Cybersicherheitsschutz für Informationssysteme;
  2. Dekret 332/2026/NĐ-CP – Voraussetzungen für die Geschäftstätigkeit mit Cybersicherheitsprodukten und -dienstleistungen; sowie
  3. Dekret 333/2026/NĐ-CP – detaillierte Umsetzung des Gesetzes über Cybersicherheit.

Alle drei Dekrete traten unmittelbar am 19. August 2026 in Kraft.

Für ausländische Investoren und Unternehmen mit ausländischer Beteiligung („Foreign-Invested Enterprises“ oder FIEs) ist dieser neue Rechtsrahmen von erheblicher Bedeutung. Er führt klarere Anforderungen an die Klassifizierung von Informationssystemen, Lizenzierungsvorschriften für Cybersicherheitsunternehmen, erweiterte betriebliche Pflichten sowie detaillierte Anforderungen zur Datenlokalisierung ein.

Die Botschaft ist eindeutig: Die Einhaltung der Cybersicherheitsvorschriften in Vietnam wird zunehmend zu einer zentralen Voraussetzung für den Marktzugang und den Geschäftsbetrieb und ist nicht mehr lediglich eine IT-Frage.

1. Ein fünfstufiges Klassifizierungssystem für Cybersicherheit

Dekret 331 führt in Vietnam ein fünfstufiges Klassifizierungssystem für Informationssysteme ein.

Das Regime gilt unmittelbar für Organisationen, die Informationssysteme errichten, verwalten, betreiben oder modernisieren, welche der IT-Infrastruktur staatlicher Einrichtungen oder der Erbringung digitaler öffentlicher Dienstleistungen dienen. Andere Organisationen werden dazu angehalten, dieselben Standards freiwillig anzuwenden. Der Rahmen kann zudem relevant werden, wenn staatliche Auftraggeber entsprechende vertragliche Verpflichtungen gegenüber Dienstleistern des privaten Sektors vorsehen.

Das Klassifizierungssystem reicht von Stufe 1, die interne Systeme mit geringem Risiko umfasst, welche ausschließlich öffentliche Informationen verarbeiten, bis hin zu Stufe 5, die strategische Verteidigungs- und nationale Sicherheitssysteme, zentrale nationale Datenspeicher, internationale Verbindungsinfrastrukturen sowie besonders sensible industrielle Steuerungssysteme umfasst.

Je höher die Klassifizierungsstufe, desto strenger die Anforderungen.

Mindestens müssen Organisationen über folgende Elemente verfügen:

  1. Richtlinien und Verfahren zur Cybersicherheit;
  2. entsprechend qualifiziertes Personal;
  3. ein sicheres Systemdesign;
  4. operative Sicherheitskontrollen;
  5. Risikomanagementsysteme;
  6. Überwachungs- und Monitoringkapazitäten;
  7. Backup- und Wiederherstellungslösungen; sowie
  8. Mechanismen zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle.

Für Systeme der Stufen 3 und 4 müssen Cloud- und Rechenzentrumsumgebungen logisch voneinander getrennt sein.

Für Systeme der Stufe 5 ist eine physische Trennung von Systemen, Speichern und zentralen Netzwerkkomponenten erforderlich, ergänzt durch eine verpflichtende unabhängige Bewertung durch lizenzierte Prüfer.

Auch die Meldepflichten bei Sicherheitsvorfällen sind von erheblicher Bedeutung. Schwerwiegende Vorfälle müssen grundsätzlich innerhalb von 24 Stunden gemeldet werden, gefolgt von einem vollständigen Bericht innerhalb von 72 Stunden. Vorfälle mit Auswirkungen auf die nationale Sicherheit sind unverzüglich anzuzeigen.

Für FIEs, die Cloud-, Rechenzentrums-, Managed-Service- oder Infrastrukturleistungen erbringen, können diese Anforderungen insbesondere dann relevant werden, wenn Dienstleistungen für staatliche Stellen oder Betreiber kritischer Infrastruktur erbracht werden.

2. Cybersicherheitsprodukte und -dienstleistungen werden zu einem lizenzpflichtigen Geschäftsbereich

Dekret 332 führt ein formelles Lizenzierungssystem für Unternehmen ein, die in Vietnam Geschäfte mit Cybersicherheitsprodukten und Cybersicherheitsdienstleistungen betreiben. Die zivile Kryptografie ist hiervon ausgenommen.

Erforderlich ist eine Cybersicherheitsgeschäftslizenz des Ministeriums für öffentliche Sicherheit (Ministry of Public Security – MPS), die für zehn Jahre gültig ist.

Zu den allgemeinen Lizenzierungsvoraussetzungen gehören:

  1. Gründung nach vietnamesischem Recht;
  2. ordnungsgemäßer rechtlicher Status des Unternehmens;
  3. ein geeigneter gesetzlicher Vertreter oder bevollmächtigter Geschäftsführer;
  4. qualifiziertes technisches Personal;
  5. angemessene technische Ausstattung, Einrichtungen und Technologien; sowie
  6. Einhaltung spezifischer fachlicher Anforderungen.

Für Unternehmen mit ausländischer Beteiligung besteht eine besonders wichtige Voraussetzung darin, dass die verbleibende Laufzeit des Investitionsprojekts in Vietnam zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung mehr als fünf Jahre betragen muss.

Für bestimmte Tätigkeiten im Bereich Cybersicherheit gelten zusätzliche Anforderungen.

Cybersicherheitsprüfungen und Beratung

Anbieter müssen über mindestens fünf qualifizierte technische Fachkräfte verfügen, die ihren Wohnsitz in Vietnam haben. Darüber hinaus muss der gesetzliche Vertreter vietnamesischer Staatsbürger sein.

Cybersicherheits-Monitoringdienste

Anbieter müssen mindestens zwölf qualifizierte technische Fachkräfte beschäftigen. Auch hier muss der gesetzliche Vertreter vietnamesischer Staatsangehöriger sein.

Herstellung, Handel, Import und Export von Cybersicherheitsprodukten

Unternehmen müssen geeignete Geschäfts- und Technologiepläne vorhalten, die einschlägigen technischen Standards erfüllen, Qualitätskontrollmaßnahmen umsetzen und Dokumentationen über die Endverwendung der betreffenden Produkte führen.

Import- und Exportgeschäfte unterliegen zusätzlich einer produktbezogenen Genehmigung des MPS, die jeweils zwei Jahre gültig ist.

Anträge sind in vietnamesischer Sprache einzureichen. Nach Einreichung vollständiger Unterlagen beträgt die gesetzliche Prüfungsfrist 28 Arbeitstage.

Lizenzierte Unternehmen müssen ferner bis zum 31. Januar eines jeden Jahres einen jährlichen Compliance-Bericht beim MPS einreichen.

Für internationale Cybersicherheitsunternehmen, die einen Markteintritt in Vietnam erwägen, sollten diese Anforderungen nunmehr Bestandteil der anfänglichen Investitions- und Strukturierungsanalyse sein.

3. Datenlokalisierung: Ein entscheidender Unterschied zwischen FIEs und Offshore-Anbietern

Dekret 333 enthält detailliertere Regelungen zu den Anforderungen an die Datenlokalisierung und die lokale Präsenz nach dem vietnamesischen Cybersicherheitsgesetz.

Die Vorschriften unterscheiden sich wesentlich danach, ob ein Unternehmen in Vietnam gegründet wurde oder seine Dienstleistungen grenzüberschreitend aus dem Ausland erbringt.

In Vietnam gegründete Unternehmen, einschließlich FIEs

In Vietnam gegründete Unternehmen unterliegen einer automatischen Pflicht zur lokalen Speicherung bestimmter Datenkategorien, die sich auf Nutzer in Vietnam beziehen.

Hierzu gehören insbesondere:

  1. personenbezogene Daten von Nutzern in Vietnam; sowie
  2. vom Nutzer erzeugte Daten wie Kontonamen, Nutzungszeiten von Diensten, Kreditkarteninformationen, E-Mail-Adressen, die zuletzt verwendeten Login- und Logout-IP-Adressen sowie Telefonnummern, die mit Benutzerkonten oder Daten verknüpft sind.

Für in Vietnam gegründete FIEs stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob künftig Lokalisierungspflichten eingeführt werden könnten, sondern vielmehr, ob ihre bestehende Datenarchitektur diesen Anforderungen bereits entspricht.

Dies kann Unternehmen dazu veranlassen, ihre Cloud-Architektur, Serverstandorte, Lieferanten- und Dienstleisterbeziehungen, konzerninterne Datenflüsse sowie Outsourcing-Vereinbarungen zu überprüfen.

Ausländische Offshore-Unternehmen

Für Offshore-Dienstleister gilt die Verpflichtung nicht automatisch, sondern nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Zu den betroffenen Branchen gehören unter anderem:

  1. Telekommunikation;
  2. Cloud- und Datenspeicherdienste;
  3. Domain-Name-Dienste;
  4. E-Commerce;
  5. Online-Zahlungsdienste;
  6. Transportplattformen;
  7. soziale Medien;
  8. Online-Spiele;
  9. Messaging-Dienste;
  10. VoIP-Dienste;
  11. E-Mail-Dienste; sowie
  12. sonstige Online-Informationsdienste.

Ein Offshore-Dienstleister unterliegt den Anforderungen zur Datenlokalisierung und lokalen Präsenz nur dann, wenn sämtliche drei nachstehenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:

  1. der Dienst wurde im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Cybersicherheitsgesetz genutzt;
  2. die spezialisierte Cybersicherheitseinheit des Ministeriums für öffentliche Sicherheit (MPS) hat innerhalb eines Zeitraums von höchstens sechs Monaten dreimal schriftliche Ersuchen um Zusammenarbeit, Prävention oder Ermittlungsunterstützung übermittelt; und
  3. das Unternehmen beseitigt das Problem nicht, erfüllt die Anforderungen nicht vollständig oder behindert beziehungsweise vereitelt die geforderten Schutzmaßnahmen.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann der Minister für öffentliche Sicherheit eine formelle Anordnung erlassen, wonach das betreffende Unternehmen Daten in Vietnam speichern und eine Niederlassung oder Repräsentanz in Vietnam errichten muss.

Das Unternehmen hat anschließend zwölf Monate Zeit, diesen Anforderungen nachzukommen.

Die Mindestaufbewahrungsfrist für die betreffenden Daten beträgt grundsätzlich 24 Monate ab dem Datum der Speicherungsanordnung beziehungsweise solange die Anordnung in Kraft bleibt.

Für Ermittlungszwecke erforderliche Systemprotokolle müssen mindestens zwölf Monate aufbewahrt werden. Gleiches gilt für Protokolle über die Zuweisung von IP-Adressen im Telekommunikations- und Internetbereich, die vollständig, fortlaufend und sicher gespeichert werden müssen.

4. Was ausländische Investoren und FIEs jetzt tun sollten

Der neue Rechtsrahmen sollte Anlass für eine sofortige Überprüfung der Cybersicherheits-Compliance geben.

Ausländische Investoren und FIEs sollten insbesondere die folgenden Maßnahmen in Betracht ziehen.

Prüfung der Betroffenheit durch die Systemklassifizierung

Es sollte festgestellt werden, ob von dem Unternehmen entwickelte, verwaltete oder betriebene Systeme in den verpflichtenden Anwendungsbereich von Dekret 331 fallen oder durch Verträge mit staatlichen Auftraggebern beziehungsweise Betreibern kritischer Infrastrukturen vergleichbaren Anforderungen unterliegen könnten.

Überprüfung der Lizenzanforderungen im Bereich Cybersicherheit

Unternehmen, die Cybersicherheitsprodukte oder -dienstleistungen anbieten, sollten unverzüglich prüfen, ob eine MPS-Lizenz erforderlich ist und ob ihre derzeitige Unternehmensstruktur, Personalausstattung und Projektlaufzeit die entsprechenden Lizenzvoraussetzungen erfüllen.

Überprüfung von Governance und Personalstruktur

Unternehmen, die Dienstleistungen im Bereich Cybersicherheitsprüfung, -beratung oder -überwachung anbieten, sollten sicherstellen, dass sie die Anforderungen hinsichtlich eines vietnamesischen gesetzlichen Vertreters sowie die geltenden Mindestanforderungen an das Fachpersonal erfüllen.

Prüfung der Datenarchitektur

In Vietnam gegründete FIEs sollten sicherstellen, dass die vorgeschriebenen Kategorien von Nutzerdaten vietnamesischer Nutzer tatsächlich in Vietnam gespeichert werden.

Offshore-Anbieter digitaler Dienstleistungen sollten interne Verfahren einführen, um Anfragen des MPS frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, da solche Anfragen langfristig Lokalisierungspflichten auslösen können.

Einführung von Berichts- und Meldeverfahren

Lizenzierte Cybersicherheitsunternehmen sollten interne Compliance-Kalender etablieren, um die fristgerechte jährliche Berichterstattung gegenüber dem MPS bis spätestens zum 31. Januar sicherzustellen.

Durchführung einer rechtlichen und technischen Gap-Analyse

Da alle drei Dekrete unmittelbar in Kraft getreten sind, sollten Unternehmen eine koordinierte rechtliche, technische und operative Prüfung durchführen und das Thema nicht ausschließlich als IT-Frage behandeln.

5. Warum dies für die Investitionsstrategie wichtig ist

Vietnam gehört zu den am schnellsten wachsenden digitalen Volkswirtschaften Südostasiens.

Die zunehmende Verbreitung von Cloud Computing, FinTech, E-Commerce, digitaler Infrastruktur, künstlicher Intelligenz, Rechenzentren, intelligenter Fertigung und Online-Diensten führt dazu, dass Cybersicherheitsregulierung zu einem immer wichtigeren Bestandteil jeder Investitionsstrategie wird.

Die neuen Dekrete haben daher Auswirkungen weit über den Cybersicherheitssektor hinaus.

Sie betreffen insbesondere:

  1. die Strukturierung des Markteintritts;
  2. Investitionsgenehmigungen;
  3. Cloud-Architekturen;
  4. Data Governance;
  5. Outsourcing-Strukturen;
  6. M&A-Due-Diligence-Prüfungen;
  7. Technologieverträge;
  8. den Betrieb in regulierten Branchen;
  9. interne Compliance-Systeme; sowie
  10. die langfristige Sicherstellung der Geschäftskontinuität.

Für internationale Investoren muss die Einhaltung von Cybersicherheitsvorschriften zunehmend genauso behandelt werden wie Steuerrecht, Lizenzierungsanforderungen, Wettbewerbsrecht, Arbeitsrecht oder ausländisches Investitionsrecht: als grundlegender Bestandteil des Marktzugangs in Vietnam.

Fazit – Cybersicherheit wird Teil der regulatorischen Betriebslizenz

Die Verabschiedung der Dekrete 331, 332 und 333 markiert eine bedeutende Weiterentwicklung des vietnamesischen Cybersicherheitsregimes.

Die Richtung ist eindeutig.

Vietnam entwickelt sich hin zu einem stärker strukturierten, durchsetzbaren und institutionell überwachten Cybersicherheitsrahmen mit klareren Anforderungen in Bezug auf Systemschutz, Lizenzierung von Cybersicherheitsunternehmen, Datenlokalisierung, Personalanforderungen, Berichterstattung und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle.

Für ausländische Investoren und FIEs ist die praktische Konsequenz ebenso klar:

Cybersicherheit kann nicht länger erst nach dem Markteintritt behandelt werden. Sie muss zunehmend bereits in der Phase der Investitionsstrukturierung berücksichtigt werden.

Unternehmen, die frühzeitig handeln, werden besser positioniert sein, ihre Datenarchitektur, Lizenzstrukturen, Personalressourcen, Verträge und operativen Systeme rechtzeitig anzupassen, bevor Probleme entstehen.

Unternehmen, die dies versäumen, können mit Verzögerungen bei Genehmigungen, Umstrukturierungskosten, verstärkter regulatorischer Kontrolle oder operativen Beeinträchtigungen konfrontiert werden.

Vietnam bleibt eines der attraktivsten Investitionsziele Asiens. Je digitaler, komplexer und stärker vernetzt sich die Wirtschaft entwickelt, desto anspruchsvoller werden jedoch auch die regulatorischen Erwartungen an Investoren.

Der Wettbewerbsvorteil wird daher zunehmend denjenigen Investoren gehören, die verstehen, dass die Einhaltung von Cybersicherheitsvorschriften kein Hindernis für geschäftliche Aktivitäten in Vietnam darstellt, sondern vielmehr Teil der rechtlichen Infrastruktur wird, die für einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb erforderlich ist.

Bitte zögern Sie nicht, Dr. Oliver Massmann unter omassmann@duanemorris.com zu kontaktieren, falls Sie Fragen haben oder weitere Informationen zu dem neuen Cybersicherheitsrahmen wünschen.

Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann – VIETNAM SCHLÄGT EIN NEUES KAPITEL AUF: EINE WEGWEISENDE PARLAMENTSENTSCHEIDUNG ERÖFFNET DIE NÄCHSTE PHASE DER KERNENERGIEENTWICKLUNG IN NINH THUẬN 2

Vietnam hat einen der bedeutendsten rechtlichen und institutionellen Schritte seit der Entscheidung zur Wiederaufnahme seines Kernenergieprogramms unternommen.

Am 24. August 2026 hat die Nationalversammlung offiziell die Aufteilung des Kernkraftprojekts Ninh Thuận in drei rechtlich unabhängige Projekte beschlossen: das Projekt für Entschädigung, Unterstützung und Umsiedlung, das Kernkraftwerksprojekt Ninh Thuận 1 sowie das Kernkraftwerksprojekt Ninh Thuận 2.

Die Entscheidung wurde mit einer außergewöhnlich starken parlamentarischen Unterstützung angenommen: 476 von 481 anwesenden Abgeordneten der Nationalversammlung stimmten dafür, was 95,2 % entspricht. Die Resolution trat unmittelbar nach ihrer Verabschiedung in Kraft.

Dies ist weit mehr als eine bloße administrative Umstrukturierung.

Für Ninh Thuận 2 bedeutet dies die Schaffung eines klareren rechtlichen Weges von einer nationalen kernenergiepolitischen Vision hin zu einem eigenständig strukturierten, finanzierbaren und letztlich umsetzbaren Infrastrukturprojekt.

Von einem Gesamtprogramm zu unabhängigen Einzelprojekten

Das ursprüngliche Kernenergieprogramm wurde durch die Resolution Nr. 41/2009/QH12 der Nationalversammlung genehmigt. Dieser Rechtsrahmen wurde geschaffen, bevor Vietnams heutige Gesetze zu Investitionen und öffentlichen Investitionen in Kraft traten, und etablierte Ninh Thuận 1 und Ninh Thuận 2 nicht vollständig als unabhängige Projekte im Sinne der heutigen Investitionsgenehmigungsverfahren.

Diese historische Struktur hatte sich inzwischen zu einem rechtlichen Hindernis entwickelt.

Die neue Resolution der Nationalversammlung löst genau dieses Problem, indem sie den einzelnen Projekten einen eigenständigen Rechtsstatus verleiht. Dadurch können die jeweiligen Investitionsverfahren und Umsetzungszeitpläne unabhängig voneinander vorangetrieben werden.

Für Ninh Thuận 2 ist diese Unterscheidung von grundlegender Bedeutung.

Anstatt weiterhin lediglich Bestandteil eines zusammengefassten historischen Programms zu sein, kann Ninh Thuận 2 nun einen eigenen Weg hinsichtlich Investitionsgrundsatzgenehmigung, Projektparametern, Finanzierungsstruktur, Umsetzungszeitplan und Vertragsgestaltung einschlagen.

Ninh Thuận 2 kann nun eigenständig voranschreiten

Die praktische Bedeutung der Entscheidung der Nationalversammlung ist erheblich.

Nach dem derzeitigen vietnamesischen Rechtsrahmen fallen Kernkraftwerksprojekte grundsätzlich in die Zuständigkeit des Premierministers hinsichtlich der Genehmigung der Investitionspolitik. Sollte Ninh Thuận 2 jedoch besondere Mechanismen oder Regelungen erfordern, die in die Kompetenz der Nationalversammlung fallen, würde die Entscheidung über die Investitionspolitik wieder der Nationalversammlung vorgelegt werden.

Unabhängig davon besteht nun ein klar definierter rechtlicher Weg.

Die Umstrukturierung schafft somit die Grundlage, auf der die nächste Generation von Entscheidungen für Ninh Thuận 2 schrittweise aufgebaut werden kann: Projektkonfiguration, Technologieauswahl, Finanzierung, staatliche Unterstützungsstrukturen, nukleare Genehmigungen, EPC-Verträge (Engineering, Procurement and Construction) und weitere wesentliche Vertragspakete, Infrastruktur-Schnittstellen sowie letztlich die Bauausführung.

Wichtig ist, dass die Trennung nicht bedeutet, wieder bei null zu beginnen. Die Resolution erlaubt es den zuständigen Behörden und Investoren, bereits genehmigte Projektdaten und bisherige Arbeitsergebnisse gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen weiter zu nutzen. Dadurch wird wertvolle Vorarbeit erhalten, während die neuen unabhängigen Projekte im Rahmen des modernen regulatorischen Systems voranschreiten können.

Warum dies für internationale Investoren und Kreditgeber wichtig ist

Für internationales Kapital ist die rechtliche Architektur eines Projekts beinahe ebenso wichtig wie die technische Ausgestaltung.

Kernenergieprojekte erfordern außergewöhnlich lange Investitionszeiträume, enorme Kapitalaufwendungen und komplexe Schnittstellen zwischen Regierungen, Projektträgern, Technologieanbietern, Kreditgebern, Exportkreditagenturen, Auftragnehmern, Regulierungsbehörden und Beratern.

Unsicherheiten hinsichtlich der rechtlichen Identität oder des Genehmigungswegs eines Projekts können daher ein erhebliches Hindernis für die Finanzierung darstellen.

Die Resolution vom 24. August adressiert einen wesentlichen Teil dieser Unsicherheit.

Durch die Etablierung von Ninh Thuận 2 als unabhängiges Projekt schafft Vietnam die Voraussetzungen dafür, dass Risikoverteilung, Finanzierungsstruktur, staatliche Unterstützungsmechanismen und vertragliche Rahmenbedingungen gezielt auf die spezifischen Anforderungen von Ninh Thuận 2 zugeschnitten und bewertet werden können.

Diese Unterscheidung wird zunehmend an Bedeutung gewinnen, wenn die Diskussionen von politischen Grundsatzfragen zur tatsächlichen Finanzierbarkeit übergehen.

Unabhängigkeit bedeutet nicht Fragmentierung

Vietnam hat zugleich erkannt, dass zwei unabhängige Kernkraftwerke nicht institutionell isoliert voneinander betrieben werden können.

Die Regierung wurde daher beauftragt, Mechanismen für eine koordinierte Umsetzung, eine effiziente Nutzung gemeinsamer technischer Infrastruktur sowie eine klare Aufgabenverteilung in den Bereichen nukleare Sicherheit, Schutzmaßnahmen, Umweltschutz sowie nationale Verteidigungs- und Sicherheitsinteressen zu schaffen.

Ein bereits bestehender staatlicher Lenkungsmechanismus für die Entwicklung der Kernenergie wird weiterhin die Koordinierung wesentlicher ressortübergreifender Fragen übernehmen.

Diese Kombination ist entscheidend: projektbezogene Unabhängigkeit bei gleichzeitiger programmbezogener Koordination.

Sie ermöglicht es potenziell jedem Kernenergieprojekt, sich entsprechend seiner eigenen Investitionsstruktur weiterzuentwickeln, während gleichzeitig eine zentrale Aufsicht über projektübergreifende Fragestellungen gewährleistet bleibt.

Wie geht es nun mit Ninh Thuận 2 weiter?

Die Entscheidung der Nationalversammlung stellt noch nicht die endgültige Investitionsentscheidung für Ninh Thuận 2 dar.

Ebenso wenig legt sie die Technologie, die Finanzierungsstruktur oder die EPC-Strategie fest.

Stattdessen schafft sie etwas, das in dieser Entwicklungsphase möglicherweise noch grundlegender ist: die rechtliche Plattform, auf deren Grundlage diese Entscheidungen nun getroffen werden können.

Die nächsten Meilensteine sollten daher aufmerksam verfolgt werden, insbesondere die Vorbereitung und Genehmigung einer eigenständigen Investitionspolitik für Ninh Thuận 2 sowie die Ausgestaltung seiner projektspezifischen Finanzierungs-, Technologie-, Regulierungs- und Vertragsarchitektur.

Für Investoren, Kreditgeber, Exportkreditagenturen, Technologieanbieter, Auftragnehmer und professionelle Berater werden diese Entwicklungen den Übergang von der politischen Wiederbelebung des Programms zur tatsächlichen Projektumsetzung markieren.

Fazit – Ninh Thuận 2 hat eine institutionelle Schwelle überschritten

Die Entscheidung Vietnams vom 24. August 2026 sollte nicht lediglich als Aufteilung eines Kernenergieprogramms in drei administrative Teilprojekte verstanden werden.

Vielmehr handelt es sich um einen institutionellen Neustart.

Erstmals im Rahmen des modernen vietnamesischen Investitionsrechts befindet sich Ninh Thuận 2 nun auf einem klaren Weg zu einem rechtlich eigenständigen Kernenergieprojekt mit einem eigenen Genehmigungsverfahren, einer eigenen Finanzierungsarchitektur und einer eigenständigen Umsetzungsstrategie.

Das ist von enormer Bedeutung.

Die technische Herausforderung bleibt gewaltig. Die Finanzierung wird erhebliche Anforderungen mit sich bringen. Nukleare Sicherheit, regulatorische Kapazitäten, Fachkräfteentwicklung, Lokalisierung, Infrastruktur und die langfristige Verteilung von Risiken werden ein außergewöhnliches Maß an Disziplin und Professionalität erfordern.

Doch Großprojekte können erst dann finanzierbar werden, wenn ihre rechtlichen Grundlagen ausreichend klar definiert sind.

Vietnam hat nun einen dieser grundlegenden Bausteine geschaffen.

Die Bedeutung der Entscheidung der Nationalversammlung liegt daher nicht nur in dem, was am 24. August 2026 beschlossen wurde, sondern vor allem in den Möglichkeiten, die dadurch eröffnet werden.

Ninh Thuận 2 tritt aus dem Schatten des historischen Kernenergieprogramms heraus und entwickelt sich hin zu einer eigenständigen Projektstruktur. Die nächste Phase wird darüber entscheiden, wie diese Struktur in Finanzierungskonzepte, Vertragswerke, Bauvorhaben und letztlich in die Stromversorgung für Vietnams schnell wachsende Wirtschaft umgesetzt wird.

Für internationale Investoren und Kreditgeber, die den Wandel des vietnamesischen Energiesektors beobachten, ist Ninh Thuận 2 damit zu einem Projekt geworden, das noch deutlich größere Aufmerksamkeit verdient.

Zögern Sie bitte nicht, Dr. Oliver Massmann (den Architekten des Marktzugangs) unter omassmann@duanemorris.com zu kontaktieren, falls Sie Fragen haben oder weitere Informationen zu den vorstehenden Ausführungen benötigen.

Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor der Duane Morris Vietnam LLC.

Vietnam’s Cybersecurity Reset: Three New Decrees Redefine Compliance for Foreign Investors and FIEs

Vietnam has taken a major step in strengthening its cybersecurity regulatory architectureOn 19 August 2026, the Government issued three new decrees that materially expand the obligations applicable to businesses operating in Vietnam:

  • Decree 331/2026/ND-CP – cybersecurity protection for information systems;
  • Decree 332/2026/ND-CP – conditions for conducting business in cybersecurity products and services; and
  • Decree 333/2026/ND-CP – detailed implementation of the Cybersecurity Law.

All three Decrees took effect immediately on 19 August 2026.

For foreign investors and foreign-invested enterprises (“FIEs”), the new framework is highly significant. It introduces clearer system-classification requirements, licensing rules for cybersecurity businesses, expanded operational obligations, and detailed data-localization requirements.

The overall message is clear: cybersecurity compliance in Vietnam is becoming a core market-access and operational issue, not merely an IT concern.

1. A Five-Level Cybersecurity Classification System

Decree 331 establishes a five-level classification framework for information systems in Vietnam.

The regime applies directly to organizations that build, manage, operate or upgrade information systems serving state-agency IT infrastructure and online public services. Other organizations are encouraged to apply the same standards voluntarily, and the framework may also become relevant where government customers impose equivalent contractual obligations on private-sector service providers.

The classification framework ranges from Level 1, covering lower-risk internal systems processing only public information, through to Level 5, covering strategic defense and national-security systems, centralized national data storage, international-connection infrastructure and particularly sensitive industrial-control systems.

The higher the classification level, the more stringent the obligations become.

At a minimum, organizations must maintain:

  • cybersecurity policies and procedures;
  • appropriately qualified personnel;
  • secure system design;
  • operational security controls;
  • risk-management systems;
  • monitoring capabilities;
  • backup arrangements; and
  • incident-response mechanisms.

For Level 3 and Level 4 systems, cloud and data-center environments must be logically segregated.

For Level 5 systems, physical segregation of systems, storage and principal network equipment is required, together with mandatory independent licensed assessment.

The incident-reporting obligations are also significant. Serious incidents must generally be reported within 24 hours, followed by a full report within 72 hours, while incidents affecting national security require immediate notification.

For FIEs operating cloud, data-center, managed-service or infrastructure businesses, these requirements may become especially important when providing services to government bodies or other critical-sector customers.

2. Cybersecurity Products and Services Become a Licensed Business Sector

Decree 332 introduces a formal licensing regime for entities conducting business in cybersecurity products and services in Vietnam, excluding civil cryptography.

A cybersecurity business license issued by the Ministry of Public Security (“MPS”) is required and is valid for 10 years.

General licensing conditions include:

  • establishment under Vietnamese law;
  • good standing;
  • an eligible legal representative or authorized manager;
  • qualified technical personnel;
  • appropriate equipment, facilities and technology; and
  • compliance with specific professional requirements.

For foreign-invested economic organizations, one particularly important condition is that the remaining term of the Vietnam investment project must exceed five years at the time of license issuance.

Additional conditions apply to particular cybersecurity activities.

Cybersecurity assessment and consultancy

Providers must have at least five qualified technical personnel residing in Vietnam, and the legal representative must be a Vietnamese national.

Cybersecurity monitoring services

Providers must have at least 12 qualified technical personnel, and again the legal representative must be a Vietnamese national.

Manufacturing, trading, importing and exporting cybersecurity products

Businesses must maintain suitable business and technical plans, satisfy relevant technical standards, implement quality-control measures and maintain documentation concerning the end use of the relevant products.

Import and export activities are subject to an additional shipment-specific MPS license, valid for two years.

Applications must be submitted in Vietnamese, with a statutory review period of 28 working days after submission of a complete dossier.

Licensed entities must also submit annual compliance reports to MPS by 31 January each year.

For international cybersecurity companies considering market entry into Vietnam, these requirements should now form part of the initial investment-structuring analysis.

3. Data Localization: A Critical Distinction Between FIEs and Offshore Providers

Decree 333 provides greater detail on the data-localization and local-presence requirements under Vietnam’s Cybersecurity Law.

The rules differ materially depending on whether the enterprise is incorporated in Vietnam or operates offshore.

Vietnam-incorporated enterprises, including FIEs

Vietnam-incorporated companies are subject to an automatic local-storage obligation for specified categories of data relating to users in Vietnam.

These include:

  • personal information of users in Vietnam; and
  • user-generated data such as account names, service-use times, credit-card information, email addresses, recent login/logout IP addresses and telephone numbers associated with user accounts or data.

For Vietnam-incorporated FIEs, the question is therefore no longer whether localization may be imposed in the future, but whether the company’s current data architecture already complies.

This may require businesses to review cloud architecture, server locations, vendor arrangements, intra-group data flows and outsourcing agreements.

Offshore foreign enterprises

For offshore service providers, the obligation is conditional rather than automatic.

The relevant sectors include, among others:

  • telecommunications;
  • cloud and data-storage services;
  • domain-name services;
  • e-commerce;
  • online payments;
  • transport platforms;
  • social media;
  • online games;
  • messaging;
  • VoIP;
  • email; and
  • other online information services.

An offshore provider becomes subject to localization and local-presence requirements only where three cumulative conditions are satisfied:

  1. the service has been used in connection with cybersecurity-law violations;
  2. the specialized MPS cybersecurity force has issued written cooperation, prevention or investigation requests three times within a period of up to six months; and
  3. the enterprise fails to remedy the issue, fails to comply fully, or obstructs or neutralizes the required protective measures.

If those conditions are triggered, the Minister of Public Security may issue a formal decision requiring the enterprise to store data in Vietnam and establish a branch or representative office.

The enterprise then has 12 months to comply.

The minimum data-retention period is generally 24 months from the date of the storage request, or for as long as the request remains in force.

System logs required for investigation purposes must be retained for at least 12 months, while telecom and internet IP-allocation logs must also be retained for at least 12 months in a complete, continuous and secure manner.

4. What Foreign Investors and FIEs Should Do Now

The new framework should prompt an immediate cybersecurity compliance review.

Foreign investors and FIEs should in particular consider the following actions.

Assess system-classification exposure

Determine whether any systems built, managed or operated by the business fall within the mandatory scope of Decree 331 or may become subject to equivalent requirements through contracts with government customers or critical-sector operators.

Review cybersecurity licensing requirements

Businesses involved in cybersecurity products or services should determine immediately whether an MPS license is required and whether current corporate, personnel and investment-term arrangements satisfy the licensing conditions.

Review governance and staffing

Companies providing cybersecurity assessment, consultancy or monitoring services should confirm compliance with the Vietnamese-national legal-representative requirement and the applicable minimum staffing thresholds.

Audit data-storage architecture

Vietnam-incorporated FIEs should confirm that the required categories of Vietnamese user data are stored in Vietnam.

Offshore digital-service providers should establish internal procedures to identify and respond promptly to MPS requests that could eventually trigger localization obligations.

Implement reporting procedures

Licensed cybersecurity businesses should establish internal compliance calendars to ensure timely annual reporting to MPS by 31 January.

Conduct a legal and technical gap analysis

Because the three Decrees became effective immediately, businesses should conduct a coordinated legal, technical and operational review rather than treat the matter as a purely IT exercise.

5. Why This Matters for Investment Strategy

Vietnam is one of Southeast Asia’s fastest-growing digital economies.

The expansion of cloud computing, fintech, e-commerce, digital infrastructure, AI, data centers, smart manufacturing and online services makes cybersecurity regulation increasingly central to investment strategy.

The new Decrees therefore have implications far beyond the cybersecurity sector itself.

They affect:

  • market-entry structuring;
  • investment licensing;
  • cloud architecture;
  • data governance;
  • outsourcing;
  • M&A due diligence;
  • technology contracts;
  • regulated-sector operations;
  • internal compliance systems; and
  • long-term business continuity.

For international investors, cybersecurity compliance must increasingly be treated in the same way as tax, licensing, competition, employment and foreign-investment regulation: as a fundamental component of Vietnam market access.

Conclusion – Cybersecurity Is Becoming Part of the Investment License to Operate

The issuance of Decrees 331, 332 and 333 marks a significant evolution in Vietnam’s cybersecurity regime.

The direction of travel is unmistakable.

Vietnam is moving toward a more structured, enforceable and institutionally supervised cybersecurity framework, with clearer obligations concerning system protection, cybersecurity business licensing, data localization, staffing, reporting and incident response.

For foreign investors and FIEs, the practical consequence is equally clear:

cybersecurity can no longer be addressed only after a business has entered Vietnam. It must increasingly be considered at the investment-structuring stage itself.

Companies that act early will be better positioned to align their data architecture, licensing structure, personnel, contracts and operational systems before issues arise.

Those that do not may face licensing delays, restructuring costs, regulatory scrutiny or operational disruption.

Vietnam remains one of Asia’s most compelling investment destinations. But as its economy becomes more digital, sophisticated and interconnected, the regulatory expectations imposed on investors are also becoming more sophisticated.

The competitive advantage will therefore increasingly belong to investors who understand that cybersecurity compliance is not an obstacle to doing business in Vietnam — it is becoming part of the legal infrastructure required to do business successfully.

Please do not hesitate to contact Dr. Oliver Massmann at omassmann@duanemorris.com if you have any questions or would like further information regarding the new cybersecurity framework.

VIETNAM UNLOCKS NINH THUAN 2: A LANDMARK PARLIAMENTARY DECISION OPENS THE NEXT CHAPTER OF NUCLEAR POWER

By Dr. Oliver Massmann

Vietnam has taken one of the most consequential legal and institutional steps since deciding to revive its nuclear power programme.

On 24 August 2026, the National Assembly formally approved the separation of the Ninh Thuan Nuclear Power Project into three legally independent projects: the compensation, support and resettlement project, the Ninh Thuan 1 Nuclear Power Plant Project, and the Ninh Thuan 2 Nuclear Power Plant Project.

The decision was adopted with an exceptionally strong parliamentary mandate: 476 of 481 participating National Assembly deputies voted in favour, representing 95.2%. The resolution took effect immediately upon adoption. 

This is far more than an administrative restructuring.

For Ninh Thuan 2, it represents the creation of a clearer legal pathway from national nuclear ambition toward an independently structured, financeable and ultimately executable infrastructure project.

From One Programme to Independent Projects

The original nuclear programme was approved under National Assembly Resolution No. 41/2009/QH12. That framework pre-dated Vietnam’s current investment and public-investment legislation and did not fully establish Ninh Thuan 1 and Ninh Thuan 2 as independent projects for purposes of today’s investment-approval procedures.

That legacy structure had become a legal obstacle.

The new parliamentary resolution addresses precisely this problem by giving the individual projects independent legal status, allowing their respective investment procedures and implementation schedules to progress without being dependent upon one another. 

For Ninh Thuan 2, that distinction is fundamental.

Instead of remaining one element within a combined historical programme, Ninh Thuan 2 can now move toward its own investment-policy approval, project parameters, financing architecture, implementation timetable and contractual structure.

Ninh Thuan 2 Can Now Develop on Its Own Track

The practical significance of the National Assembly’s decision is substantial.

Under Vietnam’s current framework, nuclear power plant projects generally fall within the Prime Minister’s authority for investment-policy approval. If, however, Ninh Thuan 2 requires special mechanisms or policies falling within the National Assembly’s competence, the investment-policy decision would return to the National Assembly. 

Either way, there is now a defined legal route forward.

The restructuring therefore creates the foundation upon which the next generation of Ninh Thuan 2 decisions can progressively be built: project configuration, technology, financing, government arrangements, nuclear licensing, EPC and other major contracting packages, infrastructure interfaces and ultimately construction.

Importantly, separation does not mean starting again from zero. The resolution permits the relevant authorities and investors to inherit and use previously approved project data and work results in accordance with applicable law. That should preserve valuable preparatory work while allowing the new independent projects to proceed under the modern regulatory framework. 

Why This Matters to International Investors and Lenders

For international capital, legal architecture matters almost as much as engineering.

Nuclear projects require extraordinarily long investment horizons, enormous capital commitments and complex interfaces among governments, project owners, technology providers, lenders, export-credit institutions, contractors, regulators and advisers.

Uncertainty regarding the legal identity or approval pathway of a project can therefore become a major obstacle to financing.

The 24 August resolution addresses an important part of that uncertainty.

By establishing Ninh Thuan 2 as an independent project, Vietnam is creating the conditions for its risk allocation, financing structure, government support mechanisms and contractual framework to be assessed specifically on the merits and requirements of Ninh Thuan 2 itself.

That distinction will become increasingly important when discussions move from policy into bankability.

Independence Does Not Mean Fragmentation

Vietnam has also recognised that two independent nuclear plants cannot operate institutionally in isolation.

The Government has therefore been tasked with establishing mechanisms for coordinated implementation, efficient use of shared technical infrastructure and clear allocation of responsibilities relating to nuclear safety and security, environmental protection, national defence and security.

An existing Government steering mechanism for nuclear power development will continue to coordinate major inter-agency issues. 

This combination is important: project-level independence together with programme-level coordination.

It potentially allows each nuclear project to move at the speed required by its own investment structure while preserving central oversight of issues that necessarily cross project boundaries.

What Comes Next for Ninh Thuan 2?

The National Assembly’s decision does not itself constitute the final investment decision for Ninh Thuan 2.

Nor does it settle the technology, financing or EPC structure.

Instead, it does something arguably more fundamental at this stage: it creates the legal platform upon which those decisions can now be made.

The next milestones should therefore be watched carefully, particularly the preparation and approval of Ninh Thuan 2’s standalone investment policy and the development of its project-specific financing, technology, regulatory and contractual architecture.

For investors, lenders, export-credit agencies, technology providers, contractors and professional advisers, those developments will mark the transition from policy revival to project execution.

Conclusion – Ninh Thuan 2 Has Crossed an Institutional Threshold

Vietnam’s decision of 24 August 2026 should not be viewed simply as the division of one nuclear programme into three administrative components.

It is better understood as an institutional reset.

For the first time under Vietnam’s modern investment framework, Ninh Thuan 2 now stands on a pathway toward becoming a legally independent nuclear power project with its own approval process, financing architecture and implementation trajectory.

That matters enormously.

The engineering challenge remains formidable. The financing challenge will be substantial. Nuclear safety, regulatory capacity, workforce development, localisation, infrastructure and long-term risk allocation will require extraordinary discipline.

But mega-projects cannot become bankable until their legal foundations are sufficiently clear.

Vietnam has now laid one of those foundations.

The significance of the National Assembly’s decision is therefore not merely what happened on 24 August 2026, but what it makes possible next.

Ninh Thuan 2 is moving out of the shadow of the historic nuclear programme and toward an independent project architecture. The next phase will determine how that architecture is transformed into financing, contracts, construction and ultimately electricity for Vietnam’s rapidly expanding economy.

For international investors and lenders watching Vietnam’s energy transformation, Ninh Thuan 2 has just become considerably more important to watch. 

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Please do not hesitate to contact Dr. Oliver Massmann (the architect of market access) under omassmann@duanemorris.com if you have any questions or require further information regarding the above. Dr. Oliver Massmann is the General Director of Duane Morris Vietnam LLC.

Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann – Vietnam senkt Einkommensteuern um 30 % für 2026–2027: Ein gezielter Impuls für das Wachstum des Privatsektors

Vietnam hat einen weiteren bedeutenden Schritt unternommen, um den inländischen Privatsektor zu stärken und ehrgeiziges Wirtschaftswachstum nachhaltig zu sichern.

Am 24. August 2026 verabschiedete die Nationalversammlung Vietnams eine Resolution, die die persönliche Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer für qualifizierte Steuerpflichtige in den Steuerperioden 2026 und 2027 um 30 % reduziert. Die Resolution wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen: 480 von 481 Abgeordneten stimmten dafür, was einer Zustimmung von 96 % entspricht. Sie trat unmittelbar am 24. August 2026 in Kraft. (Quochoi)

Die Schlagzeile ist eindrucksvoll. Ebenso wichtig ist jedoch das präzise Verständnis dessen, was Vietnam getan hat – und was nicht.

Dies ist keine allgemeine Senkung der persönlichen Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer um 30 %. Es handelt sich vielmehr um eine gezielte zweijährige Reduktion der tatsächlich zu zahlenden Steuer für qualifizierte Unternehmer und Unternehmen mit einem Jahresumsatz von höchstens 10 Mrd. VND.

Diese Unterscheidung ist für Unternehmen, Investoren und Arbeitnehmer entscheidend, um die praktischen Folgen der neuen Politik zu verstehen.

Wer profitiert tatsächlich von der 30 %-Steuersenkung?

1. Persönliche Einkommensteuer: Geschäftseinkommen von ansässigen Einzelpersonen Für die Steuerperioden 2026 und 2027 reduziert Vietnam die persönliche Einkommensteuer auf Geschäftseinkommen von ansässigen Einzelpersonen um 30 %, sofern deren jährlicher Geschäftserlös im jeweiligen Jahr nicht über 10 Mrd. VND liegt.

Der entscheidende Punkt: Die Reduktion betrifft Einkommen aus Geschäftstätigkeit. Es handelt sich nicht um eine allgemeine Senkung der Einkommensteuer für Arbeitnehmer. Ein Angestellter mit Gehalt erhält durch diese Resolution keine 30 %-Reduktion seiner Lohnsteuer.

Die Maßnahme richtet sich ausschließlich an qualifizierte ansässige Einzelpersonen mit Geschäftseinkünften innerhalb der Umsatzgrenze von 10 Mrd. VND. (baochinhphu.vn)

2. Körperschaftsteuer: Qualifizierte Unternehmen und Organisationen Der zweite Teil betrifft eine 30 %-Reduktion der Körperschaftsteuer für die Steuerperioden 2026 und 2027.

Begünstigt sind Unternehmen und Organisationen nach vietnamesischem Recht mit einem Jahresumsatz von höchstens 10 Mrd. VND.

Dies ist keine allgemeine Senkung des Körperschaftsteuersatzes Vietnams um 30 %. Vielmehr berechnet ein qualifiziertes Unternehmen die reguläre Steuerlast und erhält anschließend die gesetzliche 30 %-Reduktion. (baochinhphu.vn)

Die Umsatzgrenze zielt bewusst auf kleinere Unternehmen. Laut Angaben aus den Beratungen der Nationalversammlung haben rund 865.115 Unternehmen einen Umsatz bis 10 Mrd. VND – etwa 81,1 % der relevanten Datenbasis. (Finanzministerium)

Die Regel in einem Satz

Vietnam reduziert für 2026 und 2027 die tatsächlich zu zahlende Einkommensteuer um 30 % für qualifizierte ansässige Unternehmer und Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 10 Mrd. VND – nicht die allgemeinen PIT- und CIT-Sätze für die gesamte Wirtschaft.

Verhältnis zu bestehenden Steuervergünstigungen

Bestehende Steueranreize bleiben unberührt. Die neue 30 %-Reduktion wird auf die nach Abzug der bisherigen Vergünstigungen verbleibende Steuerlast angewendet. (baochinhphu.vn)

Keine künstliche Aufspaltung von Unternehmen

Die Resolution schließt Unternehmen aus, die nach ihrem Inkrafttreten durch Aufspaltung entstanden sind und deren kombinierter Umsatz die Grenze von 10 Mrd. VND überschreitet. (Quochoi)

Damit soll verhindert werden, dass größere Unternehmen sich künstlich in kleinere Einheiten teilen, um die Vergünstigung zu erschleichen.

Politischer Kontext

Die Regierung begründet die Maßnahme mit anhaltenden Schwierigkeiten von Haushaltsbetrieben, Einzelunternehmern und Kleinstunternehmen bei der Kapitalbildung.

Der Finanzminister stellte ausdrücklich den Zusammenhang mit der Umsetzung der Resolution Nr. 68 des Politbüros zur Entwicklung des Privatsektors, der Resolution Nr. 19 des Zentralkomitees sowie dem Ziel Vietnams her, in den Jahren 2026–2030 ein zweistelliges Wirtschaftswachstum zu erreichen. (Quochoi)

Damit wird deutlich: Vietnam betrachtet die Privatwirtschaft zunehmend als zentralen Motor für Investitionen, Innovation, Beschäftigung und Wachstum. Steuerpolitik wird zu einem Instrument dieses strategischen Wandels.

Von der Steuererhebung zur Kapitalbildung

Die wirtschaftliche Philosophie, die der Resolution zugrunde liegt, ist besonders bemerkenswert.

Die Regierung schätzt, dass die Maßnahme die Staatseinnahmen um etwa

  1. 3,191 Billionen VND im Jahr 2026 und
  2. 3,510 Billionen VND im Jahr 2027 reduzieren wird.

Dies ist ein bedeutendes fiskalisches Engagement. Doch die Regierung betrachtet die Maßnahme nicht einfach als entgangene Steuereinnahmen. Ihre Argumentation lautet, dass die nicht eingezogenen Mittel den qualifizierten Unternehmen und Unternehmern zur Verfügung stehen. Diese zusätzliche Liquidität kann für Betriebskapital, Ausrüstung, Personal, Expansion und Reinvestition genutzt werden. Erfolgreiche Reinvestitionen sollen wiederum zusätzliche wirtschaftliche Aktivitäten, Einkommen und letztlich zukünftige Steuereinnahmen generieren.

Die Regierung hat die unmittelbare Einnahmenreduzierung daher als Mittel charakterisiert, Ressourcen in den Händen der Unternehmen zu belassen, damit diese reinvestieren, die Produktion ausweiten und Einkommen steigern können. (Quochoi)

Dies vermittelt eine wichtige politische Botschaft: Vietnam verzichtet bewusst auf einen Teil kurzfristiger fiskalischer Einnahmen zugunsten eines langfristigen Wachstums des Privatsektors.

Warum die Grenze von 10 Mrd. VND entscheidend ist

Die jährliche Umsatzgrenze von 10 Mrd. VND – etwa 380.000 USD zu aktuellen Wechselkursen – ist wesentlich für das Verständnis der Reichweite der Resolution.

Dies ist kein Steueranreiz für große multinationale Konzerne oder Vietnams größte Unternehmen. Ein bedeutender auslandsfinanzierter Hersteller, ein großer Energieentwickler, eine Bank, eine Technologieplattform oder ein vietnamesisches Konglomerat überschreiten die Grenze von 10 Mrd. VND gewöhnlich deutlich.

Die unmittelbaren Begünstigten sind vielmehr kleinere Unternehmen, Mikrobetriebe, Geschäftshaushalte und Einzelunternehmer.

Dieser gezielte Ansatz erklärt auch, warum die Regierung davon ausgeht, dass die Maßnahme trotz der relativ niedrigen Umsatzgrenze eine spürbare wirtschaftliche Wirkung entfalten kann. Für ein multinationales Unternehmen mögen einige Millionen VND zusätzliche monatliche Liquidität kaum Einfluss auf Investitionsentscheidungen haben. Für ein kleines vietnamesisches Unternehmen hingegen können diese Mittel direkt zu Gehältern, Maschinen, Lagerbeständen, Digitalisierung oder Expansion beitragen.

Während der Beratungen in der Nationalversammlung veranschaulichte der Finanzminister dies anhand eines Unternehmens mit 10 Mrd. VND Jahresumsatz. Bei einer Gewinnmarge von etwa 12 % berechnete die Regierung, dass eine 30 %-Steuersenkung rund 4–5 Mio. VND oder mehr pro Monat zusätzlich verfügbar machen könnte. (Finanzministerium)

Auf Ebene der Kleinstunternehmen können solche Beträge einen praktischen Unterschied machen.

Teil einer umfassenderen Reformagenda für den Privatsektor

Die Resolution sollte daher im Zusammenhang mit Vietnams umfassenderen Reformen gesehen werden. Frühere Maßnahmen im Jahr 2026 boten bereits erhebliche Unterstützung für kleinere Unternehmen, darunter Steuerbefreiungen für Geschäftshaushalte und Einzelpersonen unter bestimmten Umsatzgrenzen, CIT-Erleichterungen für sehr kleine Unternehmen, Steuerstundungen und weitere fiskalische Hilfen. (Quochoi)

Die neue 30 %-Reduktion erweitert diese Politik auf eine höhere Umsatzstufe. Am wichtigsten ist, dass sie im Kontext der Resolution Nr. 68-NQ/TW steht, die die Entwicklung des Privatsektors ins Zentrum der langfristigen Wirtschaftsstrategie Vietnams gerückt hat.

Vietnam steht vor einer gewaltigen Herausforderung im kommenden Jahrzehnt: Es will über seine Rolle als exportorientiertes Produktionsland hinauswachsen und sich zu einer anspruchsvolleren Wirtschaft entwickeln, die von Technologie, Innovation, Infrastruktur, inländischen Unternehmen, höherer Produktivität und stärkerer vietnamesischer Beteiligung an globalen Wertschöpfungsketten getragen wird.

Dazu braucht es mehr als ausländische Direktinvestitionen. Es braucht stärkere vietnamesische Unternehmen. Es braucht Unternehmer, die Kapital ansammeln können. Es braucht kleine Unternehmen, die zu mittleren Unternehmen werden – und mittlere Unternehmen, die zu regionalen Champions heranwachsen. Und es braucht ein regulatorisches und fiskalisches Umfeld, das Unternehmen die Reinvestition ermöglicht, statt sie in ihrer Aufbauphase durch hohe Steuer- und Verwaltungslasten zu belasten.

Aus dieser Perspektive ist die neue Steuerresolution Teil eines wesentlich größeren Ganzen.

Bedeutung für ausländische Investoren

Der unmittelbare steuerliche Vorteil für große ausländische Investoren wird aufgrund der Umsatzgrenze von 10 Mrd. VND in vielen Fällen begrenzt sein. Dennoch sollten ausländische Investoren die Resolution nicht als irrelevant abtun.

Ihre strategische Bedeutung liegt woanders:

  • Erstens sind ausländische Investoren zunehmend auf vietnamesische Zulieferer, Auftragnehmer, Händler, Technologiepartner und Dienstleister angewiesen. Eine Stärkung der finanziellen Position kleinerer inländischer Unternehmen kann die Tiefe und Widerstandsfähigkeit der Lieferketten verbessern.
  • Zweitens können stärkere vietnamesische KMU bessere Joint-Venture-Partner und Zulieferer für internationale Unternehmen werden.
  • Drittens zeigt die Resolution erneut die Richtung der vietnamesischen Wirtschaftspolitik: Privatwirtschaft, Unternehmertum und Reinvestition werden zunehmend aktiv gefördert statt nur geduldet.

Für Investoren mit einem Zeithorizont von fünf, zehn oder zwanzig Jahren ist diese Richtung von großer Bedeutung.

Sofortige Wirkung – kein bloßes Zukunftsversprechen

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal der Resolution: Sie trat am 24. August 2026 – dem Tag ihrer Verabschiedung durch die Nationalversammlung – in Kraft und gilt für die Steuerperioden 2026 und 2027. (Quochoi)

Die Regierung strebte die Verabschiedung in der laufenden Sondersitzung ausdrücklich an, damit die Maßnahme bereits die Steuerperiode 2026 beeinflussen und Unternehmen zusätzliche Mittel für Anschaffungen, Reinvestitionen und den verbleibenden Geschäftsjahreszyklus bereitstellen kann. (Quochoi)

Dieses Timing sendet eine klare Botschaft: Vietnam verkündet nicht nur langfristige Ambitionen für die Entwicklung des Privatsektors, sondern versucht zunehmend, diese Ambitionen in Maßnahmen mit unmittelbarer finanzieller Wirkung für Unternehmen umzusetzen.

Eine Steuermaßnahme für kleine Unternehmen mit einer viel größeren Botschaft

Es wäre leicht, die Entscheidung der Nationalversammlung einfach als „30 %-Steuersenkung“ zu beschreiben. Das würde jedoch sowohl übertreiben als auch unterschätzen, was Vietnam tatsächlich getan hat.

Es würde die Maßnahme übertreiben, da Vietnam die PIT und CIT nicht für alle um 30 % gesenkt hat. Arbeitnehmer erhalten keine allgemeine 30 %-Reduktion der Einkommensteuer, und große Unternehmen erhalten keine allgemeine 30 %-Reduktion der Körperschaftsteuer.

Es würde die Maßnahme aber auch unterschätzen, da ihre Bedeutung über die Höhe der eingesparten Steuer hinausgeht.

Die Resolution zeigt eine veränderte Philosophie der wirtschaftlichen Entwicklung. Vietnam erkennt zunehmend, dass der Aufbau einer starken Privatwirtschaft erfordert, dass Unternehmen Kapital behalten, Gewinne reinvestieren, die Produktivität steigern, ihre Geschäftstätigkeit ausweiten und letztlich größer und wettbewerbsfähiger werden.

Der Staat signalisiert damit faktisch: Für qualifizierte kleinere Unternehmen kann ein Teil der heutigen Steuereinnahmen größeren wirtschaftlichen Wert schaffen, wenn er im Unternehmen verbleibt und das Wachstum von morgen finanziert.

Das ist eine anspruchsvolle politische Kalkulation.

Schlussfolgerung: Vietnam investiert in seine Unternehmer

Die 30 %-Steuersenkung für 2026 und 2027 sollte daher als das verstanden werden, was sie tatsächlich ist: eine gezielte Investition in die unternehmerische Basis Vietnams.

Sie gilt ausdrücklich für qualifizierte Steuerzahler mit einem Jahresumsatz von höchstens 10 Mrd. VND. Sie stellt keine allgemeine 30 %-Steuersenkung für Arbeitnehmer, multinationale Konzerne oder die gesamte Wirtschaft dar.

Ihre größere Bedeutung reicht jedoch weit darüber hinaus. Zusammen mit Resolution 68 und Vietnams umfassender Reformagenda für den Privatsektor zeigt die Maßnahme eine zunehmend klare politische Richtung: Vietnam möchte, dass seine privaten Unternehmen nicht nur überleben, sondern Kapital ansammeln, investieren, innovieren und wachsen.

Das ist nicht nur für vietnamesische Unternehmer wichtig. Es ist relevant für multinationale Unternehmen, die stärkere lokale Lieferketten suchen. Es ist relevant für Investoren, die glaubwürdige inländische Partner benötigen. Es ist relevant für Technologieunternehmen, die einen zunehmend anspruchsvollen Markt erschließen wollen. Und es ist relevant für internationale Unternehmen, die bewerten, ob Vietnam sich von einem führenden Produktionsstandort Asiens zu einer bedeutenden Innovations- und Investitionswirtschaft entwickeln kann.

Vietnam hat jahrzehntelang erfolgreich Kapital aus dem Ausland angezogen. Das nächste Kapitel ist ebenso wichtig: die Schaffung von Bedingungen, unter denen vietnamesisches Privatkapital parallel dazu wachsen kann.

Die Entscheidung der Nationalversammlung vom 24. August 2026 ist ein weiteres Signal dafür, dass dieses nächste Kapitel bereits begonnen hat.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Oliver Massmann (Architekt des Marktzugangs) unter omassmann@duanemorris.com. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.

Anwalt in Vietnam Dr. Oliver Massmann – Vietnam’s 6,5 Millionen Weltbürger: Resolution 23 macht die Diaspora zu einer strategischen nationalen Ressource

Vietnam hat gerade eine potenziell historische Veränderung in seiner Sichtweise auf die mehr als 6,5 Millionen im Ausland lebenden Vietnamesen vorgenommen.

Über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg beruhte die Politik Vietnams gegenüber seiner Auslandsgemeinschaft im Wesentlichen auf Verbindung: Pflege der Bindungen zur Heimat, Bewahrung der vietnamesischen Identität, Unterstützung vietnamesischer Gemeinschaften im Ausland und Ermutigung, zum Aufbau des Landes beizutragen.

Diese Philosophie hat sich nun weiterentwickelt.

Am 2. August 2026 erließ das Politbüro die Resolution Nr. 23-NQ/TW zu Angelegenheiten der Auslandsvietnamesen und ersetzte damit den durch Resolution Nr. 36-NQ/TW vom 26. März 2004 geschaffenen politischen Rahmen.

Die Bedeutung von Resolution 23 liegt nicht einfach in einem weiteren politischen Dokument. Sie stellt einen grundlegenden Perspektivwechsel dar.

Vietnam erkennt die Auslandsvietnamesen nun ausdrücklich nicht nur als untrennbaren Teil der vietnamesischen Nationalgemeinschaft an, sondern als „eine der wichtigen strategischen Ressourcen“ des Landes.

Diese Formulierung ist entscheidend. Vietnam sagt seiner globalen Gemeinschaft damit faktisch: Ihr steht nicht außerhalb der Entwicklungsgeschichte Vietnams. Ihr seid Teil davon.

Und für ein Land, das in eine neue Phase wirtschaftlicher, technologischer und geopolitischer Entwicklung eintritt, könnte dies weitreichende Folgen haben.

Von „Verbunden bleiben“ zu „Gemeinsam aufbauen“ Die vietnamesische Auslandsgemeinschaft hat sich seit der Verabschiedung von Resolution 36 im Jahr 2004 dramatisch verändert. Heute leben mehr als 6,5 Millionen Vietnamesen in über 130 Ländern und Territorien. Dazu gehören Unternehmer, Investoren, Ingenieure, Wissenschaftler, Akademiker, Ärzte, Technologiespezialisten und Fachkräfte, die in vielen der weltweit führenden Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstitutionen tätig sind. (scov.gov.vn)

Der wirtschaftliche Beitrag dieser Gemeinschaft wurde schon lange anerkannt. Doch Resolution 23 geht weiter. Vietnam betrachtet seine Diaspora nicht mehr primär durch die traditionellen Linsen von Rücküberweisungen, kulturellen Bindungen und Investitionskapital. Es sieht die Auslandsvietnamesen zunehmend als Quelle von etwas noch Wertvollerem: Wissen, Technologie, internationale Netzwerke, Innovation und Humankapital.

Vietnamesische Beamte selbst haben die neue Philosophie als Übergang von „mobilisieren, sammeln und betreuen“ hin zu „begleiten und Mechanismen schaffen“ beschrieben. (scov.gov.vn)

Diese Unterscheidung ist entscheidend. Die alte Frage lautete im Wesentlichen: Wie können Auslandsvietnamesen zu Vietnam beitragen?

Die neue Frage lautet zunehmend: Was muss Vietnam ändern, damit Auslandsvietnamesen effektiv beitragen können?

Das ist ein wesentlich ambitionierterer Ansatz.

Talent wird zur strategischen Infrastruktur Der Zeitpunkt von Resolution 23 ist kein Zufall. Vietnam versucht derzeit einen der wichtigsten wirtschaftlichen Übergänge seiner modernen Geschichte.

Das Land hat sich bereits als einer der bedeutenden Produktionsstandorte Asiens etabliert. Die nächste Herausforderung ist jedoch erheblich schwieriger: der Aufstieg von Fertigung und Montage hin zu einer Wirtschaft, die zunehmend auf Technologie, Innovation, Forschung, anspruchsvolle Dienstleistungen und vietnamesisches geistiges Eigentum basiert.

Dieser Wandel kann nicht allein durch physische Infrastruktur und ausländische Investitionen erreicht werden. Er erfordert Menschen. Und zunehmend erfordert er global erfahrene Menschen.

Resolution 23 betont daher ausdrücklich die Mobilisierung von Ressourcen der Auslandsvietnamesen in Bereichen wie Wissenschaft und Technologie, Innovation, digitale Transformation, künstliche Intelligenz, Halbleiter, Biotechnologie und das Startup-Ökosystem. (scov.gov.vn)

Dies verbindet die Diaspora-Politik direkt mit Vietnams breiterer Technologie- und Industriestrategie.

Betrachten wir die Chancen:

  • Ein vietnamesischer Halbleiteringenieur in Kalifornien könnte Technologien und Lieferketten verstehen, die vietnamesische Institutionen entwickeln möchten.
  • Ein vietnamesischer KI-Forscher in Europa könnte Zugang zu wissenschaftlichen Netzwerken haben, deren Aufbau im Inland Jahre dauern würde.
  • Ein vietnamesischer Unternehmer in Singapur könnte vietnamesische Startups mit Kapital, Kunden und regionalen Märkten verbinden.
  • Ein vietnamesischer Professor in Australien, Deutschland, Japan oder den USA könnte zu einer vietnamesischen Universität oder einem Forschungsprogramm beitragen, ohne dauerhaft nach Vietnam zurückzukehren.

Das strategische Kapital ist daher nicht nur die einzelne Person. Es ist das globale Netzwerk, das diese Person umgibt.

Resolution 23 erkennt diese Realität an, indem sie Datenbanken, Netzwerke und Ökosysteme fordert, die vietnamesische Experten, Intellektuelle, Wissenschaftler, Unternehmer und jüngere Generationen im Ausland verbinden – einschließlich Mechanismen, die es ihnen ermöglichen, auch aus der Ferne beizutragen. (scov.gov.vn)

Dies könnte sich als eines der folgenreichsten Elemente der Resolution erweisen. Vietnam muss nicht unbedingt jeden talentierten Auslandsvietnamesen dauerhaft zurückholen. Es muss Vietnam zu einem Teil ihres beruflichen Universums machen.

Ein globales vietnamesisches Innovationsnetzwerk Hinter Resolution 23 steht eine breitere strategische Idee. Moderne Volkswirtschaften konkurrieren zunehmend über Netzwerke.

Kapital bewegt sich international. Forschungsteams arbeiten über Kontinente hinweg. Halbleiter-Lieferketten erstrecken sich über mehrere Rechtsräume. Die Entwicklung künstlicher Intelligenz ist international. Risikokapital, Universitäten und Technologieunternehmen operieren innerhalb globaler Ökosysteme und nicht in nationalen Silos.

Vietnam verfügt daher über ein außergewöhnliches potenzielles Kapital: Millionen von Menschen mit kultureller oder familiärer Verbindung zu Vietnam, die gleichzeitig in andere Volkswirtschaften eingebettet sind.

Richtig vernetzt kann diese Gemeinschaft zu einer Brücke zwischen Vietnam und internationalem Kapital, Technologie, Universitäten, Unternehmen und Märkten werden.

Die Resolution erkennt Auslandsvietnamesen ausdrücklich als Brücke zwischen Vietnam und der Welt an und sieht ihre direkte Teilnahme an der nationalen Entwicklung vor. (scov.gov.vn)

Das bedeutet, dass Vietnams Diaspora-Politik Teil seiner Wirtschaftsentwicklungspolitik wird. Sie wird auch Teil seiner internationalen Integrationsstrategie.

Die Rechtsfrage: Politische Richtung in Rechte umwandeln Für Juristen, Investoren und Unternehmen muss jedoch eine wichtige Unterscheidung getroffen werden.

Resolution 23 ist eine Resolution des Politbüros. Sie ist kein Gesetz, das von der Nationalversammlung Vietnams verabschiedet wurde. Sie legt eine strategische politische Richtung fest.

Die nächste und letztlich entscheidende Phase wird die Umsetzung sein. Regierung, Ministerien, Provinzen und andere Behörden müssen dieses politische Mandat in Gesetze, Dekrete, Entscheidungen, Verwaltungsverfahren, Programme und Budgets übersetzen.

Resolution 23 verpflichtet die Behörden im gesamten vietnamesischen System, die Resolution im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten umzusetzen, und ersetzt Resolution 36 sowie die bisherigen politischen Dokumente des Politbüros und des Sekretariats in diesem Bereich. (scov.gov.vn)

Für die internationale Geschäftswelt stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob Vietnam seine Auslandsvietnamesen mobilisieren will. Diese politische Entscheidung ist im Wesentlichen gefallen.

Die Frage lautet nun: Welche rechtlichen und regulatorischen Mechanismen werden folgen?

Mehrere Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:

  1. Staatsbürgerschaft und Nationalität Wenn Vietnam hochqualifizierte Auslandsvietnamesen anziehen möchte, werden Nationalitätsregeln und Verfahren zwangsläufig wichtig. Vietnam muss weiterhin überlegen, wie Staatsbürgerschaft, Nationalitätsstatus und Verbindungen zu Vietnam so verwaltet werden können, dass sie der Realität global mobiler Fachkräfte und Familien entsprechen.
  2. Wohnraum und Eigentum Die Möglichkeit, eine bedeutende Präsenz in Vietnam aufzubauen, hängt eng mit praktischen Fragen rund um Wohnraum und Eigentumsrechte zusammen. Mehr Rechtssicherheit und einfachere Verfahren könnten maßgeblich beeinflussen, ob Auslandsvietnamesen beschließen, Unternehmen zu gründen, zu investieren, zu arbeiten oder längere Zeit in Vietnam zu verbringen.
  3. Investitionen Auslandsvietnamesische Unternehmer stellen eine besonders interessante Kategorie potenzieller Investoren dar. Sie verbinden internationale Geschäftserfahrung mit kultureller Vertrautheit und verfügen häufig über vietnamesische Netzwerke. Der Abbau unnötiger regulatorischer Hürden könnte daher nicht nur zusätzliches Kapital freisetzen, sondern auch qualitativ hochwertigere Investitionen, die mit Technologie und internationalen Märkten verbunden sind.
  4. Beschäftigung und Vergütung Vietnam konkurriert weltweit um Talente. Wenn es erstklassige Halbleiterspezialisten, Wissenschaftler, KI-Forscher oder Biotechnologie-Experten gewinnen will, müssen die entsprechenden Institutionen wettbewerbsfähige berufliche Rahmenbedingungen bieten können. Vergütung ist wichtig. Aber ebenso Forschungsgfreiheit, Ausstattung, Schutz geistigen Eigentums, Karrierechancen, internationale Mobilität und die Fähigkeit, effizient innerhalb vietnamesischer Institutionen zu arbeiten.
  5. Besteuerung Auch die steuerliche Behandlung wird von Bedeutung sein. Global mobile Fachkräfte haben häufig Einkommen, Investitionen und Beschäftigungsverhältnisse, die mehrere Rechtsräume umfassen. Eine klare und international wettbewerbsfähige steuerliche Behandlung könnte ein wichtiger Bestandteil von Vietnams Talentgewinnungsstrategie werden.

6. Verwaltungsverfahren Vielleicht ist dies das am wenigsten glamouröse Thema, könnte sich jedoch als eines der wichtigsten erweisen. Talente bewegen sich nicht, weil Regierungen Strategien veröffentlichen. Talente bewegen sich, wenn Systeme funktionieren.

Visa, Aufenthalt, Staatsbürgerschaftsdokumente, Arbeitsregelungen, berufliche Anerkennung, Investitionsgenehmigungen und andere Verwaltungsverfahren müssen hinreichend vorhersehbar und effizient werden, um eine einfache Teilnahme zu ermöglichen.

Der ultimative Test von Resolution 23 wird daher sein, ob ihre kraftvolle politische Botschaft ebenso kraftvolle administrative Vereinfachungen hervorbringt.

Eine Chance für internationale Investoren Resolution 23 sollte auch von ausländischen Unternehmen, die in Vietnam tätig sind, aufmerksam verfolgt werden.

Warum? Weil die Politik Vietnams Pool an international erfahrenen Führungskräften, Wissenschaftlern, Ingenieuren und Spezialisten erweitern könnte.

Ein deutsches Technologieunternehmen, das in Vietnam investiert, könnte beispielsweise künftig leichter einen vietnamesischen Ingenieur rekrutieren, der 15 Jahre in Deutschland gearbeitet hat. Ein amerikanisches Halbleiterunternehmen könnte von Programmen profitieren, die vietnamesische Ingenieure in den USA mit Vietnams wachsendem Halbleiter-Ökosystem verbinden. Ein Pharma- oder Biotechnologie-Investor könnte Zugang zu vietnamesischen Forschern erhalten, die an internationalen Universitäten und Laboren arbeiten.

Auslandsvietnamesen können somit zu einer wertvollen Schnittstelle zwischen ausländischer Technologie und vietnamesischer Umsetzung werden. Dies könnte Vietnams Wettbewerbsfähigkeit als Investitionsstandort stärken.

Vom Brain Drain zur Brain Circulation Vielleicht ist die interessanteste konzeptionelle Veränderung, dass Resolution 23 Vietnam die Möglichkeit bietet, über die traditionelle Vorstellung des „Brain Drain“ hinauszugehen.

Jahrzehntelang fürchteten Entwicklungsländer, dass ihre klügsten Köpfe im Ausland studieren und nie zurückkehren würden. Doch die moderne globale Wirtschaft eröffnet eine andere Möglichkeit: Brain Circulation.

Ein vietnamesischer Wissenschaftler muss sich nicht zwingend zwischen Boston und Hanoi entscheiden. Ein Technologieunternehmer nicht zwischen Singapur und Ho-Chi-Minh-Stadt. Ein Ingenieur nicht zwischen München und Da Nang.

Sie können in beiden Welten agieren. Wissen kann sich bewegen. Kapital kann sich bewegen. Forschung kann kollaborativ sein. Unternehmen können international operieren. Mentoring kann digital stattfinden. Investitionsnetzwerke können Kontinente überspannen.

Resolution 23 erkennt an, dass Auslandsvietnamesen durch flexible Mechanismen, einschließlich aus der Ferne, teilnehmen können – ein Hinweis darauf, dass Vietnam diese neue Realität zunehmend versteht. (scov.gov.vn)

Das Ziel sollte daher nicht einfach sein, „Vietnamesen zurückzubringen“. Es sollte sein, Vietnamesen überall zu verbinden. Das ist potenziell eine weitaus stärkere Strategie.

Die eigentliche Herausforderung beginnt jetzt Resolution 23 ist ambitioniert. Aber ambitionierte Resolutionen setzen sich nicht von selbst um.

Die nächste Phase wird entscheiden, ob dies vor allem eine wichtige politische Erklärung bleibt oder zu einer der bedeutenden institutionellen Reformen von Vietnams nächster Entwicklungsperiode wird.

Die Umsetzung sollte daher an praktischen Ergebnissen gemessen werden:

  • Kann ein Auslandsvietnamesischer Wissenschaftler problemlos ein Forschungsprojekt in Vietnam starten?
  • Kann ein Halbleiterspezialist seine Zeit zwischen Silicon Valley und Ho-Chi-Minh-Stadt teilen?
  • Kann ein Auslandsvietnamesischer Unternehmer investieren, ohne unnötige administrative Hindernisse?
  • Können Universitäten international wettbewerbsfähige vietnamesische Professoren rekrutieren?
  • Können Ministerien genau die Expertise identifizieren, die Vietnam benötigt, und diese mit vietnamesischen Fachkräften weltweit verknüpfen?
  • Können jüngere Generationen von Auslandsvietnamesen, die möglicherweise nur eingeschränkt Vietnamesisch sprechen, dennoch sinnvoll am Entwicklungsprozess teilnehmen?

Dies sind die Fragen, die den endgültigen Erfolg von Resolution 23 bestimmen werden.

Vietnams Wettbewerbsvorteil von 6,5 Millionen Menschen Vietnam verfügt bereits über viele der Zutaten für seine nächste Entwicklungsphase: politische Stabilität, eine strategische geografische Lage, einen großen Binnenmarkt, umfangreiche internationale Handelsabkommen, eine starke Produktionsbasis und zunehmend ausgebaute Infrastruktur.

Resolution 23 hebt jedoch ein weiteres Kapital hervor, das schwerer zu quantifizieren ist: 6,5 Millionen Vietnamesen, die weltweit leben.

Sie sind mit internationalen Universitäten verbunden. Sie arbeiten in globalen Technologieunternehmen. Sie verstehen ausländische Märkte. Sie betreiben Unternehmen. Sie betreiben wissenschaftliche Forschung. Sie bauen berufliche Netzwerke auf. Sie gründen Familien, die gleichzeitig zu Vietnam und zur Welt gehören.

Viele Jahre lang betrachtete Vietnam diese Gemeinschaft vor allem als im Ausland lebende Vietnamesen, die mit ihrer Heimat verbunden bleiben sollten. Resolution 23 führt eine ambitioniertere Vision ein.

Sie werden zunehmend als Teil von Vietnams globaler menschlicher Infrastruktur gesehen. Und genau das könnte Vietnam benötigen, um sich von einer Produktionsmacht zu einer Innovationswirtschaft zu entwickeln.

Schlussfolgerung: Vietnams nächste große Ressource könnte bereits global sein Vietnams außergewöhnliche wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte beruhte darauf, das Land für die Welt zu öffnen. Die nächste Phase könnte teilweise davon abhängen, die bereits weltweit lebenden Vietnamesen wieder mit Vietnams Entwicklung zu verbinden.

Deshalb verdient Resolution 23 erheblich mehr Aufmerksamkeit als eine gewöhnliche politische Ankündigung.

Nach mehr als zwanzig Jahren unter dem Rahmen von Resolution 36 hat Vietnam seine Beziehung zu seiner globalen Gemeinschaft neu definiert.

Die Botschaft lautet nicht mehr einfach: Bleibt mit Vietnam verbunden. Zunehmend lautet sie: Helft beim Aufbau Vietnams – egal, wo auf der Welt ihr seid.

Wenn die folgenden rechtlichen und administrativen Reformen hinreichend ambitioniert sind, könnte Resolution 23 Vietnams Diaspora von einer durch Herkunft verbundenen Gemeinschaft in ein global verteiltes strategisches Netzwerk aus Kapital, Wissen, Technologie und Einfluss verwandeln.

Das würde etwas Größeres darstellen als Diaspora-Politik. Es würde ein neues Modell nationaler Entwicklung darstellen.

Vietnams nächster Wettbewerbsvorteil könnte nicht ausschließlich innerhalb seiner Grenzen liegen. Er könnte aus 6,5 Millionen Menschen bestehen, die außerhalb davon leben.

Und wenn es Vietnam gelingt, diese außergewöhnliche globale Ressource mit den nationalen Ambitionen zu verbinden, könnte Resolution 23 letztlich nicht nur als neue Politik gegenüber Auslandsvietnamesen in Erinnerung bleiben, sondern als der Moment, in dem Vietnam begann, sich als wirklich globale vietnamesische Nation zu verstehen.

Bitte zögern Sie nicht, Dr. Oliver Massmann (Architekt des Marktzugangs) unter omassmann@duanemorris.com zu kontaktieren, wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen zu den oben genannten Punkten benötigen. Dr. Oliver Massmann ist Generaldirektor von Duane Morris Vietnam LLC.

Vietnam Cuts Income Taxes by 30% for 2026–2027: A Targeted Boost for Private-Sector Growth

Vietnam has taken another significant step in its drive to strengthen the domestic private sector and sustain ambitious economic growth.

On 24 August 2026, the National Assembly of Vietnam approved a Resolution reducing by 30% the personal income tax and corporate income tax payable by qualifying business taxpayers for the 2026 and 2027 tax periods. The Resolution was adopted with overwhelming support: 480 of the 481 National Assembly deputies participating in the vote voted in favour, representing 96% approval. It entered into force immediately on 24 August 2026. (Quochoi)

The headline is striking. But it is equally important to understand precisely what Vietnam has—and has not—done.

This is not a general 30% reduction of Vietnam’s personal income tax or corporate income tax rates. It is a targeted two-year reduction of the tax actually payable by qualifying business individuals and enterprises with annual revenue not exceeding VND 10 billion.

That distinction is fundamental for businesses, investors and employees seeking to understand the practical consequences of the new policy.

Who Actually Receives the 30% Tax Reduction?

The Resolution creates two principal categories of beneficiaries.

1. Personal Income Tax: Business Income of Resident Individuals

For the 2026 and 2027 tax periods, Vietnam will reduce by 30% the personal income tax payable on business income earned by resident individuals, provided that their annual business revenue in the respective year does not exceed:

VND 10 billion per year.

The decisive point is that the reduction concerns income from business activities.

It therefore should not be misunderstood as a 30% reduction in personal income tax for employees generally.

An employee earning a salary in Vietnam does not, merely by virtue of this Resolution, receive a 30% reduction of the PIT payable on his or her employment income.

Instead, the measure is specifically directed at qualifying resident individuals conducting business activities whose annual business revenue remains within the VND 10 billion threshold. (baochinhphu.vn⁠)

This distinction is particularly important because international headlines referring simply to a “30% personal income tax reduction” could otherwise create a misleading impression.

2. Corporate Income Tax: Qualifying Enterprises and Organizations

The second element is a 30% reduction of corporate income tax payable for the 2026 and 2027 tax periods.

The benefit applies to enterprises and organizations established under Vietnamese law whose annual revenue in the respective year does not exceed:

VND 10 billion per year.

Again, this is not a reduction of Vietnam’s general corporate income tax regime by 30%.

Rather, a qualifying enterprise calculates the CIT otherwise payable and then receives the statutory 30% reduction of that tax liability. (baochinhphu.vn⁠)

The revenue threshold is deliberately targeted toward the smaller end of Vietnam’s business community. According to information presented during the National Assembly deliberations, approximately 865,115 enterprises have revenue of up to VND 10 billion, representing around 81.1% of enterprises in the relevant data set. (Ministry of Finance⁠)

The potentially broad numerical reach of the policy is therefore considerable, even though its application is restricted by the revenue ceiling.

The Rule in One Sentence

For businesses and investors, the new policy can be summarized very simply:

Vietnam is reducing by 30% the income tax payable for 2026 and 2027 by qualifying resident business individuals and Vietnamese-law enterprises with annual revenue not exceeding VND 10 billion—not cutting PIT and CIT by 30% across the economy.

That is the central point that must be understood.

What About Existing Corporate Tax Incentives?

The Resolution also addresses an important question for companies already benefiting from preferential tax treatment.

Where an enterprise already enjoys tax incentives under Vietnam’s Corporate Income Tax Law or under other laws or National Assembly resolutions, the new 30% reduction is calculated on the corporate income tax payable after the existing tax incentives have been deducted. (baochinhphu.vn⁠)

This creates an important sequencing rule.

First, the existing applicable CIT incentives are taken into account. The 30% reduction is then applied to the remaining CIT payable, provided that the taxpayer satisfies the conditions under the new Resolution.

For qualifying businesses, the new measure can therefore operate alongside existing tax incentives rather than necessarily replacing them.

No Artificial Splitting of Companies to Obtain the Benefit

The National Assembly also addressed the obvious risk of tax planning around the VND 10 billion threshold.

The Resolution excludes enterprises created through the division or separation of an existing enterprise after the Resolution became effective where the combined revenue of the resulting enterprises in 2026 or 2027 exceeds the VND 10 billion threshold. (Quochoi⁠)

The policy intention is clear.

A larger enterprise should not be able simply to divide itself into several smaller legal entities in order to bring each individual entity below VND 10 billion and artificially obtain the 30% reduction.

This anti-avoidance provision is important because it demonstrates that Vietnam intends the measure to benefit its genuine target group: smaller businesses and entrepreneurs requiring additional resources for investment and growth.

Why Is Vietnam Doing This Now?

The wider policy context makes the Resolution considerably more significant than an isolated tax concession.

The Government has explained that surveys and tax administration data indicate that business households, individual entrepreneurs and micro-enterprises continue to face difficulties and possess limited capacity to accumulate capital for reinvestment.

The Government therefore concluded that further support was appropriate.

Importantly, the Minister of Finance expressly connected the proposal to the implementation of Politburo Resolution No. 68 on private-sector development, Resolution No. 19 of the Party Central Committee and Vietnam’s objective of achieving double-digit economic growth during the 2026–2030 period. (Quochoi⁠)

This provides the real strategic context.

Vietnam is increasingly treating the private economy not merely as a supplementary component of national development, but as a central engine of investment, innovation, employment and economic growth.

Tax policy is becoming one of the instruments through which that strategic shift is being implemented.

From Tax Collection to Capital Formation

The economic philosophy underlying the Resolution is particularly noteworthy.

The Government estimates that the measure will reduce State budget revenue by approximately:

  • VND 3.191 trillion in 2026; and
  • VND 3.510 trillion in 2027.

This is a meaningful fiscal commitment.

But the Government does not view the measure simply as lost tax revenue.

Its reasoning is that the money not collected by the State remains available to qualifying businesses and entrepreneurs. That additional liquidity can be used for working capital, equipment, recruitment, expansion and reinvestment.

Successful reinvestment should in turn generate additional economic activity, income and ultimately future tax revenues.

The Government has therefore characterized the immediate revenue reduction as a means of leaving resources in the hands of businesses so that they can reinvest, expand production and increase income. (Quochoi⁠)

This represents an important policy message: Vietnam is deliberately sacrificing a measure of short-term fiscal revenue in pursuit of longer-term private-sector growth.

Why the VND 10 Billion Threshold Matters

The VND 10 billion annual revenue threshold—approximately USD 380,000 at indicative current exchange rates—is essential to understanding the scope of the Resolution.

This is not primarily a tax incentive designed for major multinational corporations or Vietnam’s largest domestic enterprises.

A substantial foreign-invested manufacturing company, major energy developer, bank, technology platform or large Vietnamese conglomerate will ordinarily exceed the VND 10 billion annual revenue ceiling by a considerable margin.

The immediate beneficiaries are instead concentrated among smaller enterprises, micro-businesses, business households and individual entrepreneurs.

This targeted approach also explains why the Government believes that the measure can have a meaningful economic effect despite the relatively modest revenue ceiling.

For a large multinational corporation, several million Vietnamese dong in additional monthly liquidity may have little impact on investment decisions.

For a small Vietnamese enterprise, however, that amount can contribute directly to salaries, machinery, inventory, digitalization or expansion.

During the National Assembly discussions, the Minister of Finance illustrated the point by considering an enterprise with VND 10 billion of annual revenue. Assuming a profit margin of around 12%, the Government calculated that a 30% tax reduction could leave approximately VND 4–5 million or more per month available to the business. (Ministry of Finance⁠)

At the micro-enterprise level, such amounts can make a practical difference.

Part of a Much Larger Private-Sector Reform Agenda

The Resolution should therefore be viewed together with Vietnam’s broader reforms rather than in isolation.

Earlier measures in 2026 already provided significant support for smaller businesses. The Government noted, among other measures, exemptions from certain taxes for business households and individuals below specified revenue levels, CIT relief for very small enterprises, tax-payment extensions and other fiscal support. (Quochoi⁠)

The new 30% reduction extends this policy architecture further up the revenue scale.

Most importantly, it comes against the background of Resolution No. 68-NQ/TW, which has elevated private-sector development to a central position in Vietnam’s long-term economic strategy.

Vietnam faces an enormous challenge over the coming decade.

It seeks to move beyond its extraordinarily successful role as an export-oriented manufacturing destination and toward a more sophisticated economy driven by technology, innovation, infrastructure, domestic enterprise, higher productivity and greater Vietnamese participation in global value chains.

That transition requires more than foreign direct investment.

It requires stronger Vietnamese companies.

It requires entrepreneurs capable of accumulating capital.

It requires small companies capable of becoming medium-sized companies—and medium-sized companies capable of becoming regional champions.

And it requires a regulatory and fiscal environment that allows businesses to reinvest rather than consuming excessive resources through compliance costs and taxation during their formative years.

Seen from this perspective, the new tax Resolution is part of something considerably larger.

What Does This Mean for Foreign Investors?

The immediate tax benefit for major foreign investors will in many cases be limited because of the VND 10 billion revenue ceiling.

But foreign investors should not therefore dismiss the Resolution as irrelevant.

Its strategic significance lies elsewhere.

First, foreign investors increasingly depend upon Vietnamese suppliers, contractors, distributors, technology partners and service providers. Strengthening the financial position of smaller domestic enterprises can improve the depth and resilience of Vietnam’s supply chains.

Second, stronger Vietnamese SMEs can become more capable joint-venture partners and suppliers for international companies.

Third, the Resolution provides another indication of the direction of Vietnamese economic policy: private enterprise, entrepreneurship and reinvestment are increasingly being actively encouraged rather than merely permitted.

For investors evaluating Vietnam over a five-, ten- or twenty-year horizon, that direction matters.

Immediate Effect—Not a Promise for the Future

There is another remarkable feature of the Resolution.

It became effective on 24 August 2026—the very day on which the National Assembly adopted it—and applies to the 2026 and 2027 tax periods. (Quochoi⁠)

The Government specifically sought adoption during the current extraordinary session so that the measure could already affect the 2026 tax period and provide businesses with resources for purchasing, reinvestment and the remainder of the year’s business cycle. (Quochoi⁠)

That timing sends an important message.

Vietnam is not merely announcing long-term ambitions for private-sector development.

It is increasingly attempting to translate those ambitions into measures that have an immediate financial effect on businesses.

A Small-Business Tax Measure With a Much Bigger Message

It would be easy to describe the National Assembly’s decision simply as a “30% tax cut.”

That would both exaggerate and underestimate what Vietnam has done.

It would exaggerate the measure because Vietnam has not reduced PIT and CIT by 30% for everybody. Salary earners do not receive a general 30% PIT reduction, and large corporations do not receive a general 30% CIT reduction.

But it would also underestimate the measure because its importance extends beyond the amount of tax saved.

The Resolution demonstrates a changing philosophy of economic development.

Vietnam increasingly recognizes that creating a powerful private economy requires businesses to retain capital, reinvest profits, increase productivity, expand operations and ultimately become larger and more competitive.

The State is effectively saying that, for qualifying smaller businesses, a portion of today’s tax revenue may create greater economic value if it remains in the enterprise and finances tomorrow’s growth.

That is a sophisticated policy calculation.

Conclusion: Vietnam Is Investing in Its Entrepreneurs

The 30% income-tax reduction for 2026 and 2027 should therefore be understood for what it truly is: a targeted investment in Vietnam’s entrepreneurial base.

It applies specifically to qualifying business taxpayers with annual revenue not exceeding VND 10 billion. It does not constitute a general 30% tax reduction for employees, multinational corporations or the economy as a whole.

Yet its broader significance reaches much further.

Together with Resolution 68 and Vietnam’s wider private-sector reform agenda, the measure demonstrates an increasingly clear policy direction: Vietnam wants its private businesses not merely to survive, but to accumulate capital, invest, innovate and grow.

That is important not only for Vietnamese entrepreneurs.

It matters to multinational companies searching for stronger local supply chains. It matters to investors seeking credible domestic partners. It matters to technology companies looking for an increasingly sophisticated market. And it matters to international businesses evaluating whether Vietnam can move from being one of Asia’s leading manufacturing destinations toward becoming one of its major innovation and investment economies.

Vietnam has spent decades successfully attracting capital from abroad.

The next chapter is equally important: creating the conditions in which Vietnamese private capital can grow alongside it.

The National Assembly’s decision of 24 August 2026 is one more indication that this next chapter has already begun.

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